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WDC Nordamerika erweitert Einsatzgebiet für Strandungen

Mitarbeiterinnen des WDC-Strandungsteams reagieren auf einen gestrandeten Delfin. © WDC Nordamerika
Mitarbeiterinnen des WDC-Strandungsteams reagieren auf einen gestrandeten Delfin. © WDC Nordamerika

Bisher reagierte WDC Nordamerika auf Meeressäuger in Not entlang der rund 230 Kilometer langen Küste zwischen Weymouth und Plymouth, im US-Bundesstaat Massachusetts. Das sogenannte "Marine Animal Rescue and Response"-Team (MARR) gab nun bekannt sein Einsatzgebiet, um rund 145 Kilometer, bis nach Boston zu erweitern. Der neue Küstenabschnitt umfasst 34 Hafeninseln und Halbinseln, wodurch eine kritische Lücke in der Versorgung gestrandeter Wale, Delfine und Robben geschlossen wird.

Die Küstenlinie nach Boston hatte seit vielen Jahren kein eigenes Team für die Reaktion auf gestrandete Meeressäuger, wodurch viele Wale, Delfine und Robben in Not nicht die nötige Versorgung erhielten. Allein in diesem Jahr reagierte das MARR-Team des WDC-Büros in Nordamerika auf vier Atlantische Weißseitendelfine, die in diesem Gebiet gestrandet waren, und leistete Unterstützung und Hilfe für Meeressäuger, die sonst ein längeres Leiden erfahren hätten. Um die Lücke langfristig zu schließen, arbeitet das MARR-Team derzeit daran die bundesstaatliche Vereinbarung ab 2026 aktualisieren zu lassen, um dieses Gebiet einzuschließen und offiziell die Befugnis und Verantwortung zu haben, auf die dortigen Strandungen zu reagieren.

"Es verändert sich so viel – von den Bedingungen im Ozean bis hin zur Bedrohung durch die Abschaffung des bundesstaatlichen Schutzes für Meeressäuger. Ich bin stolz, Teil eines Teams zu sein, das so engagiert für unsere Mission einsteht und nicht nur weitermacht, sondern seine Einsatzbemühungen ausweitet."

Lauren Brandkamp, Stranding Coordinator bei WDC Nordamerika

Eine Landkarte zeigt die Gebietserweiterung des Einsatzgebietes des WDC-Strandungsteams bis nach Boston. © WDC Nordamerika
Das bisherige Einsatzgebiet (blau) und die erweiterte Küstenlinie bis nach Boston (pink). © WDC Nordamerika

Die Gebietserweiterung bringt jedoch aufgrund der zusätzlichen Strecke große logistische Herausforderungen mit sich – von der Koordination der Einsätze auf 34 Inseln und Halbinseln, bis hin zur Bewältigung der Komplexität von Einsätzen in einer geschäftigen Metropole. Zur Vorbereitung hat das Team das neue Gebiet erkundet, historisch stark frequentierte Strände besichtigt, sich mit staatlichen und kommunalen Behörden getroffen und die Rekrutierung und Schulung von Freiwilligen in Boston geplant. Der Erfolg der Einsätze hängt stark von der Zusammenarbeit und Unterstützung mehrerer Behörden ab – daher ist es wichtig, diese Beziehungen und Verbindungen aufzubauen, damit das Team vor Ort die bestmöglichen Voraussetzungen hat, um reagieren zu können.

"Während die Bundesmittel zur Unterstützung dieser Arbeit weiterhin eingefroren sind, haben wir uns gegenüber den Meeressäugern und unseren Gemeinden verpflichtet, zu reagieren – und das werden wir tun. Die Hilfe für gestrandete Meeressäuger ist nicht politisch, sie ist essenziell, und wir verlassen uns auf die Unterstützung derjenigen, die unsere Leidenschaft für einen gesunden Ozean teilen, um dies zu ermöglichen."

Regina Asmutis-Silvia, Geschäftsführerin von WDC Nordamerika

Aufgrund der derzeit unvorhersehbaren Entwicklungen der US-Gesetze, hatte sich WDC Nordamerika um andere Finanzierungshilfen beworben. Der Massachusetts Environmental Trust (MET) übermittelte Fördermittel in Höhe von 36.422 US-Dollar (rund 33.500 Euro).

"Wir sind dankbar, Teil der großartigen Naturschutzarbeit zu sein, die durch das Förderprogramm des Massachusetts Environmental Trust ermöglicht wird. Unser Team setzt sich für den Schutz von Meeressäugern ein, für die Aufklärung unserer Gemeinschaft über diese wichtigen Arten und für die Verbesserung des Zugangs zum Berufsfeld durch bezahlte Praktika. Vielen Dank an die Healey-Driscoll-Administration für die Vergabe von fast 500.000 US-Dollar an Fördermitteln zur Unterstützung von Naturschutzorganisationen und herzlichen Glückwunsch an die weiteren Empfänger."

Lauren Brandkamp, Stranding Coordinator bei WDC Nordamerika

Die Reaktion auf Strandungen ist nicht nur ein Tierschutzthema, sondern auch wichtig zur Eindämmung möglicher menschlicher Gesundheitsrisiken. Meeressäuger können zoonotische Krankheiten übertragen, die von infizierten Individuen auf Menschen und andere Tiere wie Hunde übertragbar sind. WDC Nordamerika und seine Partner arbeiten unermüdlich daran, die Sicherheit von Tieren und der Öffentlichkeit bei jedem Einsatz zu gewährleisten.

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