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Marineland Antibes – Das Schicksal der Orcas Wikie &  Keijo: Unterstützen Sie unseren Aufruf an die Regierung

Orcas im Marineland Antibes, Frankreich © WDC
Orca im Marineland Antibes, Frankreich © WDC

03.09.2025 | Update: Immer noch keine Lösung für Orcas und Delfine im Marineland Antibes. Neue Video-Aufnahmen von der "sexuellen Stimulation" des Orcas Keijo durch Pflegepersonal befeuern die Debatten. Mehr dazu

Noch immer befinden sich zwei Orcas und zwölf Großer Tümmler im geschlossenen Meerespark Marineland Antibes, nachdem ein Umzug in spanische Delfinarien gestoppt wurde. Unterstützen Sie unseren Aufruf an die französische Regierung, jetzt zu handeln und bessere Unterbringungen für die Meeressäuger zu finden.

Im März hatte die französische Regierung entschieden, dass die verbleibenden Orcas Wikie und Keijo sowie zwölf Große Tümmler Mitte April „übergangsweise“ in Einrichtungen nach Spanien gebracht werden sollten, nachdem Marineland Antibes geschlossen wurde. Doch der Umzug wurde von der spanischen Regierung abgelehnt. Unter anderem hieß es in der Begründung, dass der Loro Parque nicht die Mindestkriterien für das Wohlergehen der Orcas – insbesondere in Bezug auf Größe und Tiefe – erfüllen würde. WDC begrüßt diese Entscheidung der spanischen Regierung im Sinne des Tierwohls, insbesondere da der Loro Parque noch immer an seinem Zuchtprogramm festhält.

„Die einzige Möglichkeit, die Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen endgültig zu beenden besteht aus Sicht von WDC darin, die Zucht einzustellen, Wildfänge zu verbieten und die derzeitige Generation gefangen gehaltener Wale und Delfine auslaufen zu lassen. Selbstverständlich müssen die verbleibenden Individuen bis zu ihrem natürlichen Lebensende bestmöglich versorgt werden. Sofern es möglich ist, sollte für die Individuen ein Umzug in Meeresrefugien in Betracht gezogen werden. Die Realität ist jedoch, dass es zu wenige solcher Refugien gibt und diese auch in Bezug auf die Umweltbedingungen oft nicht passen. Da viele Wale und Delfine künstlich in Gefangenschaft gezüchtet wurden, haben sie kein natürliches Habitat in freier Wildbahn oder Familien, denen sie sich anschließen könnten, was eine Auswilderung in den meisten Fällen unmöglich macht. Umso wichtiger ist die Aufklärung der Bevölkerung und Tourismus-Branche, um die Nachfrage nach Wal- und Delfinshows zu stoppen und das Geschäft der Delfinarien-Industrie langfristig zu beenden.“

Franziska Walter, Geschäftsführerin von WDC Deutschland

Die Meeressäuger befinden sich derzeit noch immer in den Becken des geschlossenen Marineland Antibes.

Videos in den sozialen Medien zeigen die Orcas in scheinbar verunreinigtem Wasser. Der geschlossene Park Marineland hatte vorgesehen, sein Pflegepersonal für die Orcas und Delfine nur noch bis zum Transport Mitte April zu beschäftigen. Die Betreiber sind jedoch weiterhin rechtlich dazu verpflichtet, für das Wohlergehen der Orcas und Großen Tümmler zu sorgen. Auch wenn die Besorgnis aus der Bevölkerung willkommen ist und einmal mehr zeigt, dass sich viele Menschen ein Ende für die Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen wünschen – ist es wichtig Falschmeldungen keinen Raum zu geben. WDC betont deshalb:

