Orca „Earth“ in Delfinarium in Japan gestorben
Laut Angaben des Port Nagoya Aquariums hörte der Orca "Earth" am Nachmittag des 31. Juli auf, Nahrung zu sich zu nehmen. Trotz Behandlung verschlechterte sich sein Zustand, er bekam Atemnot und verstarb am Morgen des 3. August.
Earth war 16 Jahre alt und einer von zwei Schwertwalen, die im Port Nagoya Aquarium in Japan gehalten wurden. Er wurde 2008 in einem anderen japanischen Delfinarium (Kamogawa Seaworld) geboren, wo seine Mutter Lovey sich noch immer befindet. Im Alter von sieben Jahren wurde Earth von ihr getrennt und zu seiner Oma Stella und jüngeren Tante Rin nach Port Nagoya gebracht. Rin (auch bekannt unter dem Namen Lynn) befindet sich nach Earths Tod nun allein in der Einrichtung, da Stella 2024 in das neu eröffnete Kobe Suma SeaWorld gebracht wurde.
In Japan gibt es drei Delfinarien, die Orcas halten. Möglicherweise wird Rin nun ebenfalls nach Kobe Suma SeaWorld gebracht. Es wäre jedoch auch möglich, dass einer der drei Orcas in Kamogawa Seaworld nach Port Nagoya umgesiedelt wird. Transporte bedeuten enormen Stress für die sensiblen und intelligenten Meeressäuger. Außerdem wird in japanischen Parks noch immer „Waterwork“ durchgeführt, das heißt die Trainer:innen performen bei den Shows zusammen mit den Orcas im Wasser. Ein enormes Sicherheitsrisiko, wie Videos von misslungenen Stunts und Unfällen zeigen. Im Juni wandten wir uns gemeinsam mit über 40 anderen NGOs mit einem Brief an die Betreiber der Parks, mit der Aufforderung, die Orca- und Delfinshows zu beenden sowie die Bedingungen für die Individuen im Park und die Sicherheit des Personals gravierend zu verbessern.
Im Juli ist bereits ein anderer junger Orca in Gefangenschaft verstorben: Kamea wurde nur elf Jahre alt und war der jüngste Orca im SeaWorld-Park San Antonio in den USA.
WDC setzt sich unermüdlich dafür ein, dass die derzeit in Gefangenschaft gehaltene Generation von Walen und Delfinen die letzte ist − durch Verbote der Zucht und Wildfänge. Für die verbleibenden Individuen müssen alternative Lebensbedingungen geschaffen werden, beispielsweise indem Shows beendet werden und die Unterbringung in Meeresrefugien geprüft wird. Die Auswilderung gefangen gehaltener Wale und Delfine ist in den meisten Fällen leider nicht mehr möglich.
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