Zum Inhalt springen
Alle Blogbeiträge
  • Alle Blogbeiträge
  • ASCOBANS
  • Beifang
  • CBD
  • CITES
  • CMS
  • Delfinarien
  • Delfinarien Deutschland
  • Delfinjagd
  • High Seas Treaty
  • IWC
  • Jagd Färöer-Inseln
  • Jagd in Island
  • Jagd in Japan
  • Jagd in Norwegen
  • Jagd in Taiji
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Projekte
  • Schweinswalschutz
  • UNFCCC
  • Walbeobachtung
  • Wale & Klimaschutz
  • Walfang
Norwegen Kulisse mit Sonne

Ungewisse Zukunft für Norwegens Walfang?

Lottie Pearson Lottie ist Teil des Policy-Teams bei WDC und koordiniert die Arbeit zur Beendigung...
Stellnetz unterwasser

Beifang von Schweinswalen: Wo Deutschland nachbessern muss

Marine Prestien Marine arbeitet bei WDC zum Thema Meeresschutzgebieten in der Nord- und Ostsee sowie...
Eine Gruppe Orcas an unruhiger Wasseroberfläche; im Hintergrund Fischerboote

Orca-Interaktionen vor Gibraltar

WDC DeutschlandWhale and Dolphin Conservation (WDC) ist die weltweit führende gemeinnützige Organisation, die sich dem...
Der Körper eines Finnwals auf einem isländischen Hafengelände, mehrere Menschen stehen um ihn herum.

Wie lange dauert es, einen Wal zu töten?

Luke McMillan Luke ist bei WDC verantwortlich für die strategische Entwicklung und Leitung von Kampagnen...

Das Ende von Delfinarien in den USA – wie unser Kampf weitergeht

Delfin in Gefangenschaft (C) WDC

Erst kürzlich konnten wir Ihnen weitere Erfolge im Kampf gegen die Gefangenhaltung von Walen und Delfinen verkünden: Die beiden Belugas Litte White und Little Grey konnten erstmals ihr neues Meeresrefugium in Island erkunden – und Frankreich verkündete das Ende der Gefangenhaltung von Wildtieren zu Unterhaltungszwecken, darunter auch die von Walen und Delfinen. Diese Erfolgsgeschichten haben etwas Licht in die aktuellen, schwierigen Zeiten gebracht.  Doch leider sieht es für gefangen gehaltene Delfine und Wale in den USA und Kanada nicht so positiv aus. Unser „End Captivity“-Team war in den letzten Monaten deshalb sehr beschäftigt.

 

Update zum Umzug der Belugas in den USA

Kanada verbot im vergangenen Jahr die neue Gefangennahme, den Import sowie die Züchtung von Walen und Delfinen. Übrig sind deshalb noch zwei Einrichtungen, in denen Meeressäuger weiterhin gehalten werden: Das Vancouver Aquarium und MarineLand.

Im Jahr 2019 beantragte das Mystic Aquarium im US-Bundesstaat Connecticut fünf Belugas aus MarineLand importieren zu dürfen – im Rahmen einer Sondergenehmigung für ein Forschungsprogramm, das gemeinsam mit dem Georgia Aquarium durchgeführt werden sollte.  Die Bedingungen im MarineLand sind bekanntermaßen schrecklich für die dort gehaltenen Wale und Delfine: mehr als 50 Belugas in überfüllten Becken und ein einsamer Orca (Kiska), der seit Jahren keinen anderen Artgenossen hat.

Ora in Gefangenschaft (C) WDC

Obwohl ein Umzug in die USA auch das Ende der schlimmen Haltungsbedingungen im MarineLand für die Belugas bedeuten würde, hatte WDC dennoch ernsthafte Bedenken: Ein Umzug kann für die Meeressäuger unglaublich stressig sein, kann soziale Bindungen zerstören, und die Tiere würden auch nach dem Umzug noch ein Leben lang in einem Tank verbringen müssen. WDC und unsere Partner brachten diese und weitere Bedenken gegenüber der US-Regierung zur Sprache. Wir beantragten, dass die Genehmigung verweigert wird oder dass das Mystic und das Georgia Aquarium sich zumindest dem neuen Gesetz in Kanada verpflichtet: keine Zucht in Gefangenschaft und keine Unterhaltungsprogramme für Tourist*innen.

Die US-Regierung hat dem Antrag des Mystic Aquarium zugestimmt, kam jedoch unserer Aufforderung nach und urteilte, dass die Belugas nicht für Zucht in Gefangenschaft oder für Aufführungen eingesetzt werden dürfen.  Wir sind froh, dass die Regierung auf uns gehört und die Genehmigung zumindest an unsere Bedingungen geknüpft hat, aber diesen Belugas steht leider immer noch ein Leben im Gefängnis bevor.

Wir setzen unsere Arbeit in Kanada fort, um sicherzustellen, dass Wale und Delfine in Gefangenschaft nicht weiter umziehen oder zumindest gemäß der Gesetzgebung nicht unter Züchtungs- oder Unterhaltungsprogrammen leiden müssen.

