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Weißer Delfinrücken hebt sich aus dem Wasser; dahinter eine normal grau gefärbte Finne eines Artgenossen

Erstmals weißer Peale-Delfin gesichtet

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Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott

Zoo Beauval verwirft Pläne für ein neues Delfinarium in Frankreich

Großer Tümmler in Gefangenschaft © Rob Lott Der französische Zoo Beauval wird kein neues Delfinarium...
Delfin hebt mit der Schnauze großes Schneckenhaus aus dem Wasser

Delfine setzen auch an der Ostküste Australiens Muscheln zur Jagd ein

Das als "Shelling" bezeichnete Verhalten wurde zunächst nur bei Delfinen vor Westaustralien beobachtet. © A.Pierini/Shark...
Toter Finnwal im Wasser

Export von Walfleisch nach Japan wird eingestellt – Rückschlag für den isländischen Walfang

Islands einziges noch aktives Walfangunternehmen, Hvalur hf., wird zukünftig wohl kein Fleisch von Finnwalen mehr...

Mexiko verbietet die Haltung von Walen und Delfinen

Eine Gruppe Delfine springt aus dem Wasser
Gemeine Delfine im Golf von Kalifornien, Mexiko © Christopher Swann

Die mexikanische Regierung hat  mit einem neuen Gesetz das Ende der Gefangenschaftshaltung von Meeressäugern eingeleitet. Die geschätzt 350 betroffenen Delfine sollen weiterhin bis zu ihrem natürlichen Tod gepflegt, versorgt und  wenn möglich  in Meeresrefugien umgesiedelt werden. 

In einem wegweisenden Schritt für den Schutz von Walen, Delfinen und anderen Meeressäugern hat die mexikanische Abgeordnetenkammer Ende Juni einstimmig eine Gesetzesänderung verabschiedet, die die Gefangenschaftshaltung von Meeressäugern in Mexiko deutlich einschränkt. Kurz zuvor hatte der Senat dem Vorhaben zugestimmt. Mit der neuen Regelung ist es ab sofort nicht mehr erlaubt, Delfine, Wale und Robben in festen oder mobilen Shows einzusetzen. Das Gesetz verbietet auch den Wildfang, die Zucht der Meeressäuger sowie Schwimmen-mit-Delfinen-Programme in Gefangenschaft. Jedoch wird die Gefangenschaftshaltung von Meeressäugern für Zwecke der wissenschaftlichen Forschung, des Schutzes der Arten oder ihrer Wiederansiedlung in der Natur weiterhin gestattet. 

"Beim Verbot der Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen wird leider oft ein Schlupfloch für Forschung und Artenschutz offen gehalten, so beispielsweise in Frankreich und nun auch in Mexiko. Es ist jedoch eine erfreuliche Entwicklung in einem Land, das in den 90er Jahren vor allem durch den alleinlebenden Orca Keiko bekannt wurde. Keiko lebte in Mexico City, spielte in den Free-Willy-Filmen mit und konnte schließlich in Island wieder ausgewildert werden, wo er in Freiheit sterben durfte." 

Tamara Narganes Homfeldt, Meeresbiologin bei WDC

In Gefangenschaft lebender Delfin durch die Beckenwand fotografiert
In Mexiko gehaltener Großer Tümmler ©WDC

Diese Entscheidung stellt einen bedeutenden Fortschritt im Tier- und Naturschutz dar und sendet ein starkes Signal gegen die kommerzielle Nutzung von Meeressäugern. Mexiko reiht sich damit neben Costa Rica und Chile in die wachsende Zahl von Ländern Mittel- und Südamerikas ein, die sich für eine tierfreundlichere Zukunft engagieren. 

Sensibilität für Leid in Gefangenschaft wächst 

Das neue Gesetz in Mexiko fällt in eine Zeit, in der das Bewusstsein für das Leid von Meeressäugern in Gefangenschaft weltweit wächst. Erst vor Kurzem ist der letzte in Gefangenschaft gehaltene Amazonas-Flussdelfin, "Huayrurín", im Zoologischen Park Quistococha in Peru mit 19 Jahren an einem Herzstillstand verstorben. 2016 wuchs die Kritik an Huayruríns Haltungsbedingungen, nachdem er sich an den unebenen Wänden seines Beckens verletzt hatte. Der Delfin verbrachte nahezu sein ganzes Leben in Gefangenschaft, nachdem seine Mutter in einem Fischernetz gestorben ist und er 2007 mit nur sechs Monaten alleine aufgefunden wurde. 

"2020 starb der letzte außerhalb Südamerikas gehaltene Flussdelfin "Baby" im Duisburger Zoo. Mit Huayruríns Tod ist die traurige Ära der Haltung von Flussdelfinen in Gefangenschaft jetzt endlich beendet. Umso wichtiger ist es, aus unseren vergangenen Fehlern zu lernen und das Überleben der Flussdelfine in freier Wildbahn zu sichern: Denn die Meeressäuger sind vor allem durch die Auswirkungen der Klimakrise bedroht. Statt in Delfinarien müssen wir sie in ihrem natürlichen Lebensraum schützen."

Tamara Narganes Homfeldt, Meeresbiologin bei WDC

WDC setzt sich seit rund drei Jahrzehnten für den Schutz der Flussdelfine ein. Wir arbeiten eng mit lokalen Organisationen und Gemeinden in Kolumbien, Bolivien und Peru zusammen, um unter anderem wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten.

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... dass es fünf Flussdelfin-Arten gibt? Erfahren Sie mehr über die spannenden Meeressäuger und unsere Arbeit.

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