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Ende der Walfangsaison vor Island: 148 Finnwale getötet

Die isländische Finnwaljagd ist für dieses Jahr beendet. Die traurige Bilanz: 148 Wale wurden seit...
Massenstrandung vor Tasmanien. (Uncredited/Australian Broadcasting Corporation/dpa)

Nach Massenstrandung: Wal-Kadaver werden aufs offene Meer gebracht

Massenstrandung vor Tasmanien. (Uncredited/Australian Broadcasting Corporation/dpa) Am 21. September 2022 sind etwa 230 Grindwale in...
Großer Tümmler in Gefangenschaft (C) Rob Lott

Drei Delfine sterben innerhalb von fünf Monaten in Las Vegas

Großer Tümmler in Gefangenschaft (C) Rob Lott Im US-amerikanischen Hotel "The Mirage" in Las Vegas...

Erster Meeresbeauftragter der Bundesregierung nimmt seine Arbeit auf

Die Bundesregierung hat mit Sebastian Unger erstmals einen Meeresbeauftragten bestellt. Seine Aufgabe wird sein eine...

Qualvolle Walschlachtungen in Island nun unter Beobachtung

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Durch eine Verordnung von Islands Fischereiministerin Svandís Svavarsdóttir muss die Waljagd in Island ab sofort an Bord überwacht werden. Dies könnte möglicherweise das Ende des isländischen Walfangs bedeuten.

Anlass für die Verordnung war unsere Forderung nach einer Untersuchung von Verstößen gegen das isländische Walfang- und Tierschutzgesetz bei der Finnwaljagd. Dabei haben wir gemeinsam mit unserem Partner in Island, der Meeresschutzorganisation Hard To Port, Regierungsvertreter:innen mit Beweisen dafür konfrontiert, dass in vielen Fällen die Sprengladung der Harpunen nicht detonieren, wenn sie von isländischen Walfänger:innen auf Finnwale abgefeuert werden. Dies hat einen qualvollen Todeskampf für die Wale zur Folge.

Das isländische Fischereiministerium (Fiskistofa) wird nun gemeinsam mit Vertreter:innen der isländischen Lebensmittel- und Veterinärbehörde (MAST) auf den Jagdschiffen prüfen, ob die Tötung der Wale schnell und ordnungsgemäß erfolgt. Die Beurteilung der Genauigkeit und des genauen Todeszeitpunkts ist jedoch sehr schwierig. Wenn eine Harpune von einem fahrenden Schiff aus auf ein bewegliches Ziel abgefeuert wird, ist es fast unmöglich die Präzision der Schüsse oder der Dauer bis zum Tod korrekt festzustellen und damit die vollständige Einhaltung der geltenden Tierschutzvorschriften nachzuweisen.

Nach Artikel 27 des isländischen Tierschutzgesetzes muss die Jagd stets so durchgeführt werden, dass den Tieren so wenig Schmerzen wie möglich zugefügt wird und ihre Tötung so wenig Zeit wie möglich in Anspruch nimmt.

Die Bilder, die Hard To Port von den Jagden der letzten Tage erhalten hat, zeigen an Land gezogene, harpunierte Finnwale, bei denen die Munition in der Explosivharpune nicht detonierte. Ein trächtiges Finnwal-Weibchen wurde mit einer nicht gezündeten Harpune in der rechten Brustflosse und einer weiteren in ihrem Bauch zur Walfangstation gebracht. Ihr ungeborener Nachwuchs starb mit ihr.

Der Einsatz von Harpunen ist schon grausam genug, aber allein in den letzten drei Wochen wurden mindestens vier Finnwale mit nicht explodierten Sprengladungen in ihrem Körper dokumentiert. Penthrit-Granaten müssen im Brustkorb, in der Brustwirbelsäule, im Nacken oder im Gehirn detonieren, um einen schnellen oder sofortigen Tod des Wals zu gewährleisten. Wenn die Hapune nicht zündet, muss in der Regel für einen weiteren Schuss nachgeladen werden. Dies dauert etwa acht Minuten und verlängert die Qualen der Wale erheblich.

Vanessa Williams-Grey, WDC-Kampagnenleiterin gegen den Walfang, kommentierte: "Es ist klar, dass die Walfänger:innen nicht garantieren können, dass sie jeden Finnwal schnell und sauber töten. Wir beglückwünschen die Fischereiministerin dazu, dass sie unsere Bedenken bezüglich des Tierschutzes ernst genommen hat, und hoffen weiterhin, dass dies der Anfang vom Ende des Walfangs in isländischen Gewässern ist.“

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Katrin Matthes

Seit August 2022 setzt sich Katrin als Referentin für Kommunikation und Kampagnen bei WDC dafür ein, den kommerziellen Walfang und Kleinwaljagden vor Japan zu beenden. Außerdem betreut sie unseren Bildungs- und Kids-Bereich.

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