 

Babyboom in Gefangenschaft

Im August gab es im Shedd-Aquarium in Chicago Nachwuchs von zwei Belugas und einem Weißseitendelfin.  Einer der Belugas (Naya) brachte Zwillinge zur Welt – ein für Meeressäuger unglaublich seltenes Ereignis.  Leider handelte es sich dabei um eine Frühgeburt: Ein Junges wurde tot geboren und das zweite hatte erhebliches Untergewicht und starb zwei Wochen später.

Zwillinge sind für Meeressäuger sehr selten, aber nicht unbekannt.  Wal- und Delfinmütter investieren viel Zeit und Energie während der Trächtigkeit und in die Aufzucht und Pflege ihres Nachwuchses in den ersten Lebensjahren. Schon ein einziges Neugeborenes stellt einen großen Bedarf an Ressourcen dar.  In der freien Wildbahn gibt es zwei bekannte, mögliche Fälle von Zwillingen in Orca-Populationen – einen bei den Northern Residents vor der Küste von Vancouver Island und einen in der Antarktis. Da Geburten in freier Wildbahn selten beobachtet werden, kann man jedoch nicht final bestätigen, dass es sich bei den Babys um Zwillinge handelt. Möglicherweise haben die Orca-Mütter auch den Nachwuchs eines anderen Familien-Mitglieds adoptiert und die Jungen schwimmen deshalb beide neben einem Muttertier her.

Normalerweise freuen wir uns über jede Nachricht über Neuzuwachs in Wal-Familien … Neugeborenen in Gefangenschaft steht jedoch ein ganz anderes, trauriges Leben als ihren wilden Artgenossen bevor.

Wir wissen, dass wir die Gefangenhaltung von Walen und Delfinen nicht von heute auf morgen beenden können – es ist ein langwieriger Kampf, aber wir bleiben beharrlich. Wichtig ist vor allem, dass wir global Gesetze implementieren und verschärfen, um den Fang von wildlebenden Meeressäugern zu beenden sowie die Zucht und den Handel von Tieren in Gefangenschaft zu stoppen. Die Generation von Walen und Delfinen, die momentan noch in Gefangenschaft leben, muss unbedingt die letzte sein. Selbstverständlich müssen wir auch diese Tiere noch stärker schützen, zum Beispiel indem wir ihren Einsatz in Unterhaltungsprogrammen verbieten. Damit einhergehend ist es zwingend nötig, dass wir das Netz von adäquaten Refugien erweitern, um Walen und Delfinen in Gefangenschaft einen Ausweg aus den Delfinarien zu ermöglichen und ihnen ein alternatives, artgerechteres Zuhause bieten zu können.

Wir hoffen, dass das Beluga-Refugium in Island nun ein Paradebeispiel für eine bessere Zukunft der gefangen gehaltenen Wale und Delfine darstellt.

[shariff]

WALSCHUTZ = KLIMASCHUTZ

fin_dark-blue

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

5 Kommentare

  1. Veröffentlicht von Andrea Voß am 27. Juli 2024 um 5:47 p.m.

    Bitte helft Little Grey und Little White…Ich glaube,dass ihnen beiden nicht wirklich geholfen werden soll und das Medienwirksam Tierquälerei begangen wird…

    • Veröffentlicht von Bianca König am 1. August 2024 um 1:24 p.m.

      Liebe Frau Voß,

      danke für Ihre Nachricht und Ihr Interesse am Wohlergehen der beiden Belugas. Könnten Sie uns Ihre Fragen bitte per E-Mail an [email protected] schicken? So können wir sie am besten an unseren zuständigen Kollegen in England übermitteln und individuell auf Ihre Anfrage eingehen. 🙏

      Herzliche Grüße
      Bianca König
      Leiterin Kommunikation
      WDC Deutschland

  2. Veröffentlicht von Andrea Voß am 27. Juli 2024 um 5:51 p.m.

    Bitte helft Little Grey und Little White. Ich glaube,dass Medienwirksam Tierquälerei an den beiden begangen wird

  3. Veröffentlicht von Silke Ahrens am 16. November 2024 um 3:21 p.m.

    Jedes gefangene Tier, wozu auch die Walrösser gehören, die in Marineland gehalten wird, muss aus diesem Elend befreit werden.
    Jedem Besucher muss bewusst sein, dass ihr Besuch diese Tierquälerei unterstützt. Wer meint das sein Besuch in solchen „Unterhaltungsparks“ keine Änderung bringt, dessen geistiger Horizont ist genauso eingeschränkt, wie die Becken der Wale in Marineland. Stoppt diese Qualen, anstatt nur zu diskutieren. Schaut nicht weg. Seht euch die Grausamen Bilder von den Tieren an, die dort Jahrzehnte gehalten wurden. In viel zu engen Becken. Gehalten ohne ihre Artgenossen, die sedierende Medikamente ( Valium), bekommen, damit die Besucher ein ruhiges Tier sehen. Bilder von Zwangsernährung. Bilder von Hautkrankheiten, durch falsche Haltung gehören in die Öffentlichkeit. Wir müssen diesen Tieren eine Stimme geben. Denn sie können es nicht.

  4. Veröffentlicht von Tamara Nuzzo am 19. Mai 2025 um 1:18 p.m.

    Ich finde das sehr traurig für so grosse,freiheitsliebende Tiere!für alles hat man Geld ,nur nicht für Tiere und Natur,diese Leute würde ich in ei mini Aquarium stecken,und sie verrotten lassen,!

Hinterlassen Sie einen Kommentar