WDC gibt Walen und Delfinen auf ECS-Konferenz eine Stimme
WDC brachte sich im April mit Workshops, Vorträgen und Postern bei der wichtigsten wissenschaftlichen Konferenz für Wale und Delfine in Europa ein: Rund 800 Wissenschaftler:innen kamen in Schottland zusammen, um sich über Meeressäuger auszutauschen und ihren Schutz gemeinsam voranzutreiben.
Jedes Jahr findet die wissenschaftliche Konferenz der European Cetacean Society (ECS) statt, in der Wissenschaftler:innen aus ganz Europa zusammenkommen um die neuesten Erkenntnisse und Studien zu Meeressäugern, mit dem starken Fokus auf Wale und Delfine vorzustellen. Dieses Jahr fand die Konferenz in Dundee, Schottland, statt. Da es vor allem für unsere britischen Kolleg:innen eine kurze Anreise war, konnten wir WDC zu fünft vor Ort stark vertreten.
WDC bringt sich mit Fachwissen bei Workshops ein
Im Vorfeld der Konferenz wurden Workshops mit verschiedenen Themenschwerpunkten zum besseren Schutz von Walen und Delfinen organisiert, um genügend Raum für Diskussion zu geben. WDC brachte sich in den Workshops zu Walbeobachtung, Beifang, Unterwasserlärm, Tierwohl sowie an einem Workshop zu kumulativen ("sich summierenden") Gefahren und deren Auswirkungen auf ganze Meeressäuger-Populationen ein.
Rekord-Teilnahme bei der ECS
Im Anschluss fand die Konferenz statt – und stellte mit 797 Teilnehmer:innen einen Teilnahme-Rekord auf. Es gab 90 Vorträge zu den verschiedensten Themen von Verhalten, über Genetik und Evolution hin zu Ökologie und Schutz von Meeressäugern. Unsere Kollegin Alice Walters vom WDC Shorewatch-Programm hielt einen Vortrag zum Thema "Citizen Science" ("Wissenschaft mit Bürger:innenbeteiligung") und unterstrich darin, wie wichtig und bedeutsam langfristige Programme wie Shorewatch für die Wissenschaft sind.
Große Themenvielfalt
Es wurden 351 wissenschaftliche Poster vorgestellt, darunter drei von WDC zum Thema Meeresschutzgebieten, Unterwasserlärmreduzierung und welche wichtige Rolle Ehrenamtliche dabei spielen können, die Einhaltung der Vorgaben für verantwortungsvolle Walbeobachtung besser zu überwachen. Außerdem hat Stichting Rugvin die von uns unterstützte Forschung zur Rolle von Schweinswalkot im Ökosystem vorgestellt.
WDC-Projekt zu alternativen Fischereimethoden im Spotlight
Während einer Abendveranstaltung in der Kurzfilme verschiedener Forschungsprojekte gezeigt wurden, bekam auch das von uns unterstützte Projekt zu alternativen Fischereigeräte für die schottische Reusenfischerei eine Bühne: Die sinkenden (anstatt der üblichen im Wasser schwebenden) Fischereileinen zwischen den Fangkörben verhindern erfolgreich das Verfangen von Walen und anderen Meerestieren in den Leinen und werden wie im gezeigten Film "The Creel Deal" sehr positiv von den lokalen Fischer:innen angenommen. Das ist ein sehr motivierendes Projekt, denn es zeigt, wie Gespräche und Kooperation von Fischerei und Wissenschaft zu realem Wal-Schutz beitragen kann.
Auch wenn man es nicht schafft, mit allen ins Gespräch zu kommen, mit denen man sich gern austauschen würde, ist es immer wieder großartig, so viele Forschungs- und Projekt-Partner:innen persönlich wiederzusehen und gleichzeitig viele neue spannende Kontakte zu knüpfen, um den Schutz von Walen und Delfinen weiter voranzubringen. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste ECS, an der ich teilnehmen darf.
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