Die erste Lektion der Mitgliedsstaaten von ASCOBANS: Lesen Sie den Text des Abkommens!

Während der Debatte der letzten Tage beim Meeting des Beratungsausschusses zur Situation von MORGAN, dem jungen weiblichen Orca, der im Wattenmeer gerettet und anschließend in Gefangenschaft verbracht wurde (und über dessen Zukunft nun heftig diskutiert wird), haben einige Länder vorgeschlagen, dass diese Angelegenheit für ASCOBANS nicht relevant und schon gar keine Priorität sein sollte.

ASCOBANS ist auch für Wattenmeer zuständig

Dabei muss man im Hinterkopf behalten, dass es sich bei ASCOBANS um ein REGIONALES Abkommen zum Schutz von Kleinwalen (die Orcas klar mit einschließen) handelt, das die Gewässer abdeckt, aus denen Morgan entnommen wurde.

Mitgliedsstaaten sollen schnelle Freilassung gesunder Tiere ermöglichen

Die WDCS erinnerte die Mitgliedstaaten an Punkt 4 des Schutz- und Managementplans des Abkommens (aus 1992), in dem explizit angeführt ist: „.. die Mitgliedsstaaten sollen darum bemüht sein, a) ein Verbot des internationalen Fangs und der Tötung von Kleinwalen dort in nationalem Recht zu verankern, wo es solche Regelungen noch nicht gibt und b) die Verpflichtung innehaben, lebend gefangene und gesunde Tiere schnellstmöglich wieder in Freiheit zu entlassen..

Die Delegation der WDCS ermutigte alle Mitgliedsstaaten, diese Pflichten ernst zu nehmen.

Unterschiedliche Meinungen vorzubringen ist die eine Sache, Diskussionen vorzubeugen, indem die Pflichten nicht anerkannt werden, die jedes Land unterzeichnet hat, als es dem Abkommen beigetreten ist, ist jedoch eine andere Sache.

WDCS begrüßt Diskussionen mit der niederländischen Regierung

Wir begrüßen die positiven, wenn auch kontroversen Diskussionen, die wir mit den Repräsentanten der niederländischen Regierung während der Plenarsitzungen und außerhalb des Meetings geführt haben, und freuen uns, auf diesen aufzubauen.

Die Situation von MORGAN wurde auf Grund einer Anfrage der WDCS auf die Agenda des beratenden Ausschusses von ASCOBANS gesetzt.