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Whale Watching

Whale Watching: Verantwortungsvolle Walbeobachtung

Whale Watching bedeutet Wale und Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und zu erleben. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Beobachtung, wie z. B. eine Bootstour, von Land aus oder aus der Vogelperspektive mit einem Helikopter oder Flugzeug.

Es gibt zahlreiche Whale Watching Angebote. Daher haben wir im WDC Whale Watching Ratgeber alle wichtigen Informationen zum Thema verantwortungsvolle Walbeobachtung zusammengefasst. Der Ratgeber beinhaltet außerdem eine Tabelle mit 20 Orten, an denen Sie Wale und Delfine besonders gut beobachten können.

Walbeobachtungen werden fast ausschließlich von kommerziell arbeitenden Unternehmen angeboten. Solche mit minderwertigen Angeboten vertrauen darauf, dass Interessent*innen wahllos und unüberlegt das erstbeste Schiff am Kai wählen oder schlichtweg nicht ausreichend informiert sind.

Wenn sich die Teilnehmer*innen jedoch ausschließlich für qualitativ hochwertige Ausflüge entscheiden, sendet das ein deutliches Signal an die schlechteren Unternehmen. Diese werden so gezwungen, ihre Angebote mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zu verbessern und Missstände zu beheben. Dies wirkt sich positiv auf die Wale und Delfine aus.

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Abstand halten! Leitlinien für die Wal- und Delfinbeobachtung

Immer mehr Menschen möchten auch hierzulande und auf eigene Faust Wale und Delfine in freier Wildbahn beobachten. In der Vergangenheit gingen Personen deshalb in der Nähe von Schleusen oder Wasserstraßen schwimmen, wo sie zum Beispiel dem Menschen zugewandte Große Tümmler hautnah erleben wollten. Dies ist für die Tiere mit sehr viel Stress verbunden, birgt aber auch Verletzungsgefahren für den Menschen. Immerhin wird ein Großer Tümmler bis zu 3,80 m lang und rund 600 kg schwer. Leitlinien für ein angemessenes Verhalten bei der Begegnung mit den Tieren zu erstellen war deshalb dringend nötig.

WDC hat zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz deshalb einen Verhaltenskodex veröffentlicht.

DAS WOHL DER TIERE AN ERSTER STELLE

Die vorsichtige und verantwortungsbewusste Navigation des Bootes ist eine Grundvoraussetzung für die Wal- und Delfinbeobachtung. Wir sind Gäste in der Lebenswelt der Meeressäuger - es ist ein Privileg, sie in ihrem natürlichen Lebensraum sehen zu dürfen. Deshalb sollten wir die Tiere so wenig wie möglich stören.

Natürlich ist es verlockend, möglichst nahe zu kommen - vor allem wenn man sie fotografieren will. Dennoch darf nie vergessen werden, dass Wale Wildtiere sind. Unser Handeln kann ernsthafte Auswirkungen auf ihr natürliches Verhalten haben. Außerdem dauert die Sichtung womöglich wesentlich länger, wenn man sie nicht stört.

UNTERNEHMEN MÜSSEN GELTENDE RICHTLINIEN EINHALTEN

In einigen Regionen gibt es Gesetze zu Whale Watching, die beispielsweise einen Mindestabstand festlegen. Andere Orte haben lediglich einen Verhaltenskodex, der an den guten Willen und das Gewissen der Unternehmen appelliert und rechtlich nicht bindend ist. Es gibt allerdings auch Regionen ohne Regularien, in denen die kommerzielle Walbeobachtung allen Betreiber*innen offensteht.

Informieren Sie sich vorab, ob Whale Watching in einem bestimmten Gebiet gesetzlichen oder freiwilligen Richtlinien unterliegt, bevor Sie an einer Exkursion teilnehmen!

