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(C) Alaska Whale Foundation. Photo taken under NMFS permit 19703.
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Vorstoß im Kampf gegen den Klimawandel: Neue Forschung zur Rolle der Wale

Internationale Forschungsprojekte sollen Aufschluss über die Rolle der Wale als unsere Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel geben.

In den letzten 18 Monaten hat Whale and Dolphin Conservation (WDC) ein internationales Förderprogramm auf die Beine gestellt, das die Forschungslücken hinsichtlich der Ökosystemleistungen von Walen schließen soll. Mit dem Programm werden nun zwei bahnbrechende Studien von Wissenschaftler*innen US-amerikanischer und britischer Universitäten unterstützt. Die Projekte untersuchen, inwieweit Wale bei der Nahrungsaufnahme, mit ihren Ausscheidungen und durch ihre saisonalen Wanderungen lebenswichtige Nährstoffe im Meer verteilen.

 

Great Whale Conveyer Belt

Die Studie "Great Whale Conveyor Belt" untersucht die Auswirkungen von Bartenwalarten auf den Transport von Nährstoffen im Ozean, wenn die Wale zwischen ihren Futter- und Paarungsgebieten wandern (Nährstoff-Förderband von Großwalen). Geleitet wird die Studie von Dr. Joe Roman von der University of Vermont (USA).

"Wenn wir an die Bewegung von Nährstoffen im Ozean denken, konzentrieren wir uns normalerweise auf die Rolle von Strömungen und Gezeiten", sagt Dr. Roman. "Bislang unerforscht ist der Einfluss von Großwalen durch ihre langen Wanderungen. Die Theorie, dass Wale für ein riesiges ozeanisches Förderband von Nährstoffen, wie Stickstoff und Phosphor, verantwortlich sein könnten, hat enorme Auswirkungen auf unser Verständnis der marinen Ökosysteme und naturbasierte Lösungen für den Schutz des Klimas."

Dr. Roman erforscht seit mehr als einem Jahrzehnt die Rolle der Wale hinsichtlich der Kohlenstoffbindung und anderen Ökosystemleistungen.

 

Alaska Whale Pump

Das Projekt "Alaska Whale Pump" ist die erste empirische Studie über die Walpumpe im Nordpazifik. Sie untersucht, welche Bedeutung die Walpumpe der Buckelwale vor Südost-Alaska für das Phytoplanktonwachstum spielt. Der Begriff "Walpumpe" beschreibt die Zirkulation von Nährstoffen entlang der vertikalen Wassersäule, durch das Auf- und Abtauchen von Walen beim Fressen und Absetzen von Ausscheidungen.

"Die Hypothese der Walpumpe ist faszinierend, aber es gibt nur wenige quantifizierbare Daten dazu", erklärt Dr. Heidi Pearson, Studienleiterin und Professorin für Meeresbiologie an der Universität von Alaska Fairbanks. "In diesem Projekt untersuchen wir die Theorie, ob und wie Buckelwale den Nährstoff- und Kohlenstoffkreislauf fördern und welche Auswirkungen dies letztlich auf die Produktivität der Meere und die Kohlenstoffbindung hat."

Die Feldarbeiten starteten in diesem Mai (2022).

Förderung durch Whale and Dolphin Conservation

Dank der Unterstützung von Partnern wie dem Global Returns Project und der Flotilla Foundation stellt WDC fast 100.000 US-Dollar für die beiden Forschungsprojekte zur Verfügung. WDC bemüht sich um weitere Unterstützung für ein mehrjähriges Programm von Forschungsinitiativen, um die Wissenschaft im Bereich der ozean-basierten Klimalösungen zu beschleunigen.

"Diese Forschungen könnten unsere Sichtweise auf die Wale und ihre Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel weiter revolutionieren", sagt Vicki James, die das Forschungsprogramm bei WDC betreut. "Das industrielle Abschlachten von fast drei Millionen Walen im 20. Jahrhundert hatte ähnliche Auswirkungen auf die Umwelt, wie die Zerstörung eines Regenwaldes von der Größe des Amazonas. Viele Walpopulationen erholen sich zwar langsam, sind aber nach wie vor durch Schifffahrt, Fischerei, Jagd und Verschmutzung stark bedroht. Indem wir uns ein klareres Bild von der Rolle der Wale im marinen Ökosystem machen, hoffen wir, die Unterstützung für den Walschutz als wichtige, naturbasierte Lösung für das Problem des Klimawandels zu stärken und ein großes internationales Programm zur Erforschung der Meeressäuger in Gang zu setzen."

WDC hat zwei Symposien mit führenden Wissenschaftler*innen auf diesem Gebiet veranstaltet, um vorrangige Forschungsthemen zu ermitteln. Zudem wurde im Oktober 2021 gemeinsam mit den Gründungspartnern BRITA, Animal Friends Pet Insurance und dem Dienstleistungsunternehmen Livework das "Climate Giant Project" ins Leben gerufen, um Unternehmen ein Modell für Investitionen in wissenschaftliche Forschung und Naturschutzprogramme an die Hand zu geben.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Bianca König

Leiterin Kommunikation - Bianca König ist bei WDC zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, News & Blogs, Newsletter, das Magazin Wal & Meer, Social Media und plant Kampagnen mit. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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