Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • ASCOBANS
  • Beifang
  • CBD
  • CITES
  • CMS
  • Delfinarien
  • Delfinarien Deutschland
  • Delfinjagd
  • High Seas Treaty
  • IWC
  • Jagd Färöer-Inseln
  • Jagd in Island
  • Jagd in Japan
  • Jagd in Norwegen
  • Jagd in Taiji
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Projekte
  • Schweinswalschutz
  • UNFCCC
  • Walbeobachtung
  • Wale & Klimaschutz
  • Walfang
Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott

Zoo Beauval verwirft Pläne für ein neues Delfinarium in Frankreich

Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott Der französische Zoo Beauval wird kein neues Delfinarium...
Delfin hebt mit der Schnauze großes Schneckenhaus aus dem Wasser

Delfine setzen auch an der Ostküste Australiens Muscheln zur Jagd ein

Das als "Shelling" bezeichnete Verhalten wurde zunächst nur bei Delfinen vor Westaustralien beobachtet. © A.Pierini/Shark...
Toter Finnwal im Wasser

Export von Walfleisch nach Japan wird eingestellt – Rückschlag für den isländischen Walfang

Islands einziges noch aktives Walfangunternehmen, Hvalur hf., wird zukünftig wohl kein Fleisch von Finnwalen mehr...
Wal auf Walfangschiff

„Beneath the surface“: Neuer WDC-Bericht enthüllt das Leid der Wale in Norwegen

Getöteter Wal auf norwegischem Walfangschiff © Morten Ekker Dank Ihrer Unterstützung konnten wir den norwegischen...

Orca Kshamenk in Argentinien gestorben

Mann in Neoprenanzug "surft" auf einem Orcarücken durch ein Becken im Delfinarium
Orca-Show im Mundo Marino, Argentinien © Miguel Iñiguez

Kshamenk war ungefähr 36 Jahre alt und starb nach Angaben des Mundo Marino Meeresparks, wo er seit 1992 gehalten wurde, an einem Herzstillstand. Er war der letzte Orca in Gefangenschaft in Argentinien.  

Die Haltung von Kshamenk sorgte weltweit für Empörung, da er in einem Becken leben musste, das kaum tiefer war als sein Körper lang. Seit dem Jahr 2000 war er dort außerdem ohne weitere Artgenossen. Aufnahmen zeigen, wie er oft endlose Kreise schwamm oder regungslos an der Wasseroberfläche trieb. Ein Großer Tümmler namens Floppy brachte etwas Abwechslung in seinen tristen Alltag.

Gerettet oder gefangen?

Laut Mundo Marino wurde Kshamenk im November 1992 nach einer Strandung in der Bucht von Samborombón gerettet und konnte nicht zurück ins Meer gebracht werden. In der Einrichtung befand sich zu dem Zeitpunkt bereits ein weiblicher Orca namens Belén, der auch in dieser Bucht „gerettet“ wurde. Orca Milagro, mit dem sich Belén vorher das Becken geteilt hatte und der Anfang 1991 im Alter von nur fünf Jahren verstarb, wurde ebenso dort aufgefunden. Ein weiterer männlicher Orca, der zusammen mit Kshamenk ins Delfinarium gebracht wurde, starb kurz darauf. In verschiedenen Berichten wird zudem von zwei weiteren Orcas gesprochen und es besteht der Verdacht, dass bei diesen Strandungen sogar nachgeholfen wurde

Die vom Delfinarium erhoffte Zucht scheiterte, denn Beléns erstes Baby wurde tot geboren und sie selbst starb im Jahr 2000 im Alter von nur 13 Jahren. Sie war im vierten Monat schwanger.

Trainer in Neoprenanzug gibt Orca, der seinen Kopf aus dem Betonbecken streckt, per Handzeichen Anweisungen
Kshamenk wurde seit 2000 ohne Artgenossen gehalten. © Miguel Iñiguez
Von SeaWorld zur Zucht genutzt

Im Jahr 2001 beantragten Mundo Marino und das Delfinarium Six Flags Discovery Kingdom in Kalifornien, USA, den Transport von Kshamenk in die USA zu Zuchtzwecken. Die argentinische Regierung, die offiziell Besitzer von Kshamenk war, lehnte den Antrag aber unter anderem aufgrund von den Risiken der langen Reise ab.

Kshamenk kam dennoch zu Zuchtzwecken in den USA zum Einsatz: Durch künstliche Befruchtung mit seinem Sperma wurden die Orcas Kasatka und Takara in SeaWorld in den USA schwanger und bekamen im Jahr 2013 Nachwuchs. Takaras Tochter Kamea starb im Alter von elf Jahren, Kasatkas Sohn Makani befindet sich im SeaWorld-Park in San Diego. Beide Orca-Babys hätte es in freier Wildbahn nie gegeben, da Kshamenk aus Argentinien und Kasatka aus Island stammten und es sich bei Kasatka und Takara um Mutter und Tochter handelte! SeaWorld beendete im Jahr 2016 sein Orca-Zuchtprogramm.

Viele Versuche von NGOs und Aktivist:innen vor Ort, Kshamenk zumindest ein besseres Leben zu ermöglichen, wurden von der argentinischen Regierung abgelehnt. WDC setzt sich dafür ein, dass sich Kshamenks Schicksal nicht wiederholen kann und diese Generation von Walen und Delfinen die letzte ist, die zu Unterhaltungszwecken in Gefangenschaft leiden muss. Die hochintelligenten und sozialen Orcas allein in einem Betonbecken zu halten, ist besonders grausam. Momentan teilen dieses Leid noch Orca Naja in Russland sowie Orca Lynn im Port Nagoya Delfinarium in Japan.

Wussten Sie ...?

... dass derzeit circa 3.700 Wale und Delfine ein Leben in Betonbecken verbringen müssen? Mehr zum Thema Delfinarien und wie Sie helfen können, erfahren Sie in unserem überarbeiteten Webbereich.

Folgen Sie WDC auf Social Media!

Folgen Sie WDC auf Social Media!

Mehr Nachrichten

Lesen Sie weitere News und Blogs aus der Welt der Wale und Delfine.

Hinterlassen Sie einen Kommentar