Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • ASCOBANS
  • Beifang
  • CBD
  • CITES
  • CMS
  • Delfinarien
  • Delfinarien Deutschland
  • Delfinjagd
  • High Seas Treaty
  • IWC
  • Jagd Färöer-Inseln
  • Jagd in Island
  • Jagd in Japan
  • Jagd in Norwegen
  • Jagd in Taiji
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Projekte
  • Schweinswalschutz
  • UNFCCC
  • Walbeobachtung
  • Wale & Klimaschutz
  • Walfang
Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott

Zoo Beauval verwirft Pläne für ein neues Delfinarium in Frankreich

Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott Der französische Zoo Beauval wird kein neues Delfinarium...
Delfin hebt mit der Schnauze großes Schneckenhaus aus dem Wasser

Delfine setzen auch an der Ostküste Australiens Muscheln zur Jagd ein

Das als "Shelling" bezeichnete Verhalten wurde zunächst nur bei Delfinen vor Westaustralien beobachtet. © A.Pierini/Shark...
Toter Finnwal im Wasser

Export von Walfleisch nach Japan wird eingestellt – Rückschlag für den isländischen Walfang

Islands einziges noch aktives Walfangunternehmen, Hvalur hf., wird zukünftig wohl kein Fleisch von Finnwalen mehr...
Wal auf Walfangschiff

„Beneath the surface“: Neuer WDC-Bericht enthüllt das Leid der Wale in Norwegen

Getöteter Wal auf norwegischem Walfangschiff © Morten Ekker Dank Ihrer Unterstützung konnten wir den norwegischen...

Bonner Konvention verabschiedet bahnbrechende Entscheidungen für Wale und Delfine

Die UN hat im Rahmen der elften Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) zwei bahnbrechende Resolutionen verabschiedet, die den verbesserten Schutz von Walen und Delfinen auf internationaler Ebene ermöglichen. Das Abkommen, auch bekannt als „Bonner Konvention“, regelt den globalen Schutz wandernder Tierarten über politische Grenzen hinweg. WDC war federführend bei der Erarbeitung beider Resolutionen, die am 09.11.2014 im Konsens von allen 120 Mitgliedsstaaten angenommen wurde.

In der Resolution gegen Lebendfänge von Walen und Delfinen für Delfinarien werden alle Mitgliedsländer aufgefordert, nationale Gesetze zu schaffen und umzusetzen, die Wildfänge von Walen und Delfinen zu kommerziellen Zwecken verbieten. Zudem werden alle Mitglieder aufgerufen, den Import und internationalen Transit von Delfinen und Walen zu kommerziellen Zwecken zu unterbinden. Auch sollen Staaten andere Länder, die nach wie vor an Lebendfängen beteiligt sind, zur Einstellung der Fänge auffordern. Trotz wissenschaftlicher Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlergehen von Populationen und Einzeltieren sind zahlreiche Länder nach wie vor in Fang und Handel involviert.

Auch der Vorschlag der EU, dem Cuvier-Schnabelwal im Mittelmeer den höchsten Schutzstatus zukommen zu lassen, wurde einstimmig angenommen. Militärische Übungen und Bohrungen der Ölindustrie verursachen Unterwasserlärm. Der Cuvier-Schnabelwal ist davon besonders bedroht, da es sich um eine tieftauchende Art handelt.

Ebenfalls im Konsens verabschiedet wurde die Resolution zur Bedeutung der Kultur von Walen und Delfinen. Mit der Unterzeichnung der Resolution erkennen Mitgliedsstaaten an, dass einige sozial komplexe Säugetierarten (zum Beispiel verschiedene Arten von Walen, Menschenaffen und Elefanten) eine nicht-menschliche Kultur besitzen. Die Resolution erklärt unter anderem, dass die wissenschaftliche Erforschung von Kultur und sozialer Komplexität bei Säugetieren wichtige Argumente für den Artenschutz liefert. Die Auswirkungen der Entnahme von Individuen aus Einzelpopulationen gehen über eine bloße Reduzierung in absoluten Zahlen oft weit hinaus. Der Verlust eines Tieres mit speziellem kulturellem Wissen – wie beispielsweise einer besonderen Jagdtechnik – kann verheerende Auswirkungen auf den Rest der Gruppe haben.