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Russisches Walgefängnis geschlossen – letzte Belugas freigelassen

Beluga-Becken umgeben von Eis (C) Free Russian Whales
Beluga-Becken umgeben von Eis (C) Free Russian Whales

Medienberichten zufolge leben nun keine Orcas und Belugas mehr im Walgefängnis in der Bucht von Srednyaya. Nachdem bereits Ende August die letzten beiden Orcas freigelassen wurden, sind nun auch alle Belugas zurück ins Meer gebracht worden.

Ursprünglich befanden sich 87 Belugas und elf Orcas im Walgefängnis. Die Meeressäuger waren für den Verkauf nach China bestimmt. Die schmalen, abgetrennten Becken in der Bucht wurden weltweit schnell unter dem Namen „Walgefängnis“ bekannt. WDC und viele weitere Organisationen kritisierten die Fänge und die furchtbaren Haltungsbedingungen. Präsident Putin intervenierte schließlich und ordnete an, die Wale auszuwildern. In der letzten Woche wurden schließlich die verbliebenen 50 Belugas zurück ins Meer gebracht. Glücklicherweise konnten die Wale vor dem nahenden Winter freigelassen werden, der einen Transport erschwert hätte.

Zuerst wurde eine Gruppe von 19 Belugas transportiert, dann am 10. November nochmals 31 Individuen in zwei Booten der russischen Behörden. Jedoch wurden Zweifel laut, dass womöglich zwei Belugas nicht freigelassen wurden. Unabhängige Beobachter*innen hatten die Auswilderung verfolgt.

Zudem ist das Schicksal der ausgewilderten Wale unklar, denn es konnten keine Maßnahmen zur Vorbereitung auf das Überleben im Meer ergriffen werden. Die Wale befanden sich bereits seit dem Sommer 2018 in den engen Gehegen und einige wurden sehr jung gefangen. Außerdem setzten die Behörden die Tiere weit entfernt von ihrem ursprünglichen Zuhause aus.

WDC hofft, dass die Wale trotz dieser Risiken erfolgreich ausgewildert wurden. Außerdem fordert WDC, dass die zuständigen Behörden weitere Fänge in russischen Gewässern dauerhaft verbieten. Orcas und Belugas sollten unter Schutz gestellt werden, damit sich die Populationen erholen können.

Weiterlesen: WDC war an der Schaffung des weltweit ersten Beluga-Refugiums beteiligt.

[shariff]

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