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Orca Skyla im Loro Parque gestorben

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(C) UC Ludewig

Am Wochenende wurde der plötzliche Tod von Orca Skyla im Loro Parque auf der Kanareninsel Teneriffa bekannt gegeben. Das Orca-Weibchen wurde nur 17 Jahre alt.

Skyla kam 2004 im SeaWorld-Park in Orlando, Florida (USA) zur Welt. Ihr Vater war Tilikum, dessen trauriges Schicksal im Film BLACKFISH beleuchtet wurde. Im Alter von nur zwei Jahren wurde Skyla von ihrer Mutter Kalina getrennt und zusammen mit drei anderen, noch sehr jungen Orcas (Keto, Tekoa und Kohana) in den Loro Parque gebracht. Seither wurden die Orcas zur Unterhaltung eines zahlenden Publikums in Shows eingesetzt. In freier Wildbahn würde ein 17-jähriges Orca-Weibchen wahrscheinlich bald zum ersten Mal Nachwuchs bekommen und auf weitere Jahrzehnte im Kreise ihrer Familie blicken.

"Nach dem tragischen Tod von Trainer Alexis Martinez im Jahr 2009, dem Tod des Orca-Babys Vicky 2013 und nun dem plötzlichen Tod von Skyla ist es höchste Zeit, dass Loro Parque die Fortsetzung seines Orca-Zuchtprogrammes überdenkt", sagt Ulla Christina Ludewig, die sich bei WDC für das Ende der Gefangenschaftshaltung von Orcas einsetzt. SeaWorld hatte 2016 die Beendigung des Orca-Zuchtprogramms in seinen Parks bekanntgegeben. Keto, Tekoa, Skyla und Kohana wurden aber nicht in diese Entscheidung einbezogen, sondern endgültig an den Loro Parque abgegeben.

WDC setzt sich dafür ein, dass Wale und Delfine in Freiheit und Sicherheit leben können. Meeresrefugien sind eine Alternative für Individuen, die sich derzeit in Gefangenschaft befinden. Dort können sie in einer natürlicheren Umgebung leben oder auf eine Auswilderung vorbereitet werden. Zusammen mit dem SeaLife-Trust hat WDC in Island das weltweit erste Refugium für Belugas aufgebaut und arbeitet mit Partnern an der Errichtung weiterer Refugien mit.

 

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Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

8 Kommentare

  1. Veröffentlich von Marion Gerstmann am 8. Mai 2021 um 3:23 pm

    Ich habe kein Verständnis dafür, daß diese Vergnügungsparks SO MÄCHTIG SIND!
    WER IST DAFÜR VERANTWORTLICH? Das geht seit Jahrzehnten so! Wie lange noch!? HOLT ENDLICH DIE LETZTEN, ARMEN OPFER DA RAUS!!!!!
    ODER SCHÄMT EUCH MIT.

    • Veröffentlich von Bianca König am 1. Juni 2021 um 4:55 pm

      Liebe Frau Gerstmann,

      die Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen zu beenden ist leider ein sehr langwieriger Prozess. Es hat sich in den letzten Jahren schon viel getan: SeaWorld hat sein Orca-Zuchtprogramm beendet, in Südkorea dürfen keine weiteren Delfinarien mehr geöffnet werden, Frankreich verbietet Zucht und Import von Walen und Delfinen. Die „Macht“ liegt nicht bei den Vergnügungsparks, sondern beim Publikum. Solange es Nachfrage gibt und keine gesetzliche Regelung, die die Haltung von Walen und Delfinen im jeweiligen Land verbietet, werden die Delfinarien ihr Geschäft weiter betreiben. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind auch Meeresrefugien, in denen die jetzt in Betonbecken gehaltenen Wale und Delfine ihr Leben in einer natürlicheren Umgebung und ohne Shows weiterführen können.

      Wir können Ihren Frust sehr gut verstehen und ermutigen Sie dazu, darüber mit Freund*innen, Bekannten und Ihrer Familie zu sprechen. Je mehr Menschen von dem Leid erfahren, das die Wale und Delfine in den Einrichtungen ertragen müssen, desto mehr Menschen entscheiden sich hoffentlich bewusst gegen den Besuch in Delfinarien und Freizeitparks mit Wal- und Delfinshows.

