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Schlechte Aussichten für Finnwale in Japan

In der letzten Saison tötete die japanische Walfang-Flotte 83 Zwerg-, 187 Bryde- und 24 Sei-Wale. Nun sollen Finnwale ebenfalls zur Jagd freigegeben werden. © Mark Votier
In der letzten Saison tötete die japanische Walfang-Flotte 83 Zwerg-, 187 Bryde- und 24 Sei-Wale. Nun sollen Finnwale ebenfalls zur Jagd freigegeben werden. © Mark Votier

Bei einer Sitzung des japanischen Fischereiministeriums wurde heute die mögliche Jagd auf gefährdete Finnwale besprochen. Eine Fang-Quote von 59 Individuen wurde vorgeschlagen und vom Fischereiministerium akzeptiert. Eine finale Entscheidung soll am 11. Juli verkündet werden.

Erst kürzlich wurde das neue Walfang-Mutterschiff Kangei Maru in Betrieb genommen. Es läutet für die Walfang-Befürworter:innen in Japan den Beginn einer neuen Ära des japanischen Walfangs ein. Wie ernst es der Walfang-Industrie damit ist, machte sie mit ihrer Forderung nach einer Quote für Finnwale deutlich.

Nach der Bekanntgabe am 10. Mai folgte eine mehrwöchige Phase, in der öffentliche Stellungnahmen, Dokumente und Kommentare zur geplanten Finnwal-Jagd eingereicht werden konnten. International sorgte die Ankündigung für viel Irritation und Kritik, da die japanische Regierung keinerlei wissenschaftliche Unterlagen zu Populations-Schätzungen oder der Berechnung einer möglichen Quote veröffentlichte. Beim Treffen des Wissenschaftsausschusses der IWC im April dieses Jahres hätte Japan sein Vorhaben sowie die zugehörigen wissenschaftlichen Grundlagen eigentlich präsentieren müssen. Auch wenn Japan kein Mitglied der Internationalen Walfangkommission mehr ist, so ist das Land dennoch zur Kooperation verpflichtet.

Zwar wurden im Vorlauf zur heutigen Sitzung des Fischereiministeriums einige Dokumente zur Einschätzung der Finnwal-Population vor Japan öffentlich gemacht, dennoch lagen zum Zeitpunkt des Meetings immer noch nicht alle Unterlagen vor. Die Herangehensweise zur Kalkulation der Quote von 59 Finnwalen, die nun zur Jagd freigegeben werden sollen, bleibt zweifelhaft. Sowohl für Populationen, die sich dauerhaft im japanischen Einzugsgebiet befinden, als auch für wandernde Populationen mangelt es an aktuellen und verlässlichen Informationen. Obwohl Bedenken geäußert wurden, dass die Jagd auf die Finnwale zu einer dramatischen Reduktion der Populationen führen könnte, verkündete das Fischereiministerium den Antrag auf eine Finnwal-Quote zu akzeptieren.

"Ganz abgesehen von dem Moratorium, das jeglichen kommerziellen Walfang verbietet, gibt es keine Nachfrage, die eine Erhöhung der Walfang-Quote rechtfertigen könnte. Wenn man in Japan nun erlauben sollte, dass gefährdete Arten ohne jegliche Notwendigkeit, geschweige denn wissenschaftlich fundierter Grundlage getötet werden dürfen, dann ist das ein Skandal, auf den die Weltöffentlichkeit unbedingt reagieren muss", sagt Katrin Matthes, verantwortlich für die Arbeit zu Japan bei Whale and Dolphin Conservation.

Walfang-Japan_C_MarkVotier

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Über Bianca König

Bianca König leitet bei WDC Deutschland das Team Kommunikation. Sie ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das Magazin WAL & MEER sowie den Jahresbericht und plant Kampagnen mit. Sie ist verantwortlich für die Kommunikationsplanung rund um Konferenzen und Konventionen für WDC international. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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