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Delfinshow © Ulla Christina Ludewig
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Delfinshow

Weltweiter Tag der Delfine in Gefangenschaft – Unterstützen Sie keine Delfinarien im Urlaub

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Weltweiter Tag der Delfine in Gefangenschaft – Unterstützen Sie keine Delfinarien im Urlaub

Am 4. Juli ist der "World Day for Captive Dolphins". Mehr als 3600 Wale und Delfine werden weltweit derzeit in Gefangenschaft gehalten. Ein auch bei Deutschen beliebtes Urlaubsland, Spanien, hat die meisten Delfinarien der EU: von den knapp 300 gefangenen Walen und Delfinen in der EU befinden sich dort derzeit 101 Individuen, um ein zahlendes Publikum zu unterhalten. Und das, obwohl man die faszinierenden Meeressäuger gerade an Spaniens Küsten hervorragend in freier Wildbahn beobachten kann zum Beispiel auf den Kanarischen Inseln.

Die Kanarischen Inseln sind eines der besten Whale Watching-Gebiete weltweit: Man kann ganzjährig viele verschiedene Wal- und Delfin-Arten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Mehr als 20 verschiedene Arten wurden hier schon dokumentiert, manche Berichte sprechen sogar von 30 Arten. Wenn man jedoch am Flughafen Teneriffa Süd ankommt, bekommt man zunächst einen Werbeflyer für ein Delfinarium in die Hand gedrückt. Im "Aqualand Costa Adeje" werden mindestens zehn Große Tümmler gehalten, um in Shows Kunststücke vorzuführen. Auf Teneriffa befindet sich auch der "Loro Parque", in dem ebenfalls Große Tümmler und zudem Orcas in Betonbecken leben müssen. In der Umgebung des Parks, im Norden der Insel, ist die Werbung für die Einrichtung allgegenwärtig: große Plakatwände an der Autobahn, Werbung an Verkaufsständen für Ausflüge sowie auf jedem öffentlichen Mülleimer. Es gibt sogar einen kleinen Zug, der Gäste direkt von der Stadt zum Park bringt.

Werbeschild für Vergnügungspark
Die Werbung für den Loro Parque ist allgegenwärtig. © Ulla Christina Ludewig
Orca in Gefangenschaft
Orca in Gefangenschaft © Ulla Christina Ludewig

Bei so viel Marketing, ist es nicht verwunderlich, dass jedes Jahr viele Tourist:innen diesem Aufruf folgen und die Delfinarien besuchen. Dabei kann man gerade in den Gewässern um die Kanarischen Inseln Wale und Delfine auch hervorragend in freier Wildbahn beobachten. Am häufigsten sieht man hier die ortstreuen Indischen Grindwale und Großen Tümmler. Im Frühjahr tauchen Zügeldelfine in großen Gruppen auf und auch der ein oder andere größere Bartenwal zeigt sich gelegentlich, zum Beispiel der Brydewal. Auch Sichtungen von Orcas, Blauwalen und Pottwalen wurden bereits dokumentiert.  

Auf Teneriffa gibt es viele Whale Watching-Angebote und wenn man ein paar Hinweise beachtet, kann eine Whale Watching-Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.  

Bevor Sie eine Tour buchen, … 

  • prüfen Sie, ob der Anbieter eine Lizenz hat, um Whale Watching-Touren durchzuführen. Das erkennen Sie an der gelben Flagge, die mit "Barco Azul" beschriftet ist. Dies ist die Zertifizierung der Kanarischen Inseln, in anderen Ländern gibt es andere.  
  • besuchen Sie die Webseite des Anbieters oder fragen Sie vor Ort bei der Buchung nach, ob Wert darauf gelegt wird, die Whale Watching-Regeln einzuhalten. Auch sollte immer ein Guide mit an Bord sein, der/die die Tour mit Informationen zu den Meeressäugern begleitet. 
  • informieren Sie sich, ob der Anbieter mit Wissenschaftler:innen zusammenarbeitet und Daten sammelt, die zu wissenschaftlichen Zwecken und zum Schutz von Walen und Delfinen verwendet werden. Das ist ein guter Grund, diesen Anbieter zu wählen.  

Weitere Tipps und Orte, an denen man Wale und Delfine in freier Wildbahn beobachten kann, finden Sie in unserem Ratgeber "Verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung", den Sie kostenfrei als PDF oder als Printversion mit Poster in unserem Shop bestellen können.  

Flagge für Whale Watching-Lizenz
Boote mit dieser Flagge verfügen über eine Lizenz für Whale Watching. © Ulla Christina Ludewig
Walbeobachtung
Wale und Delfine in Freiheit zu beobachten, ist ein unvergessliches Erlebnis! © Ulla Christina Ludewig

Wale und Delfine haben ein Recht auf Freiheit 

Wenn Sie einmal in den Genuss gekommen sind, Wale und Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, wird es Ihnen vermutlich so gehen wir mir: Allein die Vorstellung, ihnen dabei zuzusehen, wie sie in Betonbecken ihre immer gleichen Runden drehen, ist unerträglich!  

Denn Wale und Delfine können in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden. Sie haben zu wenig Platz, können nicht in ihren natürlichen Sozialverbänden leben und anstatt in Gruppen zu jagen, werden sie mit toten Fischen gefüttert. Einige Delfinarien werben damit, dass sie Forschung betreiben, Forschungsprojekte unterstützen und zum Artenschutz beitragen. In Bezug auf Wale und Delfine ist dies jedoch schwierig und hat einen sehr hohen Preis:das Wohlergehen und die Freiheit der betroffenen Individuen. Viele der in Gefangenschaft gewonnenen Forschungsergebnisse lassen sich nicht auf die freie Wildbahn übertragen: Ein Schwertwal-Baby, dessen Eltern von unterschiedlichen Ökotypen (also regional geprägte "Unterarten" der Orcas) abstammen, würde es z.B. in freier Wildbahn nicht geben, da sich die Elterntiere in freier Wildbahn nie miteinander paaren würden. 

Springende Delfine
Springende Zügeldelfine © Ulla Christina Ludewig

Wir von WDC setzen uns dafür ein, dass Wildfänge von Walen und Delfinen für die Delfinarien-Industrie gestoppt werden, keine Zucht und Transporte zwischen den Delfinarien mehr stattfinden sowie Meeresrefugien für in Gefangenschaft gehaltene Individuen geschaffen werden. Unser Ziel ist es, dass die aktuelle Generation gefangen gehaltener Wale und Delfine die letzte ist. 

Wussten Sie ...?

dass auch in Deutschland noch Delfine in zwei Delfinarien in Gefangenschaft leben müssen?

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Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.

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