INFORMATIONEN ZUR SICHERHEIT AN BORD

Ein Whale Watching Unternehmen sollte die folgenden Kriterien erfüllen:

  • eine gültige Lizenz in der jeweiligen Region
  • eine*n erfahrene*n Kapitän*in und eine gut ausgebildete Besatzung
  • eine den lokalen Anforderungen und Richtlinien entsprechende Sicherheitsausstattung
  • eine Maximalanzahl erlaubter Passagier*innen
  • eine Sicherheitsunterweisung für alle Passagier*innen
(C) Charlie Phillips
Finnwale Azoren (C) Oliver Dirr / Whaletrips
Finnwale Azoren (C) Oliver Dirr / Whaletrips

HOHE STANDARDS IN DER BETREUUNG

Den Passagier*innen soll offen und ehrlich gesagt werden, was sie von der Exkursion erwarten können. Eine Garantie für Sichtungen gibt es nicht, aber eine Erfolgsquote kann ein hilfreicher Anhaltspunkt sein. Auch Kundenservice ist wichtig: Das beinhaltet pünktliche Ablegezeiten, ein sauberes Schiff sowie eine freundliche Besatzung.

Informieren Sie sich, ob der Ticketpreis zurückerstattet wird oder es Gutscheine für spätere Fahrten gibt, falls der Ausflug wegen rauer See oder widriger Witterungsbedingungen annulliert werden muss.

EXPERT*IN AN BORD

Das ist ein entscheidender Punkt und kann unter Umständen für den Unterschied zwischen einem einfachen Ausflug und einer außergewöhnlichen Erfahrung sorgen. Wählen Sie ein Unternehmen, das ausführliche Informationen durch Expert*innen oder den*die Kapitän*in des Bootes anbietet. So können Sie ganz nebenbei etwas über das Meer lernen!

Da es schwierig sein kann, einen Wal oder Delfin in größerer Entfernung zu erkennen und zu bestimmen, kann ein*e Expert*in helfen, die Tiere zu entdecken und zu identifizieren, ihre Verhaltensweisen zu deuten und vorhandenes Wissen zu vertiefen.

FORSCHUNG

Manche Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Forschung sowie dem Schutz der Tiere und ihres Lebensraumes. Sie dokumentieren Sichtungen für wissenschaftliche Institute oder arbeiten mit gemeinnützigen Organisationen zusammen.

Schwimmen mit Delfinen

Schwimmen mit Delfinen

WDC empfiehlt, auf Angebote für Schwimmen mit Delfinen zu verzichten.

Tipps für Segler*innen im Mittelmeer

WACHSAMKEIT IST GEBOTEN

Wenn Sie den Blas eines Wals oder die Finne eines Delfins entdecken, reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit und beobachten Sie die Umgebung genau. Wenn Sie einen Wal in der Ferne gesichtet haben, könnten sich andere in Ihrer Nähe – vielleicht nahe an Ihrem Boot – befinden.

Fahren Sie vorsichtig weiter! Behalten Sie Fahrtrichtung und eine geringe Geschwindigkeit (ohne Heckwelle) bei. Schneiden Sie den Walen oder Delfinen nicht den Weg ab, durchfahren Sie die Gruppe nicht und nähern Sie sich nicht mehr als 100 Meter (300 Meter wenn weitere Boote präsent sind).

Grundsätzlich gilt: Lassen Sie die Tiere über Nähe oder Abstand entscheiden.

AHOI! KONTAKTIEREN SIE ANDERE BOOTE IN DER NÄHE

Befinden sich mehre Boote in der Nähe der Wale oder Delfine, dann koordinieren Sie über Funk die weitere Vorgehensweise. Weisen Sie auch andere darauf hin, den Tieren nicht zu nahe zu kommen und achten Sie darauf, dass die Tiere von den sie umgebenden Booten nicht eingekesselt werden. Sollten Sie einen verletzten oder in Netzen verfangenen Wal oder Delfin entdecken, melden Sie dies umgehend an die Behörden vor Ort. Beschränken Sie Ihre Aufenthaltsdauer in der Nähe der Wale oder Delfine auf 15 – 30 Minuten und berühren oder füttern Sie die Tiere nicht! Lärmverschmutzung bedroht den Lebensraum von Walen und Delfinen zusätzlich – denken Sie daran, gerade in deren Nähe sämtliche Echoortungsgeräte zu deaktivieren.

LASSEN SIE KEINEN MÜLL ZURÜCK

Müll im Meer stellt eine große Gefahr für Wale und Delfine dar. Schon heute gehört das Mittelmeer zu der am meisten mit Abfällen belasteten Meeresregion der Welt. Helfen Sie, Ihre Umwelt sauber zu halten und werfen Sie keine Dosen, Zigarettenstummel oder anderen Müll ins Meer.

Infoblatt für Selger - Wale und Delfine im Mittelmeer

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für verantwortungsvolles Whale Watching ein.

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