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Delfintreibjagd (C) Sakae Hemmi Elsa Nature Conservancy
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Die Qualen der Delfine in Taiji

Noch immer habe ich das Massaker an fast 1.500 Atlantischen Weißseitendelfinen auf den Färöer-Inseln im Kopf – gleichzeitig denke ich an die andere berüchtigte jährliche Delfinjagd, die aktuell in der kleinen japanischen Küstenstadt Taiji stattfindet.

Anders als auf den Färöern werden den Jäger*innen in Japan Quoten zugeteilt, die die Tötung und den Lebendfang verschiedener Delfinarten erlaubt und reguliert. In diesem Jahr beträgt die Quote 1.849 Individuen – das sind 100 mehr als im letzten Jahr erlaubt waren.

Auf der Tötungsliste stehen
Delfintreibjagd (C) Sakae Hemmi Elsa Nature Conservancy
Delfintreibjagd (C) Sakae Hemmi Elsa Nature Conservancy
Im Gegensatz zu den Färöern gibt es in Japan eine spezielle "Jagdsaison"

Sie dauert jedes Jahr etwa vom 1. September bis zum 1. März. In diesen Monaten wird jeder Delfin, der in die Tötungsbucht getrieben wird, entweder für die Show-Industrie lebend gefangen oder geschlachtet. Zudem werden durch die Treibjagd traumatisierte, verletzte und ihrer Familien beraubte Delfine ins Meer zurückgetrieben. Für jeden Delfin, der den Jäger*innen zum Opfer fällt, gibt es ein grausames Ende – so oder so.

In den ersten Tagen dieser Saison sind bereits mehrere Delfine zu einem Leben in Gefangenschaft verdammt worden (sieben Große Tümmler und mindestens zwei Grindwale). Über 50 Delfine wurden bereits geschlachtet.

Die Nachrichten über die bisherigen Tötungen waren erschütternd

Bei einer Jagd wurden 33 Grindwale an die Küste getrieben, zwei wurden gefangen, während 10 der größeren Exemplare geschlachtet wurden. Die übrigen wurden zurück aufs Meer getrieben, wo sie sich in aufgestellten Fischernetzen verfingen und mindestens ein weiterer an den Folgen starb. Des Weiteren wurde eine Gruppe von acht jungen Rundkopfdelfinen an die Küste getrieben. Sieben von ihnen wurden geschlachtet, während der verbleibende Delfin, dessen Tötung als zu aufwendig erachtet wurde, wieder ins Meer geworfen wurde.

Rundkopfdelfine sind sehr sozial und jüngere Tiere werden ohne ihre Familie kaum überleben können – ganz zu schweigen von dem Trauma, dass sie erleiden, wenn ihre Freunde vor ihren Augen auf so grausame Weise getötet werden.

Mir fehlen die Worte, um die Gefühle zu beschreiben, die ich habe, wenn ich Zeuge eines solchen Grauens, einer solchen Barbarei und eines solchen Schmerzes werde, aber es spornt mich an, weiter daran zu arbeiten, der Delfinjagd auf der ganzen Welt ein Ende zu setzen. Kein Lebewesen verdient es, auf diese Weise zu sterben. Kein Individuum hat es verdient, ohne Würde zu sterben und sein Leben mit so viel Schmerz und Leid zu beenden.

Weitere Informationen zur Delfinjagd in Taiji
  • Mehr zum Thema Walfang und wie sich WDC dagegen einsetzt, finden Sie hier.
  • Mehr zum Thema Treibjagd in Taiji (und Kleinwaljagden allgemein) finden Sie hier.
  • Hier finden Sie außerdem noch einen Blog von Nicola Hodgins zum Abschluss der letzten Jagdsaison in Taiji, inklusive Interview mit einem japanischen Tierschutzaktivisten, der vor Ort gegen das Ende der Jagd kämpft.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Nicola Hodgins

Policy Manager at WDC

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Lydia Lehmann am 5. Oktober 2021 um 10:56 pm

    Was macht Menschen nur zu solchen Monstern. Sie müssen vom Teufel besessen sein.

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