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Wale und Delfine sind bemerkenswert. Aber warum sind sie so wichtig? Wieso müssen wir die Gefangenschaft beenden, den Walfang stoppen, den Beifang verhindern und ihre Lebensräume schützen? Was ist so besonders an Walen und Delfinen?

Wale & Klimaschutz

Wale sind unsere Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise

 

Wale sind Klimaschützer. Sie durchmischen Nährstoffe im Meer und fördern durch ihre Ausscheidungen das Wachstum von Phytoplankton, das (wie Bäume an Land) Kohlenstoffdioxid zu Sauerstoff umwandelt. Ihre Körper dienen als riesige Kohlenstoff-Speicher und sind nach ihrem Tod eine wertvolle Nahrungsquelle für das Leben in der Tiefsee.

Ihre Zukunft ist unsere Zukunft.

  • Krill

    Wale durchmischen Nährstoffe

    Wale ernähren sich von Krill, Fisch und anderen Meereslebewesen. Sie tauchen zur Nahrungssuche in die Tiefe ab. Bei ihren Schwimmbewegungen wirbeln sie das Wasser auf und verteilen so im Wasser gelöste Nährstoffe im Meer.

    Krill
  • Wale düngen Phytoplankton

    Um ihr "Geschäft" zu verrichten, schwimmen die Wale an die Wasseroberfläche. Dort leben mikroskopisch kleine Pflanzen (Phytoplankton), für die die Wal-Ausscheidungen wie Dünger sind.

  • Wale als Klimaschützer

    Das Phytoplankton wandelt, wie Bäume an Land, mittels Photosynthese Kohlenstoffdioxid (CO₂) in Sauerstoff (O₂) um. Übrig bleibt Kohlenstoff (C), der in den Pflanzenzellen gespeichert wird. So tragen die Wale dazu bei, dass weniger Kohlenstoff zur Verfügung steht, der sich zu klimaschädlichem CO₂ verbinden kann. Außerdem tragen sie dazu bei, dass den Meeresbewohnern Sauerstoff zur Verfügung steht.

  • Pottwale tauchen ab

    Walsturz (Whalefall)

    Ein Walsturz bezeichnet den Kadaver eines Wals, der nach seinem Tod auf den Meeresboden absinkt und dort über Jahre bis Jahrzehnte ein eigenes Tiefsee-Ökosystem bildet. Zunächst fressen größere Aasfresser die Weichteile, danach nutzen spezialisierte Organismen selbst die Knochen als Lebensraum, sodass der Wal zu einer wichtigen „Nahrungsinsel“ in der sonst nährstoffarmen Tiefsee wird. Gleichzeitig spielt dieser Prozess eine Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf, da der im Wal gespeicherte Kohlenstoff mit dem Kadaver in die Tiefe transportiert und dort langfristig gebunden wird, statt als CO₂ in die Atmosphäre zurückzukehren.

    Pottwale tauchen ab

Walschutz ist Klimaschutz

Der Kampf gegen die Klimakrise kann sich manchmal überwältigend anfühlen.
Doch es gibt Hoffnung, unter dem Meer.

 

Wale sind wie riesige schwimmende Wälder, die während ihrer langen Lebensdauer große Mengen an Kohlenstoff aufnehmen und diesen zeitlebens in ihren Zellen speichern.

Sie sind unsere Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel. Und wie die Regenwälder, brauchen sie dringend unseren Schutz.

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Wale als Klimaschützer

Die Meere sind verschmutzt, überfischt und werden für kurzfristige kommerzielle Gewinne ausgebeutet. Etwa drei Millionen Wale sind allein im 20. Jahrhundert dem industriellen Walfang zum Opfer gefallen. Wale sind außerdem Bedrohungen wie Meeresverschmutzung, Klimawandel, Kollisionen mit Schiffen und vor allem der Gefahr, sich in Fischernetzen zu verfangen (Beifang), ausgesetzt.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Wale eine wichtige Rolle im Ökosystem der Weltmeere und für das globale Klima spielen. Ihr Fehlen hat ungeahnte Folgen. Fischer:innen und Walfänger:innen argumentieren, dass Wale bejagt werden müssen, weil sie zu viel Fisch fressen. In Wirklichkeit ist es umgekehrt: Wale tragen zu gesunden Fisch-Populationen bei!

Wale durchmischen Nährstoffe

Wale fressen Krill und Fisch und tauchen zur Nahrungssuche in die Tiefe ab. Bei ihren Schwimmbewegungen wirbeln sie das Wasser auf und verteilen so im Wasser gelöste Nährstoffe im Meer. Das kommt vielen anderen Meeresbewohnern zugute.

Wale düngen das Phytoplankton

Um ihr "Geschäft" zu verrichten, schwimmen die Wale an die Wasseroberfläche. Dort leben mikroskopisch kleine Pflanzen (Phytoplankton), für die die Wal-Ausscheidungen wie Dünger sind. Phytoplankton ist Nahrungsquelle für tierisches Plankton, das dann wiederum Fischen und Walen als Nahrungsgrundlage dient. Mit den Wal-Ausscheidungen kann das Meer mit all seinen Bewohnern richtig gut gedeihen! Mehr Wale bedeuten also mehr Plankton, mehr Fisch und ein gesunder Ozean.

Wale sind Klimaschützer

Der Anstieg des CO₂ (Kohlenstoffdioxid) in der Atmosphäre führt zu einer Zunahme der globalen Klimatemperaturen. Die Reduktion von CO₂ aus der Atmosphäre hilft, den Klimawandel abzuschwächen. Wale spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie das Phytoplankton im Meer düngen.

