Kollisionen von Schiffen mit Buckelwalen verhindern

WDC führt eine Studie zu Kollisionen zwischen Schiffen und Walen an den gefährdeten Buckelwalen im Golf von Maine (USA) durch. Diese Studie beschäftigt sich mit der Evaluierung von Kollisionen ohne tödlichem Ausgang, bei der anhand einer umfassenden Buckelwal-Fotodatenbank die Wunden der Wale untersucht werden, die auf eine Kollision zurückzuführen sind.

Die Buckelwale im Golf von Maine nutzen die Region vor Neuengland von Frühling bis Herbst für die Nahrungsaufnahme. In diesem Gebiet sind sie vor allem den Gefahren durch Fischerei (Fischernetze und Langleinen) und Schifffahrt ausgesetzt.

Bisher standen der Forschung nur wenige Daten zur Verfügung, um das Risiko von nicht-tödlichen Kollisionen zwischen Schiffen und Walenund ihrer Bedeutung für den Fortbestand dieser Buckelwalpopulation zu ermessen. Mit der nichtinvasiven Technik, Fotos der Buckelwale zu analysieren, ist WDC auf diesem Gebiet einen wichtigen Schritt weiter gegangen. Die Daten der Studie zeigen klar, dass Kollisionen mit Buckelwalen nur selten offiziell gemeldet werden. Mindestens jeder zehnte Buckelwal wurde bereits von einem Schiff gerammt und verletzt. Dabei sollte man sich vor Augen halten, dass es sich hierbei nur um eine vorsichtige Schätzung handelt, denn z.B. Verletzungen nach einer stumpfen Gewalteinwirkung (wie durch den Rumpf eines Schiffes) können bei der Analyse der Fotodatenbank nicht berücksichtigt werden.

Während die Walbeobachtungsrichtlinien für den Nordosten der USA eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Beobachtungsboote vorsehen, um Kollisionen zu vermeiden, werden diese Begrenzungen nicht auf andere im Gebiet der Buckelwale verkehrenden Schiffe und Boote angewandt,.

Die Ergebnisse der WDC-Studie nutzen wir, um die Entwicklung von für alle Schiffe und Boote geltenden Richtlinien in den Buckelwalgebieten voranzutreiben.

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