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Boto / Amazonas-Flussdelfin
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Boto / Amazonas-Flussdelfin

Ein Versprechen an die Flussdelfine in Peru

Im Herzen des Amazonasgebietes sind zwei Delfin-Arten durch die Veränderungen ihrer Lebensräume vom Aussterben bedroht....
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Ein Versprechen an die Flussdelfine in Peru

Im Herzen des Amazonasgebietes sind zwei Delfin-Arten durch die Veränderungen ihrer Lebensräume vom Aussterben bedroht. Aber es ist noch nicht zu spät: Gemeinsam mit unserer Partner-Organisation "Solinia" setzen wir auf Umweltbildung vor Ort, um die wunderbaren Delfine im Regenwald zu schützen. 

Iquitos liegt tief im Dschungel des peruanischen Amazonas, Tausende von Kilometern vom Meer entfernt und aufgrund fehlender Straßen nur auf dem Luft- oder Flussweg zu erreichen. Hier gründete Cédric Gilleman 2012 die Organisation "Solinia", um die Amazonas-Sotalia und den Amazonas-Flussdelfin zu schützen. Im Volksmund sind diese Delfine als "bufeos negros" und "bufeos colorados" bekannt – oder einfach als graue und rosafarbene Delfine. 

Delfine wie keine anderen 

Sotalia-Delfine sind etwa 1,5 Meter lang und sehen wie eine "Miniaturversion" der Großen Tümmler aus. Ihr Rücken ist in gedeckten Blau- und Grautönen, ihr Bauch in viel helleren Elfenbein-, Grau- oder Rosatönen gefärbt. Der rosa Bufeo oder Amazonas-Flussdelfin ist mit einer Länge von 2,2 bis 2,8 Metern wesentlich größer. Diese beiden Arten unterscheiden sich deutlich von den Meeresdelfinen, ihre Körper sind perfekt an das Leben in den Flüssen und Seen des Regenwaldes angepasst. Ihr biegsamer Hals erlaubt es ihnen, die Unterwasserwelt aus jedem Winkel zu betrachten. Ihr langer, schmaler Schnabel und die weniger stark ausgeprägte Rückenflosse erleichtert den Delfinen, im teilweise überschwemmten Regenwald zwischen unter Wasser stehenden Bäumen und Sträuchern hindurch zu schwimmen. Mit ihren breiten, paddelförmigen Brustflossen können sie kopfüber, auf der Seite und sogar rückwärts schwimmen.  

Flussdelfin im Amazonas
Der Amazonas-Sotalia sieht aus wie eine Miniaturausgabe des Großen Tümmlers. © Dr. Fernando Trujillo
Amazonas-Flussdelfin
Amazonas-Flussdelfine sind bestens an ihren Lebensraum angepasst. © Dr. Fernando Trujillo

Im Leben der Menschen in Iquitos spielt der Fluss eine wesentliche Rolle und die Delfine tragen entscheidend dazu bei, das Ökosystem gesund zu halten. Doch tragischerweise sind beide Delfinarten aufgrund menschlicher Aktivitäten gefährdet. Beim Goldabbau gelangt giftiges Quecksilber in den Fluss. Die Delfine werden absichtlich getötet, um als Fischköder zu enden. Ihr Lebensraum wird zerstört. Nicht zuletzt sorgt der Klimawandel für eine massive Veränderung ihrer Heimat. Die Populationen nehmen drastisch ab und wenn sich der derzeitige Trend fortsetzt, werden sie schließlich aussterben. 

Bewahrer der Zukunft 

Um das zu verhindern, müssen wir sie dringend besser schützen. Es ist wichtig, vor allem Kinder für das spannende Leben der Flussdelfine zu begeistern und die Bedrohungen dieser einzigartigen Meeressäuger zu sensibilisieren. Sie treffen die Entscheidungen von morgen.  

Zusammen mit seinem kleinen Team arbeitet Cédric unermüdlich daran, genau das zu tun: Im Rahmen kostenfreier “Naturschutztage” in Grundschulen ermöglicht Solinia Kindern, etwas über die lokale Tierwelt und das Ökosystem vor ihrer Haustür zu lernen und die Rolle des Menschen und der Delfine darin zu verstehen. 

Cédric und seine Kolleg:innen singen und tanzen mit den Kindern, erzählen Geschichten und bieten Bastelaktionen an. Vor allem Origami hat es den Kindern angetan: Um die Unterschiede zwischen den beiden Arten aufzuzeigen, basteln sie mit Solinia graue und rosafarbene Origami-Delfine. 

Schulklasse wird über Flussdelfine unterrichtet
Cédric von Solinia erklärt die Unterschiede zwischen den beiden Flussdelfin-Arten. © Solinia
Kind malt Flussdelfin aus Papier an
Die Origami-Delfine haben es den Kindern angetan. © Solinia

Ein Versprechen für Schutz 

Ein wichtiger Bestandteil des Solinia-Workshops ist eine Geschichte, die in Iquitos spielt. Sie handelt von zwei Flussdelfinen, die sich mit Tieren am Flussufer unterhalten. Sie berichten den Tieren von ihren Sorgen und Nöten. Als die Delfine erkennen, dass sie die Herausforderungen nicht allein bewältigen können, wenden sie sich an einige Kinder am Flussufer und bitten sie um Hilfe. Die Kinder versprechen den Flussdelfinen, dass sie etwas für sie tun werden. 

Die Geschichte soll die Kinder dazu anregen, Probleme wie Plastikmüll im Fluss, Chemie- und Lärmverschmutzung und schädliche Fischereipraktiken wahrzunehmen. Sie soll dazu ermutigen, mit Freund:innen und Familie zu sprechen und die lokale Tierwelt gemeinsam zu schützen.  

Die meisten Kinder, die in Iquitos leben, haben noch nie Flussdelfine gesehen. Das Bildungsprogramm von Solinia begeistert die Kinder dennoch für die Delfine und fördert ein lebenslanges Verantwortungsbewusstsein für das  Amazonas-Gebiet. 

Wie der Bildungsworkshop nachwirkt, erlebte Cédric bei der Rekrutierung von Freiwilligen an einer Universität in der Region. Unter den eifrigen Student:innen war eine junge Frau, die während ihrer Grundschulzeit an einem Solinia-Workshop teilgenommen hatte. Sie wurde inspiriert, Environmental Studies zu studieren und möchte nun bei anderen Kindern eine ähnliche Leidenschaft entfachen. 

Das Bildungsprogramm erweitern 

Mit Unterstützung von WDC hat das Bildungsprogramm von Solinia bereits mehr als 12.000 Kinder erreicht. Unser Ziel ist es, das Programm auf weiterführende Schulen in Iquitos und auf weitere Flussgemeinden außerhalb der Stadt auszuweiten. Dabei werden wir Solinia auch in Zukunft unterstützen! 

Schulkinder präsentieren Urkunden des Flussdelfin-Workshops
Jedes Kind erhält nach dem Workshop von Solinia ein Zertifikat. © Solinia

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Über Alison Wood

Ali is WDC's Head of education. She also edits our children's magazine, Splash. She previously spent many years coordinating our research and conservation projects around the world. Her favourite species are river dolphins.

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