Weltweit werden tausende Wale und Delfine in Meeresparks gehalten.
Die Standards der Einrichtungen sind sehr unterschiedlich, aber kein Delfinarium kann die natürlichen Bedingungen in freier Wildbahn auch nur annähernd nachbilden. Auf dieser Seite finden Sie Einzelheiten zu den Arten, die weltweit gehalten werden.
Stand: Februar 2026. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert. Je nach Region und Einrichtung sind genaue und aktuelle Informationen schwer zu bekommen.
In welchen Ländern gib es Wale und Delfine Gefangenschaft?
Fakten zu Walen und Delfinen in Gefangenschaft
- Weltweit gibt es rund 350 Einrichtungen in mehr als 50 Ländern, die Wale und Delfine einem zahlenden Publikum präsentieren.
- Die überwiegende Mehrheit der Individuen sind Große Tümmler, insgesamt werden 16 verschiedene Arten in Betonbecken gehalten.
- China ist das Land mit den meisten Delfinarien (circa 100) und gefangenen Individuen (über 1.300).
- Japanische Delfinarien beziehen Delfine auch aus den berüchtigten Treibjagden, die im Land noch immer stattfinden.
- Orcas sind die größten Wale oder Delfine, die in Gefangenschaft gehalten werden – hauptsächlich in den USA, aber zunehmend auch in China. Erfahren Sie mehr über Orcas in Gefangenschaft.
- Im Vereinigten Königreich gab es einst 30 Meeresparks, aber der letzte wurde in den 1990er Jahren geschlossen.
- Spanien hat die meisten Einrichtungen mit Meeressäugern in Gefangenschaft in Europa (9).
- Mexiko hat inzwischen (2025) die Haltung von Walen und Delfinen in Gefangenschaft verboten, es befinden sich aber noch viele Individuen in Delfinarien, von denen einige „Schwimmen mit Delfinen“-Programme anbieten. Erfahren Sie mehr über die Problematik des Schwimmens mit Delfinen.
- Zwischen 2012 und 2018 wurden in Russland sowohl Orcas als auch Belugas für die Delfinarien-Industrie gefangen, aber einige nach internationalen Kampagnen wieder in die Wildnis entlassen.
In Gefangenschaft gehaltene Wale und Delfine: Übersicht nach Art und Region/Land
Welche Länder halten keine Wale und Delfine mehr in Gefangenschaft?
Die gute Nachricht ist, dass eine zunehmende Zahl von Ländern keine Einrichtungen mehr hat, in denen Wale und Delfine in Gefangenschaft gehalten werden. Dies kann auf vollständige Verbote, Handelsbeschränkungen oder gesetzliche Regelungen zurückzuführen sein, die so strenge Umwelt- oder Tierschutzanforderungen stellen, dass eine Haltung praktisch unmöglich wird.
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Länder, die die Zurschaustellung von Walen und Delfinen zu Unterhaltungszwecken nicht erlauben (oder diese Praxis schrittweise abschaffen):*
- Belgien (Phase-Out bis 2037)
- Bolivien
- Kanada
- Chile
- Costa Rica
- Kroatien
- Zypern
- Frankreich
- Ungarn (erreicht durch Transportverbot)
- Indien
- Kasachstan
- Nicaragua
- Slovenien
- Schweiz (erreicht durch Transportverbot)
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Länder, die den Handel mit lebenden Walen und Delfinen verboten oder eingeschränkt haben:
- Argentinien (Importe aus der Russischen Föderation verboten)
- Brasilien (Verbot von Importen und Exporten)
- Chile (verbietet den Import und Export von Delfinen zur öffentlichen Zurschaustellung)
- Costa Rica (Importe und Exporte verboten)
- Zypern (Importe verboten)
- Dominikanische Republik (Importe von Orcas verboten)
- Ungarn (Importe verboten)
- Indien (Importe verboten)
- Malaisia (Handelsverbot)
- Mexiko (Handel mit wildgefangenen Walen und Delfinen verboten)
- Solomon Inseln (Exporte verboten)
- Schweiz (Importe verboten)
- USA (Importe von wildgefangenen Walen und Delfinen streng reguliert)
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Länder mit strengen Vorschriften für die Haltung von Walen und Delfinen in Gefangenschaft:
- Brasilien
- Luxemburg
- Norwegen
- Vereinigtes Königreich
- Italien (Schwimmen mit Delfinen und Interaktionen sind verboten)
Daten aus *Rose, N.A., Soller, A.S., and Parsons, E.C.M. (2023). The Case Against Marine Mammals in Captivity, 6th edition (Washington, DC: Animal Welfare Institute and World Animal Protection), S. 186 folgende
Das können Sie tun
Besuchen Sie keine Delfinarien und unterstützen Sie die Arbeit von WDC. Damit sorgen Sie dafür, dass die Haltung von Walen und Delfinen in Zoos und Delfinarien bald der Vergangenheit angehört!