Auf neuer Mission – WDC im Einsatz in Norwegen
Angesichts der Tatsache, dass in diesem Jahr das Leben von 1.406 Zwergwalen in norwegischen Gewässern durch explosive Harpunen gefährdet ist, werden wir nicht tatenlos zusehen: Unsere Kampagne "Norwegen für Wale" tritt in eine neue, mutigere Phase ein – eine, die den Status Quo in Frage stellt und Veränderungen unausweichlich macht. Werfen Sie mit mir einen Blick auf unsere Pläne, diese brutalen Jagden endgültig zu beenden und werden Sie Teil der Bewegung.
Ich fühle mich von meinem Heimatland Norwegen massiv im Stich gelassen: Im Jahr 2024 hat die norwegische Regierung eine Quote festgelegt, die es Walfänger:innen erlaubt, bis zu 1.157 intelligente, empfindungsfähige Zwergwale zu töten. Und jetzt, im Jahr 2025, hat sie diese Zahl erschreckenderweise um 21 Prozent erhöht. Norwegen tötet etwa 500 Wale pro Jahr, aber die steigenden Walfang-Quoten schaffen einen gefährlichen Präzedenzfall für das, was die Regierung als "nachhaltige" Industrie bezeichnet.
Wir werden unsere Bemühungen verstärken, um den Walfang in Norwegen zu stoppen, damit Zwergwale und alle anderen Wale frei und sicher in norwegischen Gewässern leben können. Wir sind entschlossener denn je, ein Norwegen für Wale zu schaffen.
Die grausame Realität aufdecken
Norwegen war schon immer ein Teil von mir. Es ist das Land, in dem ich aufgewachsen bin, in dem ich zum ersten Mal mit dem Meer in Berührung kam und das mich schließlich mit dem Ziel zu WDC geführt hat, den Walfang ein für alle Mal zu beenden. Und diesen Sommer werde ich mit einer wichtigen Mission dorthin zurückkehren.
Diese Reise wird mich mitten in die norwegische Walfang-Saison führen. Vor Ort werde ich mit einer Organisation zusammenarbeiten, die sich dafür einsetzt, die grausame Realität des kommerziellen Walfangs aufzudecken. Ich darf noch nicht alle Einzelheiten verraten, aber wir werden uns darauf konzentrieren, wichtige Beweise zu sammeln und das Bewusstsein für eine Industrie zu schärfen, die weitgehend im Verborgenen arbeitet.
Die Hälfte der getöteten Weibchen war schwanger
Bei der norwegischen Wal-Jagd werden jährlich mehr Wale getötet als in Island und Japan zusammen. Die neuesten Zahlen zeichnen zudem ein äußerst besorgniserregendes Bild.
Nachdem ich Zugriff auf die elektronischen Walfang-Daten der Saison 2024 erhalten hatte, war das, was ich fand, wirklich schockierend:
- In den digitalen Logbüchern wurden 373 getötete Wale verzeichnet (nach offiziellen Angaben wurden 415 Wale getötet, was darauf hindeutet, dass weitere Aufzeichnungen in handschriftlichen Logbüchern enthalten sein könnten).
- Von diesen Walen waren 81 Prozent weiblich (301 von 373).
- 56 Prozent der getöteten Weibchen (170 Individuen) waren schwanger.
- Das bedeutet, dass 45 Prozent aller getöteten Wale schwangere Weibchen waren – und mit ihnen ihre ungeborenen Babys starben.
- Fünf Wale wurden angeschossen und aus den Augen verloren.
- 60 Fehlschüsse wurden registriert; unzählige Wale mussten demnach mehrmals harpuniert werden, bis der Tod eintrat – ein unermessliches Leid für diese empfindungsfähigen Lebewesen.
Dies ist also nicht nur eine Frage des Naturschutzes, sondern auch eine ethische Frage.
Die Tötung weiblicher Individuen, insbesondere derjenigen, die schwanger sind, hat langfristige Folgen für die Populationen. Bei welchen anderen Jagden dürfen schwangere Weibchen ins Visier genommen werden?
Trotz des weltweiten Verbots des kommerziellen Walfangs, der sinkenden Nachfrage nach Wal-Fleisch und des wachsenden internationalen Widerstands wird der norwegische Walfang weiter betrieben. Jedes Jahr werden Quoten festgelegt, und die Walfangschiffe stechen in See, oft ohne wirksame Kontrolle. Deshalb ist unsere Mission in diesem Sommer – Licht ins Dunkel zu bringen – wichtiger denn je.
Werden Sie Teil der Mission
Während ich in Norwegen bin, werde ich so regelmäßig wie möglich berichten. Ich werde die harten Fakten, die Herausforderungen und die wachsende Bewegung, die ein Ende der Jagd fordert, aufzeigen. Wenn Sie sich der Welle der Veränderung anschließen wollen, können Sie Folgendes tun:
- Bleiben Sie informiert und nutzen Sie Ihre Stimme: Halten Sie sich auf dem Laufenden, teilen Sie unsere Erkenntnisse und helfen Sie mit, das Bewusstsein zu schärfen.
- Spenden Sie: Ohne Ihre Unterstützung könnten wir nicht tun, was wir tun. Jede große oder kleine Spende hilft, unsere Pläne zu verwirklichen und ein Norwegen für Wale zu schaffen.
Bei dieser Reise geht es um mehr als nur um das Aufdecken der Wahrheit – es geht darum, dass die Welt davon erfährt. Denn wenn die Menschen wirklich begreifen, was mit den Walen geschieht, werden die Rufe nach Veränderung unüberhörbar.
Eine Suche nach der Wahrheit
Ich kann zwar keine Einzelheiten über unsere täglichen Aktivitäten verraten, aber ich kann Folgendes sagen: Vor Ort zu sein ist entscheidend. Das Sammeln von Beweisen und das Sicherstellen, dass das, was in Norwegen geschieht, nicht vor der Welt verborgen bleibt, ist wichtig, um auf Veränderungen zu drängen. Je mehr Menschen davon wissen, desto schwieriger wird es, diese überholte und unnötige Industrie zu rechtfertigen.
Norwegen rühmt sich des Fortschritts, der Nachhaltigkeit und des verantwortungsvollen Umgangs mit den Meeren, aber der kommerzielle Walfang steht in krassem Gegensatz zu diesen Werten. Glücklicherweise ändern sich die Gezeiten. Mehr Norweger:innen als je zuvor stellen in Frage, dass der Walfang in der modernen Welt noch einen Platz hat und die Unterstützung für ihn schwindet.
Den Kurs ändern
Neben dieser wichtigen Mission haben wir weitere spannende Pläne, um die Bewegung gegen den Walfang in Norwegen zu stärken.
Später im Sommer werden wir zur Arendalsuka, Norwegens größter politischer Versammlung, zurückkehren, um das öffentliche Bewusstsein für den Walfang zu schärfen und die Wertschätzung für Wale zu fördern. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir im letzten Jahr teilnehmen und freuen uns, wieder dabei zu sein – um die Macht von Politiker:innen und gleichgesinnten Organisationen zu nutzen, um einen echten Wandel zu erreichen. Und, was ebenso wichtig ist, wir werden diejenigen herausfordern, die diese veraltete und grausame Industrie weiterhin verteidigen.
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