Zum Inhalt springen
Alle Blogbeiträge
  • Alle Blogbeiträge
  • Beifang
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Walbeboachtung
  • Walbeobachtung
  • Walfang
© Elena Gladilina

Die Delfin- & Schweinswalopfer des Ukraine-Krieges

Im Schwarzen Meer entlang der ukrainischen Küste leben seltene, bedrohte Unterarten von Delfinen und Schweinswalen....

Fünf Fakten über Orcas

Schon gewusst, dass Orcas sowohl Wale als auch Delfine sind? Oder, dass sie in allen...
Zwergwal © UrsulaTscherter / ORES

Grausame Walexperimente sollen trotz Protest stattfinden

Trotz einer chaotischen und glücklicherweise gescheiterten ersten Test-Saison im Jahr 2021, will das gemeinsame US-amerikanisch-norwegische...
Tokitae in captivity

Im Gespräch mit TUI – werden sie aufhören die Gefangenschaft von Walen und Delfinen zu unterstützen?

Letzten Donnerstag bin ich zu einem lang ersehnten Treffen mit der Geschäftsführung von TUI nach...

WDC beim Treffen des Kleinwalschutzabkommens ASCOBANS

ASCOBANS Treffen Kleinwalschutzabkommen

Mitte September tagte in Stralsund das internationale Abkommen zum Schutz von Kleinwalen in Nordeuropa (ASCOBANS). Ich war als NGO Beobachter mit dabei. Politische Treffen bringen oft mit sich, dass die Ergebnisse einen Kompromiss verschiedener Interessen darstellen, dass die Fortschritte aus NGO-Sicht dabei eher klein sind und selten wirklich durchschlagende Erfolge vermeldet werden können. So war es auch dieses Mal beim jährlichen Treffen von ASCOBANS.

Die Probleme von Schweinswalen und Delfinen in Nord- und Ostsee nehmen eher zu als ab. Die politischen Maßnahmen dagegen sind leider mehr als spärlich. Ob es tausende gestrandete Delfine sind, die an den Küsten Frankreichs, Spaniens und Englands als Opfer der Fischerei (so genannter „Beifang“) angespült werden, oder die Weigerung von Deutschland, sich für einen verbesserten Schutz des vom Aussterben bedrohten Schweinswals in der zentralen Ostsee einzusetzen – zu oft bleibt die Politik untätig.

Als NGO hat WDC den Vorteil, sich bei diesen Runden voll und ganz für den Schutz der Wale und Delfine einsetzen zu können. So diskutierten wir über notwendige Maßnahmen und mahnten dringende Verbesserungen und vor allem bessere Durchsetzung von EU-Regulationen und bestehenden Umweltschutzgesetzen an. Wir legten den Finger in die Wunde und konnten in vielen direkten Gesprächen Überzeugungsarbeit leisten.

Deshalb will ich bei aller Frustration über das „zu wenig“ an effektiven Schutzmaßnahmen das Positive hervorheben, was in Stralsund beschlossen wurde: zum einen wurde ein neuer Aktionsplan für die Gewöhnlichen Delfine (Delphinus delphis) in Nordeuropa verabschiedet – ein wichtiger Schritt beim derzeitig extrem hohen Niveau des Beifangs. Auch wurde eine Reihe von interessanten Forschungsergebnissen vorgetragen, die dabei helfen werden, den Gefahren zukünftig besser zu begegnen. Und schließlich konnten die Mitgliedstaaten auch von (kleinen) politischen Schritten berichten, die dem verbesserten Schutz der Tiere gelten.

Wir lassen nicht locker, bis unser einziger heimischer Wal, der Schweinswal, sowie die anderen in europäischen Gewässern lebenden Delfine auch wirklich effektiv geschützt sind!

Über Fabian Ritter

Leiter Meeresschutz - Fabian Ritter ist Biologe und leitet bei WDC den Bereich Meeresschutz.

Hinterlassen Sie einen Kommentar