  • Die Orcas werden nicht sich selbst überlassen, sie werden weiterhin gefüttert und auch medizinisch betreut.
  • Das Wasser ist nicht mehr so klar, da es keine Shows mehr gibt und das Wasser nicht total sauber für die Zuschauer:innen wirken muss, denn die Orcas und Delfine brauchen kein glasklares Wasser. Vielmehr kommt der geringere Chlorgehalt der Gesundheit der Orcas zugute, denn zu viel Chlor schadet der Haut und den Augen der Meeressäuger. Die Reinigungsanlage ist jedoch nicht komplett ausgeschaltet.
  • Dass der Umzug in ungeeignete Delfinarien, wie den Loro Parque, gestoppt wurde, ist im Sinne des Tierwohls. Der Transport wäre für die Meeressäuger mit viel Stress verbunden, ebenso die Eingliederung in bestehende Gruppen anderer Parks. Nicht selten kommt es dabei zu Aggressionen unter den Individuen. Bis eine Einrichtung mit besseren Beckenbedingungen oder ein geeignetes Meeresrefugium gefunden wird, ist der Verbleib der Meeressäuger im geschlossenen Marineland Antibes derzeit die beste Zwischenlösung, fernab des Show-Geschäfts.

Dennoch muss die französische Regierung jetzt schnellstmöglich handeln und eine langfristige Unterbringung und Versorgung der beiden Orcas und der zwölf Großen Tümmler finden.

Schließen Sie sich unserem Aufruf an die französische Regierung an.

Bitte unterstützen Sie uns dabei, den Druck aufrecht zu erhalten und senden Sie einen Brief an die zuständige Stelle im französischen Ministerium für ökologischen Wandel, biologische Vielfalt, Forstwirtschaft, Meer und Fischerei.

1) Rufen Sie dazu bitte das Kontaktformular des Ministeriums auf. Nutzen Sie zum besseren Verständnis gerne die Übersetzungsfunktion.

 

Ein Screenshot als Anleitung zum Ausfüllen des Kontaktformulars.

 

2) Geben Sie im Feld am unteren Ende der Seite Ihre E-Mail Adresse für die Verifizierung an. Anschließend müssen Sie diese in Ihrem E-Mail-Postfach bestätigen, indem Sie den Link in der E-Mail anklicken und zum eigentlichen Kontaktformular weitergeleitet werden.

 

3) Füllen Sie nun (gerne mit Hilfe der Übersetzungsfunktion) alle Felder des Formulars aus. Bei „Wählen Sie ein Thema“ können Sie „Meer“ > „sonstige Meeresangelegenheiten“ auswählen. Kopieren Sie in das Nachrichtenfeld unseren Brief ein.

 

Ein Screenshot als Anleitung zum Ausfüllen des Kontaktformulars.

 

Unser Brief an die französische Regierung (bitte kopieren und in das Nachrichtenfeld einfügen):  

 

À l’attention du Ministère de la Transition écologique et de la Cohésion des territoires

Objet: Appel à la protection des orques Wikie et Keijo au sein de l’ancien Marineland d’Antibes

Madame la Ministre,

Je vous écris avec une profonde inquiétude concernant la situation des deux orques Wikie et Keijo ainsi que douze grands dauphins, toujours détenues dans les installations de l’ancien parc Marineland à Antibes, malgré sa fermeture.

La France a pris une décision courageuse en interdisant la détention de cétacés à des fins de divertissement. Il est désormais essentiel que cette avancée législative se traduise par des actions concrètes en faveur du bien-être des cètacès concernés.

Je vous prie instamment de:

  1. Mettre en œuvre des mesures immédiates pour garantir des conditions de vie dignes aux orques et grands dauphins, notamment en assurant un suivi vétérinaire régulier, une qualité d’eau adéquate et la présence de personnel qualifié.
  2. Empêcher tout transfert vers des structures ne répondant pas aux normes les plus strictes en matière de bien-être animal.
  3. Soutenir activement une solution à long terme, telle que la création ou le financement d’un sanctuaire marin, permettant aux orques et grands dauphins de vivre dans un environnement plus naturel, à l’abri de toute exploitation commerciale.

Ces individus ont passé toute leur vie en captivité. Ils méritent de finir leurs jours dans la dignité, dans un cadre respectueux de leurs besoins biologiques et comportementaux. La France a aujourd’hui l’opportunité de devenir un modèle international en matière de protection des cétacés.

Je vous remercie de l’attention que vous porterez à ce message et espère vivement que vous agirez rapidement et avec détermination.

Veuillez agréer, Madame, l’expression de mes salutations distinguées.

