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Beluga whale

Belugas aus der Ukraine in spanisches Delfinarium transportiert

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„Our Ocean“ – Konferenz in Athen: Regierungen halbieren Budget für Meeresschutz

Gestrandeter Wal, in Netze verwickelt
In einem Netz verfangener Zwergwal © Adobe Stock / dejavudesigns

Während die US-amerikanische Behörde NOAA die vierte globale Korallenbleiche ausruft, beschließen die Regierungsdelegierten bei der "Our Ocean"-Konferenz in Athen, nur noch halb so viel Geld für den Meeresschutz in die Hand zu nehmen. 

Mitte April kamen in Athen bei der internationalen Meeresschutz-Konferenz "Our Ocean" Vertreter:innen von Regierungen, Umweltorganisationen, Unternehmen und Wissenschaftler:innen aus 120 Ländern zusammen, um Gelder für den Schutz der Weltmeere zu mobilisieren.
Im Rahmen des diesjährigen Treffens wurden Investitionen von 9,4 Milliarden Euro für die Rettung der Weltmeere zugesichert. Mehr als ein Drittel davon will die Europäische Union bereitstellen. Ein Großteil der EU-Gelder soll in nachhaltige Fischerei und Aquakultur fließen. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung und Entwicklung der so genannten "blauen Wirtschaft" (= das Pendant zur "grünen Wirtschaft" an Land) geplant. Der Gastgeber Griechenland kündigte außerdem die Errichtung von zwei neuen Nationalparks sowie ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei in allen Meeresschutzgebieten bis 2030 an.

Investitionen für den Meeresschutz halbiert


Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakisdes appellierte an die teilnehmenden Regierungen, die Warnsignale des Ozeans ernst zu nehmen. Dennoch kam nur etwa die Hälfte der Summe an Geldern aus dem vergangenen Jahr zusammen. Und das, während Behörden weltweit immer neue Erkenntnisse zu den erschreckenden Auswirkungen des Klimawandels vermelden: Der Copernicus-Klimawandeldienst der EU verzeichnete für den vergangenen Februar einen Rekord beim Anstieg der Meerestemperaturen. Die US-Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA hatte vor Kurzem berichtet, dass Korallenriffe die vierte globale Massenbleiche seit Beginn der Aufzeichnung erleben – die zweite innerhalb von zehn Jahren. 

Buckelwal springt aus dem Wasser
Buckelwal springt aus dem Wasser © Christopher Swann

Wale und Delfine sind massiv von diesen Folgen betroffen, wie WDC im Bericht "Whales in Hot Water" darlegt. Forscher:innen wiesen erst kürzlich in einer neuen Untersuchung darauf hin, dass die Populationen der Buckelwale im Nordpazifik aufgrund von Nahrungsmangel und reduzierter Fortpflanzung immer kleiner werden. Grund dafür sind "Hitzewellen" und daraus folgende Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem.

Meeresschutz auch in Deutschland bald auf dem Abstellgleis?

Auch in Deutschland sind die Mittel für den Klimaschutz im Haushalt für 2024 deutlich gekürzt worden. Nächstes Jahr soll nur noch ein Drittel der geplanten Gelder für Maßnahmen zum Klimaschutz zur Verfügung stehen. Als Mitglied der Klima-Allianz setzen WDC sich dafür ein, dass diese Sparpolitik zu Lasten von Walen und Delfinen, der Meere und dem Klima beendet wird.

"Es ist längst bekannt, dass das Meer und seine Bewohner eine entscheidende Rolle im Klimasystem und für unser Leben auf der Erde spielen. Wir können die Klimakrise nur lösen, wenn wir Wale, Delfine und den Ozean schützen", sagt Tamara Narganes Homfeldt, Koordinatorin des Bereichs Meeresschutz bei WDC Deutschland. "Es ist mehr als enttäuschend, dass die Gelder für den Meeresschutz jetzt auch im Rahmen dieser Konferenz massiv gekürzt wurden. Es spornt uns aber dazu an, den Druck auf die Regierungen weiter hochzuhalten und mit Forschungsdaten zu belegen, dass wir die Meere nicht länger ignorieren können."

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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