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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

EU nimmt den Tod unzähliger Delfine und Schweinswale in Kauf

Dieser Gewöhnliche Delfin starb durch Beifang (C) WDC
Dieser Gewöhnliche Delfin starb durch Beifang (C) WDC

Mehrere Meeresschutz- und Umweltorganisationen, darunter WDC, haben ihre Besorgnis über die Zurückhaltung der Europäischen Kommission zum Ausdruck gebracht, dem Beifang von Meeressäugern in Europa ein Ende zu bereiten: In den Küstengebieten von Frankreich und Spanien werden in diesem Winter wieder Tausende toter Delfine erwartet, die im Golf von Biskaya als Beifang in Fischernetzen sterben. Seit letzter Woche und noch bis Ende März 2021 werden die unnötigen und qualvollen Beifang-Tode ihren Höhepunkt erreichen. In Deutschland sterben einstweilen weiter Schweinswale in Stellnetzen.

Mitte des Jahres hat die EU-Kommission Frankreich und Spanien abgemahnt und mit rechtlichen Schritten gedroht, sollten die EU-Mitgliedsstaaten nicht unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um den Tod von Delfinen in den Wintermonaten zu verhindern. Der EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius hatte zudem versprochen, dass er Schritte unternehmen werde, um bei Bedarf Notfallmaßnahmen einzuführen. Die Regierungen Frankreichs und Spaniens verstoßen jedoch weiterhin gegen ihre gesetzlichen Verpflichtungen, indem sie sich weigern, die Fischereien vorübergehend zu schließen, die für die Zunahme des unbeabsichtigten Fangs (bekannt als Beifang) des geschützten Gewöhnlichen Delfins verantwortlich sind.

Der 1. Dezember, der Start der „Beifang-Saison“, ist nun verstrichen – jedoch haben weder die EU-Kommission noch Frankreich und Spanien entscheidende Maßnahmen ergriffen, um das Massensterben von Gewöhnlichen Delfinen in diesem Winter abzuwenden.

Das Versäumnis der EU, eigene Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um der enormen Zahl der Todesopfer Einhalt zu gebieten, geschieht nun trotz des anhaltenden Drucks von WDC im Oktober. Zusätzliche unabhängige, wissenschaftliche Gutachten hatten die Notwendigkeit dieser Maßnahmen ebenfalls unterstrichen.

Da auch Frankreich und Spanien es versäumt haben, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, drängt WDC gemeinsam mit unseren Partner-Organisationen jetzt darauf, dass die EU-Kommission unverzüglich die versprochenen Notfallmaßnahmen einleitet. Die verantwortliche Fischerei im Golf von Biskaya muss jetzt schnellstmöglich geschlossen werden, um so viele Delfine wie möglich retten zu können.

„WDC ist der grundsätzlichen Meinung, dass Die EU auf dem richtigen Weg ist, die Beifang-Probleme in Europa zu adressieren“, sagt Fabian Ritter, Meeresschutzexperte bei WDC. „Wir wissen, dass die Mitgliedsstaaten hier das eigentliche Problem sind. Wir haben ja in der Ostsee ein ähnliches Problem. Dort ist es Deutschland, welches sich gegen eine effektive Regulierung der Fischerei sträubt, die von der EU gefordert wird. Insofern hoffen wir, dass sich die EU-Kommission jetzt zu schnellen und wirkungsvollen Maßnahmen durchringt und sie im Zweifelsfall auch gegen die Widerstände von Frankreich und Spanien (bzw. Deutschland, was die Ostsee angeht) durchsetzt.

Wenn Sie unseren Einsatz gegen Beifang in Europa unterstützen möchten, unterzeichnen Sie bitte unsere aktuelle Petition zum Schutz der Schweinswale in der Ostsee – und teilen Sie sie auf Ihren Social Media-Kanälen! Außerdem gibt es eine Reihe weiterer Möglichkeiten, wie Sie mitmachen und der Untätigkeit der Politik entgegenwirken können.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Fabian Ritter

Leiter Meeresschutz - Fabian Ritter ist Biologe und leitet bei WDC den Bereich Meeresschutz.

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