***

Bitte beachten Sie: Nach Absenden der Nachricht erhalten Sie (auf französisch) eine automatisierte Empfangsbestätigung an Ihre E-Mail-Adresse.

Hier können Sie für Ihr eigenes Verständnis eine Übersetzung nachlesen:

An: Ministère de la Transition écologique et de la Cohésion des territoires

Betreff: Appell zum Schutz der Orcas Wikie und Keijo im ehemaligen Marineland Antibes

Sehr geehrte Frau Ministerin,

mit großer Besorgnis verfolge ich die aktuelle Situation der beiden Orcas Wikie und Keijo sowie zwölf Großer Tümmler, die sich nach der Schließung des Delfinariums Marineland Antibes weiterhin in den dortigen Anlagen befinden.

Frankreich hat mit dem Gesetz zur Beendigung der Haltung von Walen und Delfinen in Gefangenschaft ein starkes Zeichen für den Tierschutz gesetzt. Umso wichtiger ist es nun, dass diesem gesetzlichen Fortschritt auch konkrete Maßnahmen folgen, die das Wohlergehen der betroffenen Meeressäuger sicherstellen.

Ich appelliere daher eindringlich an Sie:

  1. Sorgen Sie kurzfristig für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen vor Ort, insbesondere durch die Sicherstellung medizinischer Versorgung, sauberen Wassers und qualifizierter Betreuung.
  2. Verhindern Sie jegliche Verbringung der Tiere in Einrichtungen, die nicht den höchsten Standards tiergerechter Haltung entsprechen.
  3. Setzen Sie sich aktiv für eine langfristige Lösung ein, etwa durch die Unterstützung eines marinen Schutzgebiets, in dem die Orcas in einer naturnahen Umgebung leben können – fernab von kommerzieller Ausbeutung.

Diese Individuen haben ihr gesamtes Leben in Gefangenschaft verbracht. Sie verdienen es, ihren Lebensabend in Würde und unter artgerechten Bedingungen zu verbringen. Frankreich hat jetzt die Chance, international ein Vorbild für verantwortungsvollen Umgang mit Meeressäugern zu sein.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe auf Ihr entschlossenes Handeln im Sinne des Tierschutzes.

Mit freundlichen Grüßen

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12 Kommentare

  1. Veröffentlicht von Carina Hoffmann am 18. Juli 2025 um 2:46 p.m.

    Please release the whales and stop the horrible Life Situation in this small Pool just right now!

    Wishes,
    Carina

  2. Veröffentlicht von Lisa Hilz am 18. Juli 2025 um 3:02 p.m.

    Free them. Now!

    • Veröffentlicht von Kerstin Schmidthuber am 5. September 2025 um 9:28 p.m.

      Stop with animal abuse! Free them now!

    • Veröffentlicht von Julia Kohtes am 24. November 2025 um 7:18 a.m.

      Please release the whales!!!!

  3. Veröffentlicht von Sabine Rach am 18. Juli 2025 um 3:35 p.m.

    Hallo,endlich mal ein Fortschritt. Ich suche schon seit Wochen danach, wie ich mich engagieren kann für die Wale im Marieneland.
    Ich habe gerade die email abgeschickt. Ich hoffe so sehr, das es hilft.

  4. Veröffentlicht von Meike am 28. Juli 2025 um 3:15 p.m.

    Gebt den Walen eine Option einigermaßen gesund alt werden zu können. Wer sich über die Geldeingänge, die Prestige und die positiven Einflüsse auf die Wirtschaft gefreut hat, darf den Gedanken auch zu Ende denken. Dazu gehört es sich, wie man dir Tiere und annähernd artgerecht ihren Lebensabend erleben lassen kann. Kein Politiker oder Betreiber möchte sein ganzes restliches Leben, nach seiner getanen Arbeit, ausschließlich in einem Raum verbringen.

    • Veröffentlicht von Norma am 23. August 2025 um 10:22 p.m.

