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Ein harpunierter Finnwal wird abgeschleppt. (C) WDC
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Isländische Walfänger:innen töten erste Finnwale in vier Jahren

Ein geschlachteter Finnwal wird an Land zerlegt. (C) WDC
Ein geschlachteter Finnwal wird an Land zerlegt. (C) WDC

Vor Island wurden heute erstmals seit vier Jahren wieder zwei Finnwale geschlachtet. Die Walfänger:innen von Havalur hf, dem Unternehmen von Kristján Loftsson, sind bereits wieder auf dem Meer um weitere Wale anzulanden.

Die isländische Walfangsaison endet im Herbst – bis dahin kann Loftsson bis zu 161 Finnwale töten. Bei den letzten Jagden in isländischen Gewässern im Jahr 2018 wurden 146 Finnwale getötet, darunter mindestens zwei seltene Blauwal-Finnwal-Hybride und ein Dutzend trächtige Weibchen. Allein seit 2006 hat Hvalur hf 852 Finnwale geschlachtet. Die Meeressäuger sind nach dem Blauwal die zweitgrößten Lebewesen auf der Erde und werden von der IUCN (International Union for the Conservation of Nature) als "gefährdet" eingestuft.

Es besteht Hoffnung, dass die grausame Praxis nach 2023 beendet wird, nachdem die isländische Fischereiministerin Svandís Svavarsdóttir vor einigen Wochen Zweifel an der Zukunft des Walfangs geäußert hatte, da es kaum noch eine Rechtfertigung für die Genehmigung des Walfangs gebe. Ministerin Svavarsdóttir hat außerdem erklärt, dass der Walfang dem Ruf Islands schadet und sich negativ auf die Exporte ausgewirkt hat.

Hvalur hf, Islands einziges Unternehmen für Finnwalfang, hat trotz der kritischen Äußerungen der Ministerin mit der Jagd begonnen.

Vanessa Williams-Grey, die unsere Kampagne zur Beendigung des Walfangs vor Island leitet, kommentierte: "Es ist erstaunlich – und absolut verabscheuungswürdig, dass ein alternder Millionär weiterhin Finnwale als Hobby jagt. Die Nachfrage nach Finnwalfleisch ist sowohl im Inland als auch im Ausland gering. Das sinnlose Abschlachten dieser Wale ist vor allem deshalb besorgniserregend, da wir immer mehr über die wichtige Rolle der Wale im Meer herausfinden. Sie spielen eine bedeutende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Ein Finnwal speichert zeitlebens und über den Tod hinaus die gleiche Menge an Kohlenstoff in seinem Körper wie 483 Bäume*."

WDC setzt sich seit fast 30 Jahren für einen Wandel weg vom Walfang, hin zur Walbeobachtung vor Island ein. Wir freuen uns, dass es der Walbeobachtungsbranche nach der Pandemie wieder so gut geht. Wir stehen auch an der Spitze der Bewegung, die die bedeutende Rolle der Wale im Meer anerkennt und werden kommende Woche dazu bei der UN Ocean Conference in Lissabon referieren. Island ist ein wunderschönes Land und seine Menschen sind zukunftsorientiert und respektieren die Natur. Die Botschaft ist klar: Der Walfang muss in die Geschichtsbücher eingehen!

Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC

Helfen Sie uns, den Walfang zu beenden!

Mit Ihrer Spende können wir uns weiter dafür einsetzen, den Walfang vor Island zu beenden und einen Wandel hin zur verantwortungsvollen Walbeobachtung zu unterstützen.

* Quellenangabe

Based on the EEA stat of one tree absorbing 22 kg of carbon and using the carbon figures in the report by Pershing, A.J., Christensen, L.B., Record, N.R., Sherwood, G.D., Stetson, P.B. 2010. The Impact of Whaling on the Ocean Carbon Cycle: Why Bigger Was Better. PLoS ONE, 5(8): e12444. doi:10.1371/journal.pone.0012444.

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Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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