Wissenschaftler:innen konnten verschiedene Wal- und Delfin-Arten beim Trauern um ihre Artgenossen beobachten. Jede Art hat dabei ihre eigene Weise, wie sie mit dem Tod umgeht.
Trauerverhalten wurde bei Meeressäugern bereits im Jahr 1966 wissenschaftlich dokumentiert. Beobachtet wurde es bei Indopazifischen Großen Tümmlern, Ostpazifischen Delfinen, Orcas, Rauzahndelfinen, Blau-weißen Delfinen, Indopazifischen Buckeldelfinen, Rundkopfdelfinen, Kurzflossen-Grindwalen und Pottwalen. Manchmal wird ein totes Individuum tagelang von seinen Artgenossen an der Wasseroberfläche gehalten. Mütter trugen verstorbene Babys oder Jungtiere teilweise über Tage mit sich. Es scheint, als wäre Trauerverhalten bei langlebigen Säugetieren, die in komplexen sozialen Gemeinschaften leben, weit verbreitet.
Im Sommer 2018 wurde ein besonders trauriger Fall bekannt: Ein Mitglied der gefährdeten Southern Resident Orcas mit dem Namen "Talhlequah" (J35) wurde dabei beobachtet, wie sie den Körper ihres toten Babys mehr als zwei Wochen und über eine Strecke von 1.600 Kilometer an der US-Ostküste mit sich trug.
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