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Rund 250 Grindwale auf den Färöer-Inseln getötet

Getötete Pilotwale von einer Jagd auf den Färöer-Inseln liegen am Strand. © WDC
Getötete Pilotwale von einer Jagd auf den Färöer-Inseln liegen am Strand. © WDC

Mindestens 245 Grindwale wurden beim jüngsten Grindadráp in Leynar auf den Färöer-Inseln geschlachtet. Unter den getöteten Individuen befanden sich 25 schwangere Weibchen und 13 Jungtiere. Der gesamte grausame Vorgang dauerte etwa 30 Minuten.

Jedes Jahr werden weltweit über 100.000 Delfine und Kleinwale bei Jagden getötet, doch das Grindadráp auf den Färöer-Inseln gehört zu den grausamsten. Die Fortführung dieser opportunistischen Jagden ist in einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft nicht mehr zu rechtfertigen. Die häufig angeführte Begründung, die Jagd diene der Nahrungsversorgung, ist längst widerlegt und entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.Zudem ist das Fleisch der Grindwale stark mit Schwermetallen belastet. Die färöischen Gesundheitsbehörden warnen ausdrücklich vor dem Verzehr aufgrund der damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Dennoch werden laut Schätzungen seit 2010 jährlich rund 900 Grindwale und Delfine auf den Inseln getötet – ein Ereignis, das nicht nur für die Individuen selbst, sondern auch für ihre zurückbleibenden Artgenossen traumatisch ist.

Die Jagd verläuft äußerst gewaltsam: Ganze Familienverbände werden in Buchten getrieben, wo ihnen stumpfe Metallhaken in die Blaslöcher gerammt werden. Anschließend werden sie an Land gezogen und mit primitiven Mitteln getötet – meist durch eine sogenannte Rückenlanze, ein Werkzeug mit doppelschneidiger Klinge, das zur Lähmung und Tötung eingesetzt wird. Der Todeskampf dauert oft mehrere Minuten und ist mit erheblichen Qualen verbunden.

"Wale spielen eine zentrale Rolle für das ökologische Gleichgewicht der Meere. Gesunde Ozeane sind wiederum essenziell im globalen Kampf gegen den Klimawandel. Angesichts dieser Zusammenhänge ist es unverständlich, dass solche Jagden weiterhin stattfinden. Wir brauchen mehr Wale in unseren Meeren – nicht weniger. Das Grindadráp ist überholt, grausam und unnötig."

Lottie Pearson, Kampagnenleiterin bei WDC.

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3 Kommentare

  1. Veröffentlicht von Lisa Voit am 1. Juli 2025 um 9:12 a.m.

    So etwas Sinnloses und Grausames! Und dann auch noch der Vorwand, man brauche die Wale als Nahrungsmittel! Das sieht eher nach purer Mordlust aus, ist verwerflich und gehört verboten.

  2. Veröffentlicht von Ulrike Kiem am 16. Dezember 2025 um 6:13 a.m.

    gibt es eine Pedition gegen dieses grausame und sinnlose Abschlachten der Wale?

    • Veröffentlicht von WDC Deutschland am 17. Dezember 2025 um 10:27 a.m.

      Vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir selbst sind an keiner Petition beteiligt. Wenn Sie sich engagieren möchten, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich direkt an die zuständigen Stellen zu wenden oder sich über bestehende Initiativen zu informieren.

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