Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • ASCOBANS
  • Beifang
  • CBD
  • CITES
  • CMS
  • Delfinarien
  • Delfinarien Deutschland
  • Delfinjagd
  • High Seas Treaty
  • IWC
  • Jagd Färöer-Inseln
  • Jagd in Island
  • Jagd in Japan
  • Jagd in Norwegen
  • Jagd in Taiji
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Projekte
  • Schweinswalschutz
  • UNFCCC
  • Walbeobachtung
  • Wale & Klimaschutz
  • Walfang
Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott

Zoo Beauval verwirft Pläne für ein neues Delfinarium in Frankreich

Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott Der französische Zoo Beauval wird kein neues Delfinarium...
Delfin hebt mit der Schnauze großes Schneckenhaus aus dem Wasser

Delfine setzen auch an der Ostküste Australiens Muscheln zur Jagd ein

Das als "Shelling" bezeichnete Verhalten wurde zunächst nur bei Delfinen vor Westaustralien beobachtet. © A.Pierini/Shark...
Toter Finnwal im Wasser

Export von Walfleisch nach Japan wird eingestellt – Rückschlag für den isländischen Walfang

Islands einziges noch aktives Walfangunternehmen, Hvalur hf., wird zukünftig wohl kein Fleisch von Finnwalen mehr...
Wal auf Walfangschiff

„Beneath the surface“: Neuer WDC-Bericht enthüllt das Leid der Wale in Norwegen

Getöteter Wal auf norwegischem Walfangschiff © Morten Ekker Dank Ihrer Unterstützung konnten wir den norwegischen...

Marineland, Kanada: Belugas könnten in die USA umziehen

Ein Beluga in einem Delfinarium in den USA. © WDC
Ein Beluga in einem Delfinarium in den USA. © WDC

Berichten aus Kanada zufolge hat der geschlossene Meerespark Marineland Ausfuhrgenehmigungen beantragt, um die verbleibenden Wale und Delfine in Einrichtungen in den USA zu überführen. Andernfalls, so heißt es, drohe die Tötung der 30 Belugas und vier Delfine, die sich derzeit in der Anlage befinden. Die Einzelheiten des geplanten, dringenden Umzugs wurden der US-Bundesregierung vorgelegt, die nun über die Anträge entscheiden muss.

Kontroversen und finanzielle Schwierigkeiten plagen Marineland seit vielen Jahren. Der Park schloss im Spätsommer 2024 seine Pforten für die Öffentlichkeit und versucht seitdem, das Gelände zu verkaufen. Allein in den letzten zwei Jahren sind mehrere Wale und Delfine in der Anlage gestorben.

Marineland wollte die Belugas ursprünglich in dem Themenpark Chimelong Ocean Kingdom in Zhuhai, China, unterbringen. Die kanadische Regierung äußerte Bedenken hinsichtlich der Behandlung der Wale in dieser Einrichtung. Sie verweigerte daher die Ausfuhrgenehmigung mit der Begründung, dass es nach kanadischem Recht inzwischen illegal sei, Wale und Delfine zu Unterhaltungszwecken zu missbrauchen, und dass eine Ausfuhr in eine Einrichtung, die Meeressäuger ebenfalls zu diesem Zweck benutze, nicht genehmigt werden könne.

Drohnen-Aufnahme eines Delfinariums in Shanghai. © China Cetacean Alliance
Drohnen-Aufnahme eines Delfinariums in Shanghai. © China Cetacean Alliance

Neuesten Berichten zufolge plant Marineland nun, die verbleibenden Belugas und auch die verbleibenden Großen Tümmler an SeaWorld sowie an das Georgia Aquarium, das Shedd Aquarium und das Mystic Aquarium in den USA zu übergeben. In der Vergangenheit hatte das Delfinarium bereits einige Individuen in die USA gebracht. Inzwischen gab die kanadische Fischereiministerin bekannt, dass die Ausfuhrgenehmigungen unter Vorbehalt erteilt wurden. Es fehlen jedoch noch Informationen seitens Marineland für die endgültigen Genehmigungen. Danach sind noch weitere Hürden auf US-Seite zu nehmen, um Einfuhrgenehmigungen für die Belugas zu erhalten.

Ein Meeresrefugium in Nova Scotia wurde lange als Alternative für die Belugas diskutiert, jedoch ist das Projekt noch in der Entstehung und könnte maximal zehn der 30 Belugas aufnehmen.

"Solange die Belugas nicht in Marineland verbleiben können, müssen sie aufgeteilt werden. Egal, wohin sie gebracht werden – ob in ein Refugium oder ein anderes Delfinarium – die Trennung von ihrer Gruppe und der Transport bedeutet für die sozialen Meeressäuger enormen Stress. Die traurige Wahrheit ist, dass es keine ideale Lösung für alle 30 Belugas geben wird, denn der Grundstein für das Problem wurde vor Jahrzehnten gelegt. Marineland hat die Belugas jahrelang gezielt gezüchtet, sodass eine große Gruppe entstanden ist. So konnten die Betreiber:innen des Parks sicherstellen, weiterhin von der Gefangenschaftshaltung der Meeressäuger zu profitieren. Jetzt, da der Park geschlossen ist, haben die Verantwortlichen aber keine Lösung für die 30 Individuen."

Tamara Narganes Homfeldt, Koordinatorin für den Ausstieg aus Delfinarien bei WDC

 

Update 11.06.26 | Das zuständige kanadische Ministerium hat den Transport der 30 Belugas in vier Einrichtungen in den USA und nach Valencia (Spanien) genehmigt. Vor der Ausreise aus Kanada müssen allerdings alle Individuen noch medizinisch untersucht werden. Außerdem fehlen aktuell noch die nötigen Import-Genehmigungen der USA und Spaniens und dann eine finale Absegnung der kanadischen Regierung. .

Update 25.06.26 | Die Genehmigungen für den Transport von 28 der 30 Belugas in die USA liegen nun vor. Zwei Belugas (Cleopatra und Jellybean) sollen nach Spanien gebracht werden, hierfür gibt es momentan noch keine offizielle Bestätigung seitens der spanischen Behörden oder der Einrichtung in Valencia. 

Wussten Sie ...?

... dass weltweit aktuell ungefähr 300 Belugas in Gefangenschaft leben müssen?

Folgen Sie WDC auf Social Media!

Folgen Sie WDC auf Social Media!

Mehr Nachrichten

Lesen Sie weitere News und Blogs aus der Welt der Wale und Delfine.

Hinterlassen Sie einen Kommentar