Meeresschutz

Zum internationalen Tag des Meeres – Fünf Dinge die jeder für das Meer tun kann

Wir leben auf einem blauen Planeten. Die Meere sind wichtige Sauerstoffproduzenten, Nahrungsquelle, enorme Klimapuffer, Lebensraum für unzählige Arten und die Heimat der Wale und Delfine.

Wir dürfen die Meere nicht als Müllkippe und unerschöpfliche Ressource betrachten. Auch wenn viele Menschen weit weg von den Küsten leben, sollten wir nicht vergessen, welche große Rolle die Meere für uns und das Leben auf der Erde spielen.

So können wir alle den Meeren helfen:

Beifang-Problematik in Deutschland: Pinger alleine lösen das Problem nicht

Mehrere Hundert Schweinswale verenden jedes Jahr in deutschen Gewässern, weil sie sich in Stellnetzen verfangen und qualvoll ersticken. Eine Methode, die Abhilfe verspricht, ist das Anbringen von sogenannten „Pingern“ an Netzen: kleine Geräte, die unangenehme Geräusche von sich geben, welche die Wale vertreiben und so das Verfangen in den Netzen vermeiden sollen. Die bisher eingesetzten Geräusche vertreiben die Wale also aus ihrem Lebensraum.

Sri Lanka: Fischer wegen Delfin-Beifang verhaftet

Im Hafenbecken von Trincomalee im Nordosten Sri Lankas starben zwölf Delfine, nachdem sie sich in einem Netz verfangen hatten. Ein erschütterndes Video eines Beobachters zeigte, dass manche der Delfine noch lebendig waren, als man die Netze einholte.

Offener Brief an die Bundeskanzlerin: Nord- und Ostsee in Gefahr

Unter dem Druck der Ministerien für Landwirtschaft, Wirtschaft, Verkehr und Forschung hat das Bundesumweltministerium den verwässerten Schutzgebietsverordnungen in Nord- und Ostsee zugestimmt. Auch zukünftig soll in FFH- und Vogelschutzgebieten gefischt, Sand und Kies abgebaut und mit Schallkanonen der Meeresboden untersucht werden können. Gleichzeitig soll das novellierte Bundesnaturschutzgesetz den Ministerien ein Vetorecht bei zukünftigen Schutzmaßnahmen zusichern. Es droht der Ausverkauf von Nord- und Ostsee!

Das ist kein Meeresschutz mehr!

Die Bundesregierung versagt beim Schutz der Meere vor der eigenen Haustüre.

WDC kritisiert in seiner heutigen Pressemitteilung gemeinsam mit deutschen Umweltverbänden Änderungen des novellierten Bundesnaturschutzgesetzes im Bereich Meeresschutz. Wenn diese Gesetze Wirklichkeit werden – verschlechtert sich der Schutz von Nord- und Ostsee massiv. Das in den Verhandlungen federführende Bundesumweltministerium habe dem Druck anderer Ministerien nachgegeben und ist einen gefährlichen Handel eingegangen, um das Gesetz schnell zu verabschieden.

Walforscher im Klassenzimmer

WDC-Meeresbiologe Fabian Ritter erforscht Wale und Delfine seit vielen Jahren, er verleiht ihnen auf Konferenzen, in Fachgruppen und im Gespräch mit Politikern seine Stimme und setzt sich für den Schutz der Meere ein. Wann immer es seine Zeit erlaubt, vermittelt er sein Wissen und seine Begeisterung über die Erforschung von Walen auch den jüngsten Walfreunden unter uns.

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