Buckelwale im Golf von Maine, USA

Im Golf von Maine finden die bedrohten Buckelwale wichtige Nahrungsgründe. Dennoch werden jährlich Hunderte durch Kollisionen mit Schiffen oder Fischereigerät verletzt oder getötet.

Tag für Tag werden die Wale durch Unterwasserlärm gestört. Obwohl Politiker die Auswirkungen des Lärms durchaus als Risiko anerkennen, bedarf es mehr wissenschaftliche Daten, um geeignete Maßnahmen zum Schutz dieser Population einzuleiten. WDC führt Buch über mehr als 2.600 im Golf von Maine identifizierte Buckelwale und ergänzt im Rahmen ihrer Forschungsprojekte frühere Daten durch neue Informationen.
 
Bei den Buckelwalen im Golf von Maine handelt es sich um die am längsten erforschte Population weltweit. Dank der Foto-Identifikation wissen wir, dass diese Wale zur Fortpflanzung in die Karibik ziehen. Auf ihrem Weg dorthin sind sie vielen Gefahren ausgesetzt. Wir konnten herausfinden, dass die Jungtiere mit 70 %-iger Wahrscheinlichkeit zu ihren Nahrungsquellen im Golf von Maine zurückkehren, an die ihre Mütter sie erstmals geführt haben. Außerdem haben wir Gebiete vor der mittelatlantischen Ostküste ausfindig gemacht, in denen junge Buckelwale überwintern, statt in die Karibik zu ziehen. Um mehr über diese Gebiete und deren mögliche Gefahren für die Wale zu erfahren, arbeiten wir mit verantwortungsvollen Walbeobachtungsunternehmen im Mittelatlantik zusammen.

Unsere Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen der Präsenz kleiner Schiffe haben ergeben, dass einer von zehn Buckelwalen im südlichen Golf von Maine mit einem Schiff kollidiert. Forschungsdaten zu Abfällen im Lebensraum der Wale wurden bereits im Rahmen internationaler Konferenzen vorgestellt. Mit über 200.000 Bildern und Daten aus 20 Jahren Sichtungen wird WDC auch weiterhin die Bundes- und Länderbehörden informieren, öffentliche Stellungnahmen zu geplanten Projekten, die Walen und ihrem Lebensraum schaden können, abgeben und mit anderen Forschungsorganisationen zusammenarbeiten, um diese Arten besser zu schützen.