Das Phytoplankton in den oberen Schichten der Meere, betreibt Photosynthese: Es wandelt Sonnenlicht in Energie und Sauerstoff um. Phytoplankton produziert mindestens die Hälfte des Sauerstoffs auf der Erde − wobei der Sauerstoff, der im Meer produziert wird, auch dort bleibt und die Meeresorganismen versorgt.

Aber Phytoplankton kann noch mehr: Es stellt die Basis des Nahrungsnetzes im Ozean dar. Bei der Umwandlung von CO₂ (Kohlenstoffdioxid) in O₂ (Sauerstoff), bleibt C (Kohlenstoff) übrig. Der Kohlenstoff ist eine der wichtigsten Bausteine in Körperzellen. Wenn andere Meerestiere Phytoplankton fressen, nehmen sie den Kohlenstoff auf und speichern ihn wiederum in ihrem eigenen Körper. So bleibt der Kohlenstoff über Jahrzehnte gespeichert (natürliche Kohlenstoffsenke) und steht im Kohlenstoffkreislauf nicht mehr zur Verfügung, um sich zu klimaschädlichem CO₂ verbinden zu können. Mehr Wale bedeuten also kurz gesagt weniger CO₂ in der Atmosphäre.

Wale fördern die Artenvielfalt

Stirbt ein Wal, sinkt sein Körper meist auf den Meeresboden (hauptsächlich Großwale, weniger Kleinwale oder Delfine!). Dort sind die Kadaver für lange Zeit Lebensraum und Nahrungsquelle für über 200 Arten, die nur in der Tiefsee vorkommen (einige Arten wurden sogar bisher ausschließlich an Wal-Kadavern beobachtet). Einige Organismen nutzen die Kadaver als Übergangslösung oder "Trittstein-Habitate", um sich weiter in der Tiefsee auszubreiten. Wal-Kadaver spielen demnach eine wesentliche Rolle für den Erhalt der marinen Artenvielfalt.

Fazit

Wir alle brauchen Wale. Einige Populationen erholen sich seit dem internationalen Walfangverbot von 1986 langsam. Wir müssen jedoch nicht nur dafür sorgen, dass die Populationen wachsen, sondern auch, dass sie dauerhaft überleben. Denn es gibt keine "nachhaltige" Entnahme – ob durch Walfang, Kollisionen mit Schiffen, Beifang oder Lebendfänge – das Herausreißen jedes einzelnen Wals aus seiner Rolle als "Ökosystemingenieur" fällt letztendlich auf uns zurück.

Gleichzeitig haben Wale ein Recht auf Unversehrtheit. Sie sind intelligente und hochsoziale Wesen, mit komplexer Kommunikation und engen sozialen Bindungen. Sie pflegen sogar Kulturen, denn sie geben Erlerntes von einer Generation an die nächste weiter – und jede Population hat ihre eigenen Beutepräferenzen, Jagdtechniken oder soziale Gepflogenheiten.

Unsere Vision von einer Welt, in der alle Wale und Delfine in Freiheit und Sicherheit leben, ist daher ein essenzielles Ziel für einen gesunden Planeten und das Überleben des Menschen.

Wale als Klimaschützer

Unsere Arbeit zu Walen als Klimaschützer

Informieren Sie sich über die aktuellen Nachrichten und unsere Arbeit zur Bedeutung von Walen und Delfinen für den Klimaschutz.

(C) Alaska Whale Foundation. Photo taken under NMFS permit 19703.

Projekt: Buckelwale in Alaska

WDC fördert eine Studie, in der die Rolle von Buckelwalen im Nährstoff- und Kohlenstoffkreislauf in Südost-Alaska untersucht wird. Da Buckelwale in allen Ozeanen leben, können die Ergebnisse auf andere Gebiete oder die Meere als Ganzes übertragen werden. Die Forschung liefert weitere Argumente für den Schutz von Walen und ihrem Lebensraum.

© ORES Ursula Tscherter

Projekt: Forschung zum Schweinswal-Kot

Der Beitrag kleiner Wale zu einem gesunden marinen Nährstoffkreislauf ist bislang kaum erforscht. Vor der niederländischen Küste untersucht die Organisation „Stichting Rugvin“ die Rolle von Schweinswalen im komplexen Ökosystem der Nordsee. Die Forschung hilft, ihre Bedeutung besser zu verstehen und ihren Schutz langfristig zu stärken.

Salt

Buckelwal "Salt" als Klimaschützerin

Buckelwale spielen während ihres gesamten Lebens und auch nach ihrem Tod eine wichtige Rolle für unser Klima: Paten-Buckelwal "Salt" durchmischt auf ihren Reisen die Nährstoffe im Meer und fördert durch ihre Ausscheidungen das Wachstum von Phytoplankton. Mit Ihrer Patenschaft helfen Sie uns dabei, Buckelwale und das Klima zu schützen.

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Bildungsunterlagen zur Klimakrise

Unsere Unterrichtsmaterialien zum Thema Wale und Klimaschutz vermitteln umfassendes Hintergrundwissen, liefern anschauliche Arbeitsbeispiele und praktische Anleitungen für Experimente im Unterricht. Entdecken Sie gemeinsam mit ihren Schüler:innen einen der größten Klimaschützer überhaupt – den "Grünen Wal".

Die Wale brauchen Ihre Hilfe!

Wale spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel.