30 Jahre im Einsatz für Wale und Delfine


WDC ist seit 30 Jahren aktiv.

Das möchten wir mit unseren Unterstützer*innen feiern!

30 Jahre WDC

Gemeinsam haben wir vieles für Wale und Delfine erreicht und richten den Blick auf die vor uns liegenden Herausforderungen.

 

Wir haben in den letzten drei Jahrzehnten Schutzprojekte durchgeführt, Forschungsarbeit geleistet, waren an Schulen und Kindergärten, setzten uns auf der ganzen Welt bei Politikern und auf Konferenzen für den Wal- und Delfinschutz ein, haben Plastik an Nord- und Ostsee gesammelt und kämpften gemeinsam mit den Walen gegen den Klimawandel. Unsere Arbeit ist vielseitig – nur so können wir erreichen, dass jeder Wal und Delfin in Freiheit und Sicherheit leben kann. Das ist unsere Vision!

Glückwunsch-Galerie

Promis und Unterstützer*innen gratulieren zu 30 Jahre WDC!

30 Fakten zu Walen und Delfinen

1. Grönlandwale, denen Walforscher*innen heute begegnen, lebten schon zu Zeiten von Napoleon.
1993 machten Forscher*innen an einem getöteten Grönlandwal eine faszinierende Entdeckung. Man fand eingewachsen in der Haut des Wals zwei steinerne Speerspitzen aus dem 19. Jahrhundert. Damit war eine lang gehegte Vermutung bewiesen: Grönlandwale können über 200 Jahre alt werden. Sie gehören damit zu den langlebigsten Tieren auf Erden überhaupt.

2. Blauwale sind die schwersten Tiere der Erde.
Ausgewachsene Blauwalweibchen bringen ein Gewicht von stolzen 180 Tonnen auf die Waage. Damit wiegen sie wohl mehr als doppelt so viel wie der größte Dinosaurier, der je auf Erden gelebt hat. Die Zunge eines Blauwals wiegt so viel wie ein Elefant, sein Herz so viel wie eine Kuh und schon ein neugeborenes Blauwalbaby nimmt es gewichtsmäßig locker mit einem ausgewachsenen Flusspferd auf.

3. Das drei Meter lange Horn eines Narwals ist ein langer, gedrehter Zahn.
Es ist ein sekundäres sexuelles Geschlechtsmerkmal der Männchen, ähnlich wie die Mähne eines Löwen. Erst vor kurzem wurde herausgefunden, dass die Zähne sehr stark mit Nerven durchzogen sind und vermutlich zur Bestimmung von Temperatur, Tiefe und evtl. sogar Salzgehalt des Meerwassers eingesetzt werden.

4. Pottwale schlafen tief und fest.
Zumindest ca. 20 Minuten lang, danach werden sie von einer Art natürlichem Atemalarmsignal geweckt und müssen wieder auftauchen, um Luft zu holen. Grundsätzlich ist das Schlafverhalten von Walen und Delfinen bisher wenig erforscht. Bei einigen Arten konnte man feststellen, dass eine Gehirnhälfte ruht, während die andere Hälfte wach bleibt und das aktive Auftauchen und die Atmung steuert. Pottwale schlafen aber wie wir mit beiden Gehirnhälften.

5. Die Fettschicht eines Grönlandwals kann bis zu 70 cm dick werden.
Die Fettschicht der Tiere ein und derselben Art kann je nachdem, wo die Tiere zu Hause sind, unterschiedlich dick sein. Das hat dann unter anderem Auswirkungen auf die Größe/Länge der Tiere. So werden unsere Paten-Tümmler vor Schottland bis zu vier Meter groß, während Große Tümmler im Mittelmeer nur drei Meter lang sind.

6. Schnabelwale können bis zu 140 Minuten lang tauchen.
Cuvier-Schnabelwale halten mit über zwei Stunden Tauchzeit den Weltrekord im Tauchen. In dieser Zeit gelangen sie bis in zwei Kilometer Tiefe oder mehr, immer auf der Suche nach fressbaren Kalmaren.

7. Walkot erleichtert uns Menschen das Leben.
Denn er ist ein Dünger – zwar nicht für Tomaten, Gurken und Co. – aber für das pflanzliche Plankton, die Nahrungsgrundlage vieler Lebewesen im Meer. So tragen Wale durch ihre Ausscheidungen zur Gesundheit und Produktivität der Meere bei!

8. Walbabys bekommen die Muttermilch von ihren Walmüttern über Milchdrüsen in den Mund gespritzt.
Wal- und Delfinbabys haben keine Lippen und können daher nicht so wie Menschenbabys saugen. Deshalb hilft die Mutter stets aktiv nach.

9. Wale und Delfine tauchen mit offenen Augen.
Damit ihre Augen im Salzwasser gut geschützt sind, ist ihre Tränenflüssigkeit reich an Fettsäuren und isoliert die Vorderseite der Hornhaut von dem umgebenden Salzwasser.

10. Wale spritzen beim Auftauchen kein Wasser aus ihrem Blasloch.
Da sie die Luft mit hohem Druck ausstoßen, kondensiert der Atem an der Luft und der Blas wird als Nebelfontäne sichtbar. Walforscher*innen können viele Walarten anhand der Form und Höhe des Blas unterscheiden.

11. Ein Buckelwal hat die längste, je dokumentierte Reise aller Säugetiere zurückgelgt.
Bei nur einer Reise legte er 9.800 Kilometer von Brasilien nach Madagaskar zurück, das ist ein Viertel einer Weltumrundung! Gemeinhin gilt der Grauwal als der Wal mit den längsten Wanderungen. Dieser Buckelwal war ein besonders wanderlustiger Geselle.

12. Orcas können im Wasser so schnell wie Rennpferde im Galopp werden.
Mit den ca. 55 Stundenkilometern, die die schwarz-weißen Wale erreichen können, zählen sie zu den schnellsten Tieren im Ozean.

13. Wale haben Schnurrhaare.
Buckelwale haben um den Mund und am Kopf Höcker, aus denen jeweils ein einzelnes Haar wächst. Diese Haare könnten wie die Schnurrhaare einer Katze dazu dienen, ihre Umgebung zu erfühlen.

14. Pottwale sind die lautesten Wale.
Sie erreichen eine Lautstärke von 230 Dezibel. Für die Ohren von uns Menschen sind 120-130 Dezibel bereits schmerzhaft.

15. Buckelwale singen gemeinsam ihre Lieder.
Männliche Buckelwale sind leidenschaftliche Sänger. Dabei können ihre Melodien eine halbe Stunde oder länger sein. Sie werden außerdem jedes Jahr – mit leichten Variationen – wieder aufgenommen.

16. Gewöhnliche Delfine sind manchmal in Gruppen von bis zu 10.000 Tieren unterwegs.
Zum Vergleich: Die WDC-Patenorcas ziehen meist in Familiengruppen von fünf bis zehn Tieren umher. Alle paar Jahre kommt es zu den großen Familientreffen, bei denen 40 Orcas oder mehr zusammen kommen und die Tiere mit ihren Verwandten interagieren.

17. Blainville-Schnabelwale haben die härtesten Knochen im gesamten Tierreich.
Ihr lateinischer Name „densirostris“ heißt so viel wie „dichte Schnauze“ und deutet auf die hohe Dichte ihrer Kieferknochen hin, die eine Anpassung an die tiefen Tauchgänge dieser Wale sind.

18. Der Pottwal hat das größte Gehirn im gesamten Tierreich.
Es wiegt stolze acht Kilogramm. Der Kopf des Pottwals nimmt bis zu einem Drittel seiner Körpergröße ein und ist mit einem speziellen Fett gefüllt, dass dem Wal bei der Lauterzeugung und dem Auftauchen hilft.

19. Die engsten lebenden Verwandten der Wale sind Nilpferde.
Neben genetischen und anatomischen Gemeinsamkeiten teilen Nilpferde und Wale auch die Fähigkeit, dass Schallwellen nicht über die Ohren sondern über den Kieferknochen aufgenommen und verarbeitet werden.

20. Der Nordkaper war einer der am meisten bejagten Wale.
Das bezeugt sein englischer Name, "Right Whale", der richtige Wal für die Jagd. Nordkaper sind leicht zu erbeuten, treiben nach ihrer Tötung auf der Oberfläche und ergaben extrem viel Öl, weil ihre Fettschicht so dick ist.

