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Delfinarium Duisburg © Jens Kramer
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Delfinbaby in Duisburg geboren

Delfinarium Duisburg © Jens Kramer
Delfinarium Duisburg © Jens Kramer

Die sechsjährige Debbie brachte vergangene Woche im Duisburger Zoo ein männliches Delfinbaby zur Welt, dem nun ein Leben in Gefangenschaft bevorsteht.

Im Betonbecken des Duisburger Zoos schwimmen jetzt sechs weibliche und drei männliche Große Tümmler ihre Kreise. Die Mutter des neuen Delfinbabys ist Debbie, die selbst in Duisburg geboren wurde und mit nur sechs Jahren sehr jung Mutter geworden ist. Weibliche Große Tümmler zwischen fünf und sieben Jahren werden in freier Wildbahn gerade erst geschlechtsreif.

Debbie ist mit allen drei männlichen Delfinen im Duisburger Zoo verwandt: Ivo, ihr Vater; Dobbie, ihr Halbbruder (väterlicherseits); und der Neuzugang, ihr frisch geborener Sohn (der noch keinen Namen trägt). Wenn es sich dabei um natürliche Fortpflanzung (und nicht um künstliche Befruchtung durch männliche Delfine anderer Einrichtungen) handeln sollte, dann ist der Zuwachs eine Inzucht, die in Gefangenschaft leider nicht selten vorkommt.

Es sind schon zu viele Delfine in deutschen Delfinarien gestorben, wie der WDC-Hintergrundbericht zur Delfinhaltung in Deutschland von 2019 zeigt. Vor allem die Sterberate bei in Gefangenschaft geborenen Babys ist besonders hoch. Seit Anfang der Delfinzucht im Duisburger Zoo ist mehr als jedes zweite Neugeborene innerhalb seines ersten Lebensjahres gestorben.

Dem kleinen Delfinbaby steht jetzt eine schwierige Zeit bevor und wenn es sein erstes Lebensjahr überlebt, so steht ihm auch für seine weiteren Jahre ein düsteres Leben in einem Betonbecken bevor.

Aus diesen Gründen setzt sich WDC für die Beendigung der Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen ein, unter anderem durch die Forderung nach einem Zuchtverbot. Durch ein Zuchtverbot (und Wildfangverbot) würden Delfinarien auslaufen und die jetzige Generation, die letzte in Gefangenschaft gehaltene und leidende Generation sein.

Weitere Informationen zum Thema

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Über Tamara Narganes Homfeldt

Tamara Narganes Homfeldt setzt sich bei WDC für das Beenden der Gefangenschaft von Walen und Delfinen ein.

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