Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • ASCOBANS
  • Beifang
  • CBD
  • CITES
  • CMS
  • Delfinarien
  • Delfinarien Deutschland
  • Delfinjagd
  • High Seas Treaty
  • IWC
  • Jagd Färöer-Inseln
  • Jagd in Island
  • Jagd in Japan
  • Jagd in Norwegen
  • Jagd in Taiji
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Projekte
  • Schweinswalschutz
  • UNFCCC
  • Walbeobachtung
  • Wale & Klimaschutz
  • Walfang
Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott

Zoo Beauval verwirft Pläne für ein neues Delfinarium in Frankreich

Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott Der französische Zoo Beauval wird kein neues Delfinarium...
Delfin hebt mit der Schnauze großes Schneckenhaus aus dem Wasser

Delfine setzen auch an der Ostküste Australiens Muscheln zur Jagd ein

Das als "Shelling" bezeichnete Verhalten wurde zunächst nur bei Delfinen vor Westaustralien beobachtet. © A.Pierini/Shark...
Toter Finnwal im Wasser

Export von Walfleisch nach Japan wird eingestellt – Rückschlag für den isländischen Walfang

Islands einziges noch aktives Walfangunternehmen, Hvalur hf., wird zukünftig wohl kein Fleisch von Finnwalen mehr...
Wal auf Walfangschiff

„Beneath the surface“: Neuer WDC-Bericht enthüllt das Leid der Wale in Norwegen

Getöteter Wal auf norwegischem Walfangschiff © Morten Ekker Dank Ihrer Unterstützung konnten wir den norwegischen...

Wie Nahrungsknappheit sich auf Walgesang auswirken kann

Ein Blauwal taucht unter Wasser ab. © Andrew Sutton
Ein Blauwal taucht unter Wasser ab. © Andrew Sutton

Laut einer Langzeitstudie sind veränderte Nahrungsbedingungen – zum Beispiel aufgrund steigender Meerestemperaturen – dafür verantwortlich, dass Blauwale weniger singen.

Forschende des kalifornischen Monterey Bay Aquarium Research Institutes, die mit einem Unterwasser-Mikrofon („Hydrophon“) kilometerweit vor der Küste Kaliforniens Unterwassergeräusche untersuchen, haben Veränderungen in der Häufigkeit der Lautäußerungen von Blauwalen festgestellt.

Das in mehreren Tausend Metern Tiefe am Meeresboden installierte Hydrophon hat über sechs Jahre hinweg Daten gesammelt, um die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf Meereslebewesen zu dokumentieren.

Während der schweren Hitzewelle im Jahr 2015, die die Nahrungsquellen der Wale in der Region stark beeinträchtigte, begann das Forschungsteam, die Unterwassergeräusche aufzuzeichnen. Es zeigte sich, dass Blau- und Finnwale – die beiden größten Lebewesen der Erde –, die sich beide von winzigem Krill (garnelenförmiges tierisches Plankton) ernähren, weniger sangen, je stärker ihre Nahrungsvorräte schwanden. Umgekehrt sangen sie mehr, desto mehr sich Krill-Populationen erholten.

Krill
Krill ©Shutterstock/RLS Photo
Blauwal an der Wasseroberfläche
Mächtiger Blauwal © Christopher Swann

Krill ist eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Bartenwale. Im Südpolarmeer, wohin zahlreiche Populationen im Polarsommer zur Nahrungsaufnahme wandern, ist das Krill-Vorkommen seit den 1980er Jahren jedoch um 30 Prozent zurückgegangen. Für den Pazifik und den Atlantik wird bis zum Jahr 2100 ein Rückgang um 16 bis 19 Prozent prognostiziert – wie WDC schon 2023 im Bericht "Whales in Hot Water" darlegte.

"Es gibt zwei mögliche Erklärungen dafür, dass weniger Blauwal-Gesang in Zeiten knapper Nahrung aufgezeichnet wurde: Entweder vergrößerten die Wale ihren Radius bei der Nahrungssuche und verbrachten so weniger Zeit im Aufnahmeradius des Hydrophons.  Somit wurde weniger Gesang aufgezeichnet und es entsteht der Eindruck, dass sie weniger singen, obwohl sie nur gerade woanders singen. Es könnte aber genauso sein, dass die Wale aufgrund des Mehraufwands an Zeit und Energie zur Nahrungssuche weniger Zeit und Energie zum Singen haben."

Tamara Narganes Homfeldt, Meeresbiologin bei WDC

Buckelwale hingegen ernähren sich abwechslungsreicher – neben Krill fressen sie auch kleine Schwarmfische wie Sardellen und Sardinen – und konnten sich an die extreme Hitze anpassen, die sogar zur Vergiftung einer großen Anzahl einiger Meereslebewesen führte. Die Häufigkeit ihres Gesangs veränderten sich deshalb aufgrund der Krill-Knappheit kaum.

Die Studie ist ein gutes Beispiel dafür, wie anfällig oder resistent unterschiedliche Arten für Umweltveränderungen sein können. Deshalb ist es im Artenschutz so wichtig, auf jede einzelne Art und ihre Bedürfnisse – von Ernährung, über Kommunikation bis hin zur Nutzung ihres Lebensraums – einzugehen, um sie so bestmöglich zu schützen.

Wussten Sie, ...?

... dass ein einziger Blauwal bis zu 40 Millionen Krill pro Tag verzehren kann?

Folgen Sie WDC auf Social Media!

Folgen Sie WDC auf Social Media!

Mehr Nachrichten

Lesen Sie weitere News und Blogs aus der Welt der Wale und Delfine.

Hinterlassen Sie einen Kommentar