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Southern Resident Orcas: Plan zum Abriss der Snake River Dämme liegt vor

(C) Hysazu Photography
(C) Hysazu Photography

Der US-Kongressabgeordnete Mike Simpson hat einen Plan für den Abriss der Dämme am Lower Snake River vorgelegt. Die Wanderung der Königslachse wird seit vielen Jahren durch die Stauung des Flusses gestört und raubt den gefährdeten Southern Resident Orcas die Nahrungsgrundlage. Die Renaturierung dieses Flusses ist von enormer Bedeutung.

"Wir begrüßen die konkreten Pläne zur Renaturierung des Snake Rivers, die dringend nötig waren und uns jetzt neue Schritte ermöglichen", sagt Colleen Weiler, WDC-Ansprechpartnerin für die Jessica Rekos Stiftung zum Schutz von Orcas. "Die Renaturierung ermöglicht nicht nur, dass sich die Lachs- und folglich die Orca-Populationen erholen können, sie bringt auch den Einwohnern an den Küstengebieten des Nordwest-Pazifiks Stabilität zurück. Wir wissen, dass die aktuelle Regierung ein großes Interesse an den Lachsen und an einer gesunden Umwelt hat und fordern sie deshalb auf, den vorgelegten Plan nun zeitnah in die Tat umzusetzen."

Ein Stausystem wieder in einen freifließenden Fluss umzuwandeln, ist keine leichte Aufgabe und mit viel Arbeit verbunden. Das Vorhaben erfordert von der Kongressdelegation des Pazifischen Nordwestens eine starke Teamleistung und die Zusammenarbeit mit Staatsbeamt*innen, lokalen indigenen Gruppen und anderen Interessensvertreter*innen.

Der Plan des Abgeordneten Simpson ist mit großen Investitionen verbunden und umfasst die Renaturierung des Wassereinzugsgebiets im Columbia Basin, des Puget Sound und weiteren Küstengebieten des Bundesstaates Washington sowie die Entfernung der vier Staudämme am Lower Snake River. Die Maßnahmen sind auf die effizientere Energieproduktion und –speicherung durch Wasserkraft, die Verbesserung der Wasserqualität und die Renaturierung der Lebensräume im Fluss ausgerichtet. Aber auch die lokalen indigenen Gruppen und Gemeinden, die auf gesunde Lachsbestände angewiesen sind, sollen mit entsprechenden Verbesserungen berücksichtigt und unterstützt werden. Unter anderem soll ihnen weiterhin das Recht auf Zugang zu den Lachbeständen und eine Führungsrolle beim Schutz der Lachse bewahrt bleiben.

WDC arbeitet mit vielen Naturschutzgruppen und Interessenvertreter*innen im Pazifischen Nordwesten zusammen, um die Renaturierung des Lower Snake Rivers voranzutreiben und sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Southern Resident Orcas in diesem Prozess berücksichtigt werden. Während die Staudämme am Snake River seit Jahrzehnten diskutiert und debattiert werden, ist dies der erste Plan, der alle Puzzleteile zusammenbringt, die für eine umfassende Lösung benötigt werden. Die Chancen stehen gut, dass sich der Wildlachsbestand im Columbia River Basin wieder auf ein gesundes Maß erhöht, wenn die Maßnahmen umgesetzt werden.

WDC ist über die Schutzbemühungen der Kongressdelegation hocherfreut und ermutigt die Abgeordneten, den Plan schnellstmöglich in die Tat umzusetzen. Ein gesunder, frei fließender Snake River bietet vielen Gemeinschaften eine Zukunft, die auf das Wassereinzugsgebiet und die einst reichlich vorhandenen Lachse angewiesen sind. Zu diesen Gemeinschaften gehören auch die Southern Resident Orcas.

 

 

 

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Über Bianca König

Bianca König leitet bei WDC Deutschland das Team Kommunikation. Sie ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das Magazin WAL & MEER sowie den Jahresbericht und plant Kampagnen mit. Sie ist verantwortlich für die Kommunikationsplanung rund um Konferenzen und Konventionen für WDC international. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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