      Ich habe die Mail abgeschickt. Danke für euer Engagement ❤️

  5. Veröffentlicht von Moritz GARTEN am 29. Juli 2025 um 8:25 p.m.

    Ich habe die Nachricht ebenfalls abgesendet. Die schleppende Entwicklung seitens der französischen Regierung enttäuscht mich zutiefst – ebenso die Vorstellung, dass eine Lösung erst bis Ende 2026 gefunden werden muss. Sollen die Tiere tatsächlich noch so lange in diesen untragbaren Zuständen ausharren? Für den Profit waren sie willkommen – und nun überlässt man sie ihrem stillen, qualvollen Verenden.

  6. Veröffentlicht von JBrigitte am 1. August 2025 um 1:28 p.m.

    À l’attention du Ministère de la Transition écologique et de la Cohésion des territoires

    Objet: Appel à la protection des orques Wikie et Keijo au sein de l’ancien Marineland d’Antibes

    Madame la Ministre,

    Je vous écris avec une profonde inquiétude concernant la situation des deux orques Wikie et Keijo ainsi que douze grands dauphins, toujours détenues dans les installations de l’ancien parc Marineland à Antibes, malgré sa fermeture.

    La France a pris une décision courageuse en interdisant la détention de cétacés à des fins de divertissement. Il est désormais essentiel que cette avancée législative se traduise par des actions concrètes en faveur du bien-être des cètacès concernés.

    Je vous prie instamment de:

    Mettre en œuvre des mesures immédiates pour garantir des conditions de vie dignes aux orques et grands dauphins, notamment en assurant un suivi vétérinaire régulier, une qualité d’eau adéquate et la présence de personnel qualifié.
    Empêcher tout transfert vers des structures ne répondant pas aux normes les plus strictes en matière de bien-être animal.
    Soutenir activement une solution à long terme, telle que la création ou le financement d’un sanctuaire marin, permettant aux orques et grands dauphins de vivre dans un environnement plus naturel, à l’abri de toute exploitation commerciale.

    Ces individus ont passé toute leur vie en captivité. Ils méritent de finir leurs jours dans la dignité, dans un cadre respectueux de leurs besoins biologiques et comportementaux. La France a aujourd’hui l’opportunité de devenir un modèle international en matière de protection des cétacés.

    Je vous remercie de l’attention que vous porterez à ce message et espère vivement que vous agirez rapidement et avec détermination.

    Veuillez agréer, Madame, l’expression de mes salutations distinguées.

  7. Veröffentlicht von Nadine de Freitas am 20. August 2025 um 11:53 p.m.

    Ich bin von klein an großer Orca Fan und sehe die Tiere so gern in ihren natürlichen Lebensraum. Dafür bin ich die letzten Jahre immer nach BC Canada gereißt , wo man den Tieren auch in freier Wildbahn den Respekt erweißt , Abstand hält und die Tiere nicht bedrängt. Mir blutet das Herz, mit anzusehen wie die wunderschönen, armen Tiere in den verdreckten und viel zu kleinen Betonbecken ihrem Schicksal überlassen werden. Solange sie Geld eingebracht haben, waren sie gut genug…!!! Und jetzt nehmen sich fie Behörden Zeit , Zeit die die Orcas und Delfine nicht haben. Ihr habt sie zur Schau gestellt und Geld verdient…dann Bitte Frankreich: wacht auf und handelt schnell !!! Und Bitte schickt sie nicht in andere Aquarien !!! Tut Bitte, dass einzig Richtige und lasst den Tieren ein bisschen das Gefühl von Freiheit. Lasst die Tiere ein schönes, verdientes restliches Leben im natürlichen Lebensraum ohne Beton nach Nova Scotia im Sanctuary !!! Bitte lasst die Tiere nich qualvoll verenden…. STOPPT Aquarien , schaut sie euch lieber in Freiheit an!!! Bitte Frankreich, lass nicht zu das noch weitere Tiere verenden !!!

  8. Veröffentlicht von ROSEMARIE LOHSE am 27. Oktober 2025 um 3:12 p.m.

    Ich würde es so machen wie Free Willy. Aber das ist verboten. Wie heist es wo Free Willy den Sprung macht „¡Salana! Eiyung Ayesis!“. Ich hoffe sehr das man Den Whale and Dolphin helfen kann.

  9. Veröffentlicht von Jurdagül Vonier am 10. Dezember 2025 um 10:51 a.m.

    Ich bitte um die Freiheit der Delfine und Orcas in Antibes

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