Reiseveranstalter Thomas Cook stoppt Eintrittskarten-Verkauf für Delfinarien

WDC begrüßt den Entschluss von Thomas Cook, keine Eintrittskarten für SeaWorld in den USA sowie für den Loro Parque auf Teneriffa mehr zu verkaufen.

Mit einer Kampagne hatte WDC Reiseveranstalter dazu aufgefordert, die Tierschutz-Richtlinien des Dachverbandes ABTA aus dem Jahr 2013 endlich vollständig umzusetzen. Nun hat der Reiseveranstalter Thomas seine Kooperationspartner überprüft und entsprechend gehandelt.

SeaWorld Orlando
SeaWorld Orlando

SeaWorld sowie viele andere Einrichtungen erfüllen nicht die Anforderungen an Tierwohl, die die ABTA-Richtlinien vorgeben. In Gefangenschaft werden Wale und Delfine in kahlen, künstlichen Becken gehalten. Ihr natürliches Verhalten können die intelligenten Meeressäuger dort nicht ausleben, deshalb sollten laut ABTA-Richtlinien keine Wale und Delfine in Gefangenschaft gehalten werden.

Peter Fankhauser, Geschäftsführer von Thomas Cook, sagt in einem Interview mit The Times, dass sich das Unternehmen der veränderten Ansichten seiner Kunden bewusst sei. Die Auseinandersetzung mit Tierschutz-Spezialisten innerhalb der letzten 18 Monate habe zudem wissenschaftliche Beweise geliefert, die das Unternehmen nun berücksichtigen will.

WDC hat Thomas Cook beraten und sieht daher die Entscheidung des Reiseveranstalters als einen großen Schritt in die richtige Richtung. Weitere Veranstalter wie beispielsweise Virgin Holidays sind bereits in der Vergangenheit aktiv geworden, allerdings kann noch mehr für den Tierschutz unternommen werden. Andere Unternehmen wiederum, z.B. British Airways, haben die Empfehlungen von WDC ignoriert und sehen keine Probleme bei ihrer Vorgehensweise.

WDC hofft, dass andere Reiseanbieter nun dem Schritt von Thomas Cook folgen und ebenfalls damit beginnen, den Tierschutz ernst zu nehmen.