Meeresschutz

Meeresschutzgebiete weiter in Gefahr

Nach jahrelangem Ringen hinter den Kulissen hat das deutsche Umwelt- und Landwirtschaftsministerium kürzlich seine geplanten Fischereimaßnahmen für die Natura -2000-Schutzgebiete vorgelegt.

Schiff kollidiert in der Ostsee mit Zwergwal

Am Mittwoch den 9. März 2016 endeckten Passagiere der Fähre Rostock – Trelleborg nahe der vielbefahrenen Schiffsstraße Kadetrinne einen toten Zwergwal. Schon bei der ersten oberflächlichen Untersuchung des Zwergwals wurde klar, dass er durch die Verletzungen einer Schiffsschraube getötet wurde.

Noch immer kein Schutz für Schweinswale!

Jahrelang bestanden sie nur auf dem Papier: sechs Nord- und Ostseenaturschutzgebiete, sogenannte Natura -2000-Gebiete, die im Rahmen der EU den Meeresschutz in deutschen Gewässern deutlich verbessern sollten. Elf (!) Jahre nach Ausweisung liegt nun ein Vorschlag der Bundesregierung auf dem Tisch, der am 23.02.2016 in einer öffentlichen Anhörung diskutiert wird. Das Dokument soll die konkrete Umsetzung des Schutzes regeln – es geht also darum, wie der Mensch in Zukunft in die Schutzgebiete eingreifen darf, die ganze 47 Prozent der deutschen Nord- und Ostsee umfassen.

Seismische Untersuchungen in Portugal gefährden Wale und Delfine

Die Küste der Algarve ist Lebensraum für viele Meereslebewesen. Unzählige Wal- und Delfinarten finden sich hier – unter ihnen zum Beispiel Zwergwale und Orcas. Aber auch Blauhaie sowie eine große Anzahl an Fischen, Meeresschildkröten und Seevögel sind dort beheimatet. Neben der großen Bedeutung als Lebensraum ist die Region auch wirtschaftlich relevant. Tourismus und vor allem die Fischerei sind wichtige Einkommensquellen für die Bevölkerung. 

Orca vor Sylt gestrandet

Am 08. Februar strandete ein junger Schwertwal am Strand von Rantum auf Sylt. Nachdem in den letzten Wochen bereits 29 Pottwale gestrandet waren, ist dies nun ein neuer Schock. Zudem handelt es sich bei dem Orca um ein Jungtier, das mit 2,50 Metern noch nicht ausgewachsen war. Seine Todesursache ist bisher ungeklärt, Untersuchungen in einem Institut in Büsum sollen darüber Aufschluss geben.

Acht Pottwale vor Dithmarschen gestrandet

Am 01. Februar sind erneut acht männliche Pottwale an der deutschen Nordseeküste gestrandet, dieses Mal vor Dithmarschen. Die Tiere sind zwischen acht und zwölf Meter lang und waren bis auf ein Tier bereits tot, als sie vom Landesbetrieb für Küstenschutz (LKN) gefunden wurden. Die Bergung wird voraussichtlich wegen des hohen Wasserstandes erst am Mittwoch stattfinden.

Unterwasser-Sprengungen machen Schweinswale taub

Noch immer finden sich große Mengen nicht gesprengter Seeminen und Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg in der Nordsee – eine Gefahr für Schweinswale und andere Meereslebewesen. Wie große diese Gefahr tatsächlich ist, ergab eine neue Studie, welche die Auswirkungen von Unterwasser-Sprengungen auf Schweinswale in holländischen Gewässern untersuchte.

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