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Südkorea verbietet neue Delfinarien

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Südkorea hat bekanntgegeben, die Eröffnung neuer Delfinarien zu untersagen. Ausschlaggebend war der Druck aus der Bevölkerung, die sich zunehmend gegen die Gefangenschaftshaltung der sensiblen Meeressäuger ausspricht.

"Wir begrüßen die Entscheidung der südkoreanischen Regierung, es ist ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung", sagt Astrid Fuchs von WDC. "Weltweit entscheiden immer mehr Länder sich für ein Haltungsverbot von Delfinen und Walen. Wir hoffen, dass bald auch die deutsche Regierung die Zeichen der Zeit erkennt."

Die Regierung hat außerdem angekündigt, dass sie neue Vorschriften für die 23 bestehenden Delfinarien in Südkorea erlassen wird, nachdem zwischen 2016 und 2020 rund 20 Meeressäuger (darunter zahlreiche Delfine) in den Einrichtungen gestorben sind. Auch neue Regeln für die Interaktionen mit den Säugetieren, wie das Streicheln und Füttern, werden in Kraft treten.

Die Gefangenschaft ist für Wale und Delfine grausam. Für ein Individuum, das es gewohnt ist, jeden Tag viele Kilometer zu schwimmen, ist ein Betonbecken eine trostlose Gefängniszelle: Die Tiere schwimmen endlos im Kreis oder treiben stundenlang bewegungslos an der Wasseroberfläche, sie kauen an den Beckenwänden und wiederholen immer wieder die gleichen Verhaltensmuster.

WDC arbeitet seit vielen Jahren dafür, dass die Gefangenhaltung von Walen und Delfinen endlich ein Ende hat. In Zusammenarbeit mit dem SEA LIFE Trust hat WDC das weltweit erste Refugium für Belugas errichtet. Die Belugas wurden zuvor in einem chinesischen Delfinarium gehalten – vor Island können sie nun ein Leben in einer natürlicheren Umgebung führen.

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Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Astrid Fuchs

Astrid Fuchs leitet bei WDC Deutschland den Bereich Policy und strategische Entwicklung. Daneben koordiniert sie die EU-Arbeit und betreut die Bereiche Walfang und Delfinarien.

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