Kleiner Delfin in großer Not

Der Neuseeland-Delfin ist durch Beifang massiv bedroht

Worum geht es?

In den seichten Gewässern vor der Küste Neuseelands lebt eine einzigartige Delfinart: der Neuseeland-Delfin, auch Hector-Delfin genannt. Er lebt ausschließlich in den Gewässern um Neuseeland. In den 1970er Jahren gab es ca. 50.000 der kleinen grauen Delfine, heute sind es nur noch 10.000 Tiere, die in vier Populationen verteilt leben.

In den Gewässern der Nordinsel Neuseelands hat sich eine besondere Population entwickelt: die der Māui-Delfine. Schätzungen zufolge liegt ihre Zahl bei nur noch 60 Individuen. Damit ist der Māui-Delfin einer der seltensten Delfine der Welt.

Alle Populationen sind durch die Fischerei bedroht. Jedes Jahr finden 110 – 150 Delfine in Stellnetzen und Schleppnetzen nahe der Küste den Tod. Dies ist umso erschreckender als Neuseeland-Delfin-Weibchen nur alle zwei bis vier Jahre Nachwuchs bekommen können. Wenn noch mehr Delfine in Netzen sterben, wird die Art bald nicht mehr existieren.  Obwohl die einzelnen Populationen in abgegrenzten Gebieten von maximal 50 Kilometer Länge leben, werden sie nicht ausreichend geschützt. Fischer*innen spannen lange Netze, in denen sich die Delfine verfangen und qualvoll ersticken.

Was muss sich ändern?

Destruktive Fischereimethoden müssen aus den Lebensräumen der Neuseeland-Delfine verbannt werden. Nur so können sie überleben.

Wir fordern die Regierung von Neuseeland auf, endlich Schutzmaßnahmen zu ergreifen. In ihrem Wahlprogramm versprach die derzeit regierende Labour Partei, in der Cookstraße die Stell- und Schleppnetzfischerei zu verbieten. Nun müssen Taten folgen. Wird der Gier der Fischerei kein gesetzlicher Riegel vorgeschoben, stehen die Neuseeland-Delfine vor dem Aussterben. Das müssen wir gemeinsam verhindern!

Was wir machen:

  1. WDC setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der Neuseeland-Delfine ein.
  2. Wir erforschen – auch mit einer Sichtungs-App - wo und wie sie leben.
  3. Wir fordern Schutzgebiete.
  4. Wir informieren die Öffentlichkeit über den kritischen Zustand der kleinen Delfine.
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Verbreitung Neuseeland-Delfine
Neuseeland-Delfin Beifang
(C) Steve Dawson

Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, den Neuseeland-Delfin zu schützen!

Brief

Dear Rt Hon Prime Minister Jacinda Ardern, Hon Stuart Nash and Hon Eugenie Sage, I call on the Labour Party to start to fulfil its election promises by implementing a phase-out of trawling and set netting in the Cook Strait and Taranaki Bight. I also call on you to fully protect Māui dolphins throughout their range. New Zealand dolphins are listed by the IUCN as endangered (Hector’s dolphins) and critically endangered (Māui dolphins). Between 110 and 150 of these dolphins are killed in fishing nets every year. This is both a conservation and a welfare issue. Not only are dolphins dying in nets at a rate that will see them extinct if you don’t take urgent action, but each individual dolphin who dies this way suffers enormously – suffocating in a net is a horrific way to die. New Zealand has a global reputation as a country that cares about wildlife and the environment and yet you are pushing an iconic and indigenous species to almost certain extinction. The rest of the world is wondering why. Please take action now and keep your election promise – save New Zealand dolphins before it is too late.


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Was bisher geschah:

Wir konnten für die Neuseeland-Delfine bereits Erfolge erzielen!

Hector-Delfine

Rohstoff-Abbau im Schutzgebiet?

Im Māui-Delfin-Schutzgebiet sollen Untersuchungen zum Rohstoffabbau durchgeführt werden. Das würde die letzten 60 Individuen zusätzlich belasten - in einem Gebiet, in dem sie eigentlich vor Lärm und Stress sicher sein sollten!

Neuseeland-Delfin

Schutz der Delfine durchgesetzt

Der Abbau von bis zu 50 Millionen Tonnen Eisensand im Delfinschutzgebiet wurde verhindert! Der oberste Gerichtshof in Wellington hob den Beschluss der neuseeländischen Umweltschutzbehörde auf, da dieser illegal sei.

Zeigen Sie der neuseeländischen Regierung, dass die Welt nicht tatenlos zusieht und erinnern Sie Premierministerin Ardern daran, dass sie ihr Wahlversprechen einhalten muss.

Jede Unterschrift zählt!