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Pazifischer Nordkaper (Nordpazifischer Glattwal)

Eubalaena japonica

Die Pazifischen Nordkaper werden auch Nordpazifische Glattwale genannt. Sie wurden als der richtige (right) Wal zum Jagen betrachtet und somit durch den Walfang an den Rand des Aussterbens gebracht.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Nordpazifische Glattwale unerbittlich verfolgt und waren fast ausgestorben.  Da sie langsam sind, waren sie leicht zu jagen.  Ihre toten Körper schwammen  aufgrund der dicken Fettschicht an der Oberfläche und konnten so einfacher wiedergefunden und abtransportiert werden. Heute sind sie zusammen mit dem Nordatlantischen Glattwal die am stärksten gefährdete Großwal-Art.

Whale illustration
Männlich Weiblich Kalb
Höchstlänge 9,8 m 8,5 m 2,4 m
Höchstgewicht 10.000 kg 7.500 kg 180 kg

IUCN-Kategorie: EN (stark gefährdet)

Population im Nordost-Pazifik: CR (vom Aussterben bedroht)

Wie sehen Pazifische Nordkaper aus?

Pazifische Nordkaper haben einen bemerkenswert großen Kopf, der fast ein Drittel ihrer Gesamtlänge ausmacht, und eine stark gewölbte Mundlinie. Die Wale tragen v.a. auf ihrem Oberkiefer und Kopf verhornte Schwielen, deren größte - auf der Nasenspitze - als „Mütze” bezeichnet wird. Auf diesen Schwielen leben Walläuse, kleine Krebstiere, die sie weiß, rosa, gelb oder orange erscheinen lassen. Zu verwechseln ist der Nordkaper nur mit dem Grönlandwal, der aber keine Schwielen hat.

Nordkaper haben zwei Atemlöcher und erzeugen beim Ausatmen eine bis zu fünf Meter hohe, V-förmige Fontäne. Ihr Körper ist abgesehen von weißen Flecken auf der Bauchseite schwarz oder dunkelgrau gefärbt. Nordkaper haben keine Rückenflosse und lange, breite Brustflossen, an denen kleine Leisten herablaufen. Die Leisten befinden sich über Knochen, die ähnlich angeordnet sind wie die Fingerknochen des Menschen.

Wie sieht ihr Alltag aus?

Heutzutage gibt es nur noch wenige Sichtungen von Pazifischen Nordkapern. Sie sind trotz ihrer Größe überraschend akrobatisch und springen aus dem Wasser oder schlagen mit den Brustflossen auf die Wasseroberfläche. Sie scheinen sich auch für Gegenstände im Wasser zu interessieren, die sie genauer betrachten und sogar anstupsen. Gelegentlich schwimmen sie zu Booten und lassen es manchmal auch zu, dass Boote sich ihnen nähern. Eine faszinierende Verhaltensweise ist das „Segeln“: die Wale strecken ihre Schwanzflossen aus dem Wasser und verwenden sie als Segel.

Wovon ernähren sie sich?

Pazifische Nordkaper sind Bartenwale und ernähren sich von tierischem Plankton und kleinen Fischen. Beim Fressen schwimmen die Wale mit geöffnetem Maul durch große Plankton- oder Fisch-Schwärme und sieben die Beute dann mit Hilfe der Barten aus dem Wasser.

Wo leben sie?

Stark dezimiert durch kommerziellen und illegalen Walfang leben heute nur noch wenige hundert Nordpazifische Glattwale in ihrem Verbreitungsgebiet. Es wird vermutet, dass es sich dabei um zwei verschiedene Populationen handelt: die östlichen und die westlichen Nordpazifischen Glattwale.

Da es im Beringmeer in den Monaten April und September regelmäßige Sichtungen dieser bedrohten Walart gab, wurde dort im Jahr 2006 ein Schutzgebiet eingerichtet. Es ist wenig darüber bekanntd, wo sich die Glattwale außerhalb dieser Zeit aufhalten oder fortpflanzen. Pazifische Nordkaper sind durch Lebensraumverlust, Störungen, Verfangen in Fischernetzen und Schiffskollisionen stark bedroht.

Verbreitungskarte

North Pacific right whale distribution map
Weltbestand geschätzt unter
Individuen

Pazifische Nordkaper brauchen Ihre Hilfe

Hauptbedrohungen...

  • Meeresverschmutzung – Giftige Chemikalien aus Plastik, Müll und Öl reichern sich in den Pazifischen Nordkapern an und bedrohen ihre Gesundheit und die Fortpflanzungsfähigkeit.
  • Fischerei – Pazifische Nordkaper verfangen sich versehentlich in Fischernetzen oder Angelleinen, was zu Verletzungen oder sogar zum Tod führt.

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