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Norwegens atemberaubende Küste ©WDC
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Norwegen Kulisse mit Sonne

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Unsere Mission in Norwegen

Lottie Pearson

Lottie Pearson

Lottie ist Teil des Policy-Teams bei WDC und koordiniert die Arbeit zur Beendigung des Walfangs in Norwegen und auf den Färöer Inseln.

In diesem Sommer war ich im Rahmen unserer Kampagne „Norway For Whales“ in Nordnorwegen, um den kommerziellen Walfang vor Ort zu dokumentieren. Norwegen gehört zu den wenigen Ländern weltweit, die weiterhin Wale jagen – hunderte Zwergwale dürfen jedes Jahr getötet werden. Und noch immer wissen viele Norweger:innen nicht, dass die Jagd stattfindet.

Gemeinsam mit einem kleinen, engagierten Team war ich in der Region Finnmark unterwegs, direkt am Rand der Arktis. Unsere Mission: den norwegischen Walfang sichtbar machen, Verstöße dokumentieren und Beweise sichern. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir vor Ort sein, um genau dort hinzuschauen, wo normalerweise niemand hinsieht. In diesem Blog möchte ich Ihnen Einblicke in unsere Arbeit geben.

Frau in warmer Kleidung vor einem Zelt im hohen Gras; im Hintergrund schneebedckte Berge
Lotties Unterkunft am Rande der Arktis ©WDC
Was war das Ziel dieser Mission?

Wir reisten in den abgelegenen Norden des Landes, um das Ausmaß und die Vorgehensweise bei der Jagd, die beteiligten Schiffe, mögliche Verstöße gegen den Tierschutz sowie die Art der Weiterverarbeitung und Verwendung des Walfleisches zu dokumentieren. Wir untersuchten auch Hinweise auf die illegale und unethische Verwendung von Walprodukten, beispielsweise in Tierfutter.

Zelte in Graslandschaft, rechts ein schneebedeckter Berg an der Küste
Das Camp wurde in Küstennähe aufgeschlagen... ©WDC
Blick aus einer Zeltöffnung in hügelige Landschaft, im Hintergrund das Meer
Der Blick nach draußen ©WDC
Weißes Wild in felsiger Landschaft, im Hintergrund Meer und Berge
... und hinüber zu den Nachbarn ©WDC
Ein typischer Tag

Das Leben auf einer Expedition ist intensiv, unvorhersehbar und gleichzeitig erfüllend. Jeder Tag begann früh. Nach dem ersten Kaffee starteten wir damit, die Wettervorhersagen abzurufen und setzten uns dann zu einer morgendlichen Besprechung zusammen, um die Aufgaben des Tages zu planen. Meine Hauptaufgabe bestand darin, mithilfe meiner Ortskenntnisse und Fachkompetenz online mit Hilfe von AIS-Karten („Automatic Identification System“) nach Anzeichen von Walfangschiffen zu suchen und das Team mit den neuesten Fangmeldungen auf dem Laufenden zu halten.

Das bedeutete oft, dass ich stundenlang in unserem Team-Zelt am Laptop saß oder mit einem Fernglas auf Klippen stand, um die Bewegungen der Schiffe am Horizont zu verfolgen. Ich dokumentierte jede Bewegung, Abfahrt und Ankunft der Schiffe und deren Weitertransport.

An Tagen, an denen die See ruhig und die Walfang-Aktivitäten sichtbar waren, fuhr das Team mit Booten hinaus, um aus der Ferne zu filmen. An Tagen mit rauerer See sprachen wir mit Einheimischen oder Lieferant:innen. Manchmal waren wir stundenlang zwischen abgelegenen Häfen oder Startpunkten der Walfangflotten unterwegs. Diese Arbeit ist weder spektakulär noch einfach. Aber sie ist notwendig.

Laptop im Zelt mit geöffnetem Eingang
Lottie sucht online nach Walfang-Aktivitäten... ©WDC
Getöter Wal wird an Bord eines Schiffes gezogen
... und das Team dokumentiert die Jagd. ©WDC
Warum ist das wichtig?

Jeder getötete Wal ist eine Tragödie. Aber es geht nicht nur um Zahlen – es geht um Transparenz, Ethik und internationale Verantwortung. Die norwegische Regierung hat die Walfangquoten erhöht, obwohl die Nachfrage nach Walfleisch zurückgeht und die Besorgnis der Weltgemeinschaft wächst. Viele Menschen – sogar in Norwegen – wissen nicht, dass der Walfang noch immer stattfindet – geschweige denn, warum er noch stattfindet, wie er abläuft und wo das Fleisch letztlich landet.

Die von uns gesammelten Aufnahmen und Beweise sind von entscheidender Bedeutung, um Entscheidungsträger:innen in nationalen und internationalen Gremien, wie der  , für den Walschutz zu gewinnen.

Indem wir die Jagd dokumentieren und aufdecken, wie Walprodukte verwendet werden, setzen wir uns für politische Veränderungen, unternehmerische Verantwortung und eine Zukunft ein, in der der kommerzielle Walfang weltweit nicht mehr toleriert wird – weder in Norwegen noch von anderen Staaten.

Vielen Dank, dass Sie an uns glauben!

Ohne unser engagiertes Team wäre diese Arbeit nicht möglich – Menschen, die bereit sind, ihren Komfort hinter sich zu lassen, wochenlang unter den harten Bedingungen der Arktis zu campen und sich vollkommen für die Sache einzusetzen. Unsere Arbeit unterstreicht die Bedeutung von weiteren Untersuchungen, bildet die Grundlage für Kampagnen und trägt dazu bei, die öffentliche Wahrnehmung zu verändern. Ohne unsere Augen auf dem Wasser würden diese Wale gänzlich unbemerkt leiden und sterben.

Aber ohne Sie wäre es auch nicht möglich.

Vielen Dank, dass Sie unsere Mission unterstützen, sei es durch direkte Finanzierung des Projekts, durch Spenden für die Kampagnenarbeit gegen den Walfang oder einfach dadurch, dass Sie anderen von unserer Arbeit erzählen.  Sie sind Teil dieses Teams, Ihre Unterstützung hat uns an die Front der Jagd gebracht: Wir beobachten still, dokumentieren sorgfältig und sorgen dafür, dass die Welt nicht länger wegsehen kann.

Ihre Unterstützung bleibt die treibende Kraft hinter allem, was wir tun. Bleiben Sie also in den kommenden Wochen dran, um zu erfahren, wie Sie dazu beitragen, ein Norwegen für Wale zu schaffen. Wir machen weiter – für die Wale, für die Wahrheit und für die Welle des Wandels, die dem Walfang in Norwegen und weltweit eines Tages ein Ende setzen wird.

Die Mission ist noch nicht zu Ende

Dank Ihrer Unterstützung werde ich im August zum zweiten Mal an der Arendalsuka teilnehmen – Norwegens größtem politischen Treffen. Dort werde ich unsere Erkenntnisse direkt mit Politiker:innen, Vertreter:innen der Industrie und der norwegischen Öffentlichkeit teilen, um dauerhafte Veränderungen herbeizuführen.

Frau mit Mütze und Kapuze vor bergiger Küste
Lotties Mission ist noch nicht zu Ende. ©WDC

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