      Herzliche Grüße
      Bianca König
      Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit

  2. Veröffentlich von Kübra Shafaq-Zadah am 30. Mai 2021 um 5:05 am

    Das muss wirklich aufhören. Das ist alles so grausam und unnatürlich. Die Orcas leiden so sehr. Jeder sollte die Dokumentation „Blackfish“ sehen und sich das Buch „Beneath the Surface“ von John Hargrove (einem ehemaligen SeaWorld Orca-Trainer) zu Gemüte führen. Die Orcas werden als Geburtsmaschinen missbraucht (auch wenn es noch viel zu früh ist für ein Orca Weibchen Nachwuchs zu bekommen) nur um weiterhin Geld mit ihnen zu machen. Und dann trennt man den Nachwuchs von der Mutter und verkauft es weiter. Abartig! Das ist Ausbeutung! Es geht null um Artenschutz oder sowas, nur um Profit! Was SeaWorld und die Loro Parques dieser Welt machen ist inakzeptabel und in meinem Augen pervers. Wie man an den umgekommenen Orca-Trainern Dawn und Alexis gesehen hat, scheint man auch nicht viel auf die Sicherheit der Trainer wert gelegt zu haben. Die Trainer können wenigstens noch kündigen und gehen wenn die keine Lust mehr haben die armen Orcas leider nicht. Ihnen wird die Freiheit für immer genommen. Wie kommen Menschen überhaupt auf die Idee, dass sie das Recht dazu hätten über die Freiheit anderer Lebewesen zu entscheiden?! Und dann noch bei einem Säugetier was 100km und mehr an einem Tag zurücklegen kann, hochintelligent und extrem sozial ist und ein Leben lang mit seinem Pod zusammenlebt, eigene Dialekte hat und und und….wie kann man ernsthaft glauben man tut den Orcas einen Gefallen, indem man sie den ganzen Tag in nem winzigen Pool leben lässt, sie künstlich befruchtet, ihnen dann die Babys wegnimmt und ihnen irgendwelche Tricks beibringt die unnatürlich sind und ihnen angewöhnt bloß zu gehorchen weil sonst gibts kein Essen. Das sind Top Jäger, die zu traurigen, frustrierten, aggressiven und gelangweilten Tieren werden. Das ist eine Schande! Diese Meeresrefugien halte ich für eine sehr gute Option. In einem Pool erleben und entdeckten die Orcas doch gar nichts. Allein das Wasser im Meer hat doch eine ganz andere Qualität und von Meerespflanzen und anderen Meerestieren auch keine Spur in so nem künstlichen Pool. Das ist doch kein Leben für egal welches Meerestier. Jeden Tag dieselbe öde Routine nur um Essen zu bekommen. Die verlieren komplett ihre Jagdfähigkeiten. Was ist mit Respekt und Würde dem Tier gegenüber? Wie kann man so herzlos sein ? Die Orcas und Belugas und Delfine die noch in Gefangenschaft leben müssen, verdienen es wenigstens den Rest ihres Lebens noch was von ihrem natürlichen Lebensraum zu haben und zwar dem Meer, da wo sie hingehören und wo sie jedes Recht der Welt haben zu sein. Und sie es nur in diesen Meeresrefugien. Ich glaube alles ist besser als dieser tote leblose Pool indem man nichts entdecken und erleben kann, in dem man nicht tief genug tauchen kann. Gibt ihnen wenigstens eine Chance auf ein bisschen Freiheit! Das ist man ihnen mehr als schuldig!

    • Veröffentlich von Bianca König am 1. Juni 2021 um 4:58 pm

      Liebe Frau Shafaq-Zadah,

      vielen Dank, dass Sie Ihre Gedanken hierzu mit uns und unseren Unterstützer*innen teilen. Je mehr wir uns in die Lage der Wale und Delfine hineinversetzen, desto eher können wir im Ansatz verstehen, welches Leid sie tagtäglich verspüren müssen.

