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Chilean dolphin

Weißbauchdelfin

Cephalorhynchus eutropia

Weißbauchdelfine sind eine der kleinsten Delfinarten. Weniger als 5.000 Individuen gibt es schätzungsweise weltweit.

Weißbauchdelfine werden auch Chilenische Delfine genannt. Einst wurden diese Delfine in großen Mengen von Fischer*innen gefangen und als Köder oder zum Verzehr verwendet. Heutzutage gibt es zwar Gesetze zum Schutz der Delfine, die Jagden finden aber vermutlich nach wie vor statt, wenn auch in geringerem Maße. Wie auch andere Waltiere verfärbt sich der Chilenische Delfin nach seinem Tod schwarz. Als noch kaum Beobachtungen lebender Tiere vorlagen, wurde diese Art daher auch Schwarzer Delfin genannt.

Chilean dolphin illustration
Männlich Weiblich Kalb
Höchstlänge 1,7 m 1,7 m 1,0 m
Höchstgewicht 63 kg unbekannt unbekannt

IUCN-Kategorie: NT (potenziell gefährdet)

Wie sehen Weißbauchdelfine aus?

Der Körper ist grau gefärbt, heller an der Melone und dunkler am Unterkiefer. Sie haben einen kegelförmigen Kopf, eine steile Stirn und keinen Schnabel. Kennzeichnende Merkmale für diese Art sind ein schwarzes Band vom Atemloch bis oberhalb des Auges, eine weiße Kehle und ein weißer Fleck hinter den beiden Brustflossen. Die Rückenflosse ist flach und gerundet, die Brustflossen sind klein und ebenfalls gerundet. Die Schwanzflosse hat in der Mitte eine Kerbe und ebenso wie die Rückenflosse eine gewölbte Hinterkante. Der Bauch ist weiß und trägt eine graue Zeichnung rund um den Genitalschlitz, die je nach Geschlecht unterschiedlich ist.

Wie sieht ihr Alltag aus?

Über das Verhalten dieser Art ist kaum etwas bekannt. Sie wurde als scheu und wenig akrobatisch beschrieben. Chile-Delfine treten in Gruppen von zwei bis 15 Tieren auf, es wurden aber auch schon größere Ansammlungen beobachtet. Bei der Jagd schwimmen sie in runden Bahnen oder zick-zack-förmig, um Fische zusammenzutreiben. Menschen und Booten gegenüber verhalten sie sich eher scheu, werden aber oft zusammen mit anderen Meeressäugern wie Peale-Delfinen gesehen und jagen wie andere Delfinarten auch gemeinsam mit Seevögeln.

Leider sind Weißbauchdelfine immer noch großen Gefahren ausgesetzt. Sie werden für den menschlichen Verzehr und als Köderfleisch in der chilenischen Krabbenfischerei gejagt. Auch Aquakulturen und Netze zur Fernhaltung von Seelöwen stellen eine große Gefahr dar. Ihr Verbreitungsgebiet ist sehr klein und ihr Leben wird durch starken Bootsverkehr eingeschränkt.

Wovon ernähren sie sich?

Weißbauchdelfine ernähren sich von verschiedenen Fischarten wie Sardinen, Sardellen und jungen Lachsen. Auch Kalmare und Krustentiere gehören zu ihrer Beute.

Wo leben sie?

Wie schon der Name vermuten lässt, kommen Chilenische Delfine nur in Chile vor, und zwar in kalten, flachen Küstengewässern, Mündungsbereichen und Kanälen. Sie bevorzugen Gebiete mit hohem Tidenhub (Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser) und sind oft in Mündungen von Fjorden und Buchten anzutreffen. Manchmal schwimmen sie auch Flüsse hinauf. Man kann sie an spektakulären Orten wie der Magellanstraße und den Kanälen von Feuerland beobachten.

Verbreitungskarte

Chilean dolphin distribution map
Weltbestand geschätzt unter
Individuen

Weißbauchdelfine brauchen Ihre Hilfe

Hauptbedrohungen...

  • Bejagung – Weißbauchdelfine werden nach wie vor zum menschlichen Verzehr und als Köder in der chilenischen Krabbenfischerei gejagt.
  • Fischerei – Die Delfine verfangen sich versehentlich in Fischernetzen oder Angelleinen, was zu Verletzungen oder sogar zum Tod führt
  • Lebensraumverlust - Menschliche Aktivitäten in ihrem kleinen Verbreitungsgebiet bedrohen die Weißbauchdelfine.

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