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Japan startet Walfangsaison und will bedrohte Finnwale auf die Abschussliste setzen

Japanisches Walfang-Schiff © Mark Voltier
Japanisches Walfang-Schiff © Mark Voltier

Mit dem Auslaufen des neuen Walfangschiffs "Kangei Maru" aus dem Hafen in Shimonoseki hat Japan am 21. Mai die Walfangsaison eröffnet. Das knapp zehn Tonnen schwere Schiff tritt die Nachfolge der "Nisshin Maru" an und soll bald auch für die Jagd auf bedrohte Finnwale eingesetzt werden.

In der vergangenen Saison tötete die japanische Walfang-Flotte 83 Zwerg-, 187 Bryde- und 24 Seiwale. Das Zerlegen der Wale auf See erfolgte in den letzten 30 Jahren auf dem Mutterschiff "Nisshin Maru". Nun wurde sie von der neuen, hochmodernen "Kangei Maru" abgelöst. Das neue Mutterschiff soll eine neue Ära des japanischen Walfangs einläuten und diesen für die nächsten Jahrzehnte sichern. Die 9.300 Tonnen schwere und über 112 Meter lange "Kangei Maru" trat am 21. Mai seine Jungfern-Fahrt an und soll für acht Monate mit dem Rest der japanischen Walfang-Flotte an der Nordostküste Japans operieren. Am 23. Mai wird das Schiff für einen Medien-Besuch in Tokio anlegen, ehe die Jagd auf Wale in japanischen Gewässern beginnt. Immer wieder wird betont, dass die "Kangei Maru" auch für Expeditionen in die Antarktis geeignet wäre – jedoch ist Japan der Walfang nur innerhalb der eigenen Gewässer erlaubt.

Stehen Finnwale bald auf der Abschussliste?

Die Größe des Schiffes ermöglicht es, Wale mit einem Gewicht von bis zu 70 Tonnen an Bord zu ziehen und zu verarbeiten. Bis zu 600 Tonnen Wal-Fleisch können gelagert werden. Die japanische Regierung will nun auch Finnwale auf die Abschlussliste setzen. Finnwale zählen zu den bedrohten Arten und stehen eigentlich unter Schutz. Trotzdem hat ein Sprecher der Regierung am vergangenen Donnerstag verkündet, dass man im Rahmen des kommerziellen Walfangs künftig auch diese Spezies bejagen wolle. Bis Mitte Juni können Kommentare oder Dokumente eingereicht werden, die für die finale Entscheidung im Folgemonat berücksichtigt werden sollen. Besorgniserregend ist, dass es bisher keine offiziellen Dokumente von der japanischen Fischereibehörde gibt, die Auskunft über den Zustand der Finnwal-Population im Nord-Pazifik geben. Dennoch behauptet Japan, dass die geplante Jagd auf Finnwale nachhaltig sein würde.

"In Anbetracht der zunehmenden Bedrohungen durch den Klimawandel, die Meeresverschmutzung, den Schiffsverkehr, Unterwasserlärm und die Überfischung kann die Jagd auf die bedrohten Finnwale unmöglich nachhaltig sein", sagt Katrin Matthes, Koordinatorin des Bereichs Walfang in Japan bei WDC Deutschland. "Die Finnwale haben ohnehin schon Schwierigkeiten sich in einem Maße fortzupflanzen, dass sich die Populationen erholen können. Die Erfahrung zeigt, dass vor allem langsam schwimmende, trächtige Weibchen der Jagd zum Opfer fallen. Wenn Japan mit der Bejagung der Finnwale beginnt, kommt für die bedrohte Art eine weitere Belastung hinzu."

Japan und Island machten zuletzt Schlagzeilen, als im Februar 2023 Finnwal-Fleisch im Wert von fast 20 Millionen Euro von Island nach Japan exportiert wurde. Seit Jahren ist das Interesse an dem Fleisch in Japan rückläufig: Eine Übersicht des japanischen Fischereiministeriums zeigt, dass der Konsum im Jahr 2021 so gering war, dass er nicht einmal in der Statistik auftaucht. In der Vergangenheit wurde nicht verkauftes Finnwal-Fleisch in Japan sogar zu Hundefutter verarbeitet. WDC und die japanische Organisation "Live Investigation Agency" dokumentierten den Transport und machten die Öffentlichkeit auf den Skandal aufmerksam.

Seit vielen Jahren setzt sich WDC außerdem in verschiedenen politischen Foren, wie der Internationalen Walfangkommission (IWC), für den Fortbestand des internationalen Walfangverbotes ein. Mit lokalen Organisationen versuchen wir die Bevölkerungen der verbleibenden Walfangländer Island, Norwegen und Japan davon zu überzeugen, Druck auf die Regierungen auszuüben und ein Ende der Jagd auf Wale und Delfine zu fordern.

Erlegte Zwergwale auf japanischem Walfang-Schiff. © Mark Voltier
Erlegte Zwergwale auf japanischem Walfang-Schiff. © Mark Voltier

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Über Bianca König

Bianca König leitet bei WDC Deutschland das Team Kommunikation. Sie ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das Magazin WAL & MEER sowie den Jahresbericht und plant Kampagnen mit. Sie ist verantwortlich für die Kommunikationsplanung rund um Konferenzen und Konventionen für WDC international. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von C a r l o s B u e n e m a n n b am 31. Mai 2024 um 3:20 pm

    Ich vermi9sse wie man Kommentare an deie Veantwortlichen in Japan senden kann.
    Ich wüprde liebend gerne den Verantwortlichen meine Meinung swagen, ich würde den Verantwortlichen sagen das ich JAPAN hassewenn sie wirklich die Waljagd wieder aufnehmen.

    Ichn dachte immer JAPAN wäre ein hoch covolisiertes Land aber offenbar ist meine Meinung falsch wenn man wirklich die WAL-Jagd wie4der aufnehmen will.

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