      Herzliche Grüße
      Bianca König
      Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit

  3. Veröffentlich von Michaela 28 Arns-Harth am 14. August 2021 um 11:48 pm

    Warum werden diese wundervollen Geschöpfe so missbraucht . Ich werde in Zukunft keinen Cent mehr an die Foundation mehr spenden .Auch werden wir alle den Park nicht mehr besuchen. Kiessling sollte sich in Grund und Boden schämen. Geldgieriger Tierquäler. Möge er daran ersticken

    • Veröffentlich von Bianca König am 7. September 2021 um 5:35 pm

      Liebe Michaela,

      am meisten Druck können wir tatsächlich erzeugen, wenn wir uns dagegen entscheiden, Freizeiteinrichtungen mit Walen und Delfinen (und im übrigen auch anderen Tieren) nicht mehr zu besuchen. Solange die Nachfrage an den Shows, Zoos und Aquarien besteht, werden die Betreiber*innen auch weiterhin versuchen, sie weiterzuführen. Doch wenn die Nachfrage sinkt und sich auch die gesetzlichen Vorschriften ändern, lohnen sich die hohen Betriebs- und Wartungskosten nicht mehr. Dann gilt es, für die verbleibenden Wale und Delfine Refugien zu finden, in denen sie ein natürlicheres Leben, fern von der Unterhaltungsindustrie führen können. In seltenen Fällen ist sogar eine Auswilderung und Wiedereingliederung in wildlebende Populationen möglich. Dafür kämpfen wir bei WDC und setzen uns einerseits dafür ein, dass die aktuelle Generation gefangen gehaltener Wale und Delfine die letzte ist, die dieses trostlose und leidvolle Leben in Gefangenschaft verbringen muss. Andererseits arbeiten wir schon jetzt an der Errichtung von Refugien mit, damit wir für die Individuen, die aus der Gefangenschaft befreit werden können, ein alternatives Leben möglich wird.

      Herzliche Grüße
      Bianca König
      Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit

  4. Veröffentlich von Brigitte Ludwig am 3. September 2021 um 9:37 am

    Vielleicht sollten die euphorisch schreibenden Damen auch einmal darüber nachdenken, dass in Gefangenschaft geborenen und lebenden Tiere in der Wildnis, also im Meer gar nicht mehr zurechtkommen. Natürlich ist es nicht in Ordnung neue Tiere zu fangen bzw. zu züchten.

    • Veröffentlich von Bianca König am 7. September 2021 um 5:50 pm

      Liebe Frau Ludwig,

      vielen Dank für Ihren Beitrag zur Diskussion. Tatsächlich ist es für Individuen, die in Gefangenschaft gezüchtet und geboren wurden schwierig, in freier Wildbahn zu überleben. Normalerweise lernen Wale und Delfine nach ihrer Geburt alle wichtigen Überlebensinstinkte und -fähigkeiten von ihren Müttern, Großmüttern und Geschwistern. In Züchtungsprogrammen von Delfinarien werden Neugeborene aber oftmals bereits nach kürzester Zeit von ihren Müttern getrennt und an andere Einrichtungen verkauft. Gefangen in Betonbecken, gibt es nichts, was den normalen Lebensumständen von Walen und Delfinen in freier Natur gleicht. Alles was sie lernen „müssen“ ist Tricks auszuüben, gehorsam zu sein und sich dadurch gefrorenen, toten Fisch zu verdienen. Da ihnen alle natürlichen Faktoren zum Heranwachsen fehlen, überleben viele junge Wale und Delfine aus Züchtungsprogrammen nur wenige Jahre in Gefangenschaft. Einige sterben sogar bei oder kurz nach der Geburt. Wichtig ist deshalb, dass wir weiteren Individuen dieses Leid ersparen und zuallererst die Züchtungsprogramme eingestellt werden. Ist das erreicht, muss man sich anschauen, wie man die Leben der verbleibenden Individuen verbessern kann. Eine große Chance bieten dabei Refugien. Zwar sind die Wale und Delfine dort immer noch nicht komplett frei – aber ein Refugium kann ihnen einen sicheren Rahmen für ein natürlicheres Leben bieten. In seltenen Fällen ist es darüber hinaus dennoch möglich, nach gewisser Umgewöhnungszeit im Refugium, Auswilderungsversuche zu unternehmen.

      Auf unserer Website finden Sie hierzu viele Informationen. Darüber hinaus können Sie sich gerne unter kontakt@whales.org melden, wenn Sie spezifische Fragen haben. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

      Herzliche Grüße
      Bianca König
      Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit

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