21. Buckelwale sind die „Großflügler aus Neu-England”.
Das ist die wörtliche Übersetzung ihres wissenschaftlichen Namens „Megaptera novaeangliae“. Ihre langen Brustflossen erinnern beim Springen an Flügel. Erstmals beschrieben wurden Buckelwale in Neuengland, Nordamerika. Mit den langen Flippern können sich die Wale aber auch gut gegen Orcas zur Wehr setzen.

22. Das Grunzen im Meer.
Wenn Schweinswale ausatmen, klingt es wie ein Schnäuzen oder Schnaufen. Wahrscheinlich hat dieses Geräusch an Schweinegrunzen erinnert und so kam der kleine Wal zu seinem deutschen Namen.

23. Die Finnen von männlichen Schwertwalen werden bis zu zwei Meter hoch.
Sie sind auch der Grund für ihren Namen „Schwertwale“, denn die langen Rückenflossen erinnern an Schwerter. Die Finnen der Weibchen sind wesentlich kleiner.

24. Buckelwale sind begeisterte Springer.
Es gibt unzählige Theorien, warum Wale und Delfine in die Luft springen: um Parasiten loszuwerden, um mit dem Aufplatschen ein lautes Geräusch zum Erschrecken oder Verwirren ihrer Beute zu erzeugen, als Element der Kommunikation mit Artgenossen oder vielleicht einfach nur als Zeichen unbändiger Lebensfreude …

25. Ausgewachsene Wale und Delfine haben (fast) keine natürlichen Feinde.
Einzig ihr Nachwuchs ist in den ersten Monaten gefährdet, von Haien attackiert zu werden. Im Jahr 2015 beobachteten Forscher*innen vor Südafrika, wie eine Gruppe von mehr als zehn Schwarzhaien ein ca. vier Meter langes Buckelwalbaby tötete. Ausgewachsene Großwale und Delfine müssen sich ansonsten nur vor Orcas in Acht nehmen.

26. Wale und Delfine stehen sich gegenseitig bei.
Sie pflegen enge soziale Bindungen und unterstützen einander in Notlagen.

27. Delfine und Wale haben Persönlichkeit.
Sie haben individuelle Fähigkeiten und Vorlieben, geben einander Namen und können einander gegenseitig einschätzen. Die Mitglieder fester Populationen bilden unterschiedlich enge Bindungen aus – so wie wir Menschen.

28. Wale und Delfine haben Kultur.
Sie lernen voneinander, geben spezifische Verhaltensweisen, Jagdstrategien und anderes Wissen von einer Generation zur nächsten weiter. Populationen derselben Art sprechen oft unterschiedliche Dialekte. Als soziale Gruppen entwickeln sie eigene Traditionen und bilden eine gemeinschaftliche Identität aus.

29. Zahnwale sind auf ihre soziale Gemeinschaft angewiesen.
Viele Zahnwalarten brauchen ihr soziales Umfeld, die Unterstützung von Artgenossen und ihre langanhaltenden Bindungen (Freundschaften). In ihren Gemeinschaften fühlen sie sich aufgehoben, die engen Bindungen zwischen bestimmten Individuen können ein Leben lang halten.

30. Delfine haben ein Selbst-Bewusstsein.
Bei Tümmlern und Orcas wurden Intelligenz, ein hohes Maß an Individualität und Selbstbewusstsein nachgewiesen. Diese Tiere können offenbar über sich nachdenken und ihre Rolle in der Gemeinschaft subjektiv einschätzen. Sie können Handlungen planen und Erfahrungen reflektieren. Solche Fähigkeiten findet man nur ganz selten im Tierreich!

Eintauchen

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Die WDC-Gründungsgeschichte

Wie ist WDC entstanden und wo stehen wir heute?

30 Jahre WDC Team

Das Team

Die Mitarbeiter*innen von Whale and Dolphin Conservation Deutschland stellen sich vor.

Humpback whale

Artenschutz und Forschung

WDC leitet und unterstützt wichtige Forschungsprojekte.

Stoppt die Wilderei!

Weil die Meere von großen Fischfangflotten der Industrienationen leer gefischt werden, decken immer mehr Menschen in armen Ländern ihren Proteinbedarf mit dem Fleisch von Meeressäugern.