Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • Beifang
  • CBD
  • CITES
  • CMS
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • High Seas Treaty
  • IWC
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Projekte
  • UNFCCC
  • Walbeobachtung
  • Walfang
Gestrandete Grindwale

77 Grindwale stranden auf den Orkney Inseln

Grindwale an einem Strand auf Sanday, Orkney Inseln © Emma Steel/WDC Von den 77 Grindwalen...

Seltener Schnabelwal gestrandet

Der seltene Bahamonde-Schnabelwal ist vermutlich eng mit dem Layard-Schnabelwal verwandt, der auf diesem Foto zu...
Menschen am Strand beobachten Delfine

Neues von unserem Forschungsprojekt in Patagonien

Dank finanzieller Unterstützung von WDC konnten Forscher Miguel Iñíguez und das Team der Organisation Fundación...
WDC-Expertin untersucht lebend gestrandeten Delfin

WDC unterstützt Rettungsaktion von Delfinen in den USA

Eine WDC-Expertin überprüft die Vitalfunktionen eines 2023 lebend gestrandeten Delfins. © WDC; WDC ist durch...

WDC-Projekt schützt Wale vor Verheddern in Fischernetzen

Reusen an Bord eines Schiffes
Reusen an Bord eines schottischen Fischerboots © WDC

In einem wegweisenden Gemeinschaftsprojekt mit schottischen Fischer:innen hat WDC erfolgreich den Einsatz von absinkenden Grundleinen zwischen den Fangkörben in der Reusenfischerei getestet. Die kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Leinen könnte Wale und andere Meereslebewesen weltweit davor bewahren, sich in den Seilen zu verfangen und zu sterben.

Im Rahmen eines von WDC geleiteten und durch den Naturwiederherstellungsfonds der schottischen Regierung finanzierten Projekts wurde in der schottischen Reusenfischerei die Verwendung eines speziell konstruierten Seils erprobt, das eher sinkt als schwimmt. 

Dieses Grundseil dient dazu, eine Reihe von Reusen (englisch "Creels"), in denen Krabben, Garnelen oder Hummer gefangen werden, miteinander zu verbinden.  Das derzeit in der Reusenfischerei verwendete Seil ist schwimmfähig und bildet im Wasser schwimmende Schlaufen, anstatt auf dem Meeresboden zu liegen. Diese Schlingen können mehrere Meter hoch sein und stellen für vorbeiziehende Wale und andere Meereslebewesen wie Riesenhaie eine große Gefahr dar: Studien belegen, dass sich die meisten Wale und Riesenhaie, die sich in stationären (also am Meeresboden befestigten) Fischfanggeräten verfangen, in diesem schwimmenden Grundseil verheddern.

Schätzungen zufolge sterben jährlich durchschnittlich sechs Buckelwale, 30 Zwergwale und 29 Riesenhaie durch die Fischerei in schottischen Gewässern. 83 Prozent der Zwerg-, 50 Prozent der Buckelwale und 76 Prozent der Riesenhaie, bei denen das Verheddern in Fischereigerät als Todesursache nachgewiesen werden konnte, kamen dabei durch Grundleinen zu Tode. Somit zeigt sich deutlich, dass die Verwendung von absinkenden anstatt frei schwimmenden Leinen unzähligen Walen, Delfinen und Haien das Leben retten könnte.  

Fischer:innen bewerten die Sinkleinen positiv

Die Sinkleinen wurden zunächst durch Fischer:innen auf ihre Praktikabilität getestet. Die Beteiligten berichteten von positiven Erfahrungen mit der Verwendung der Seile. Zudem hatte die Nutzung der Sinkleinen keine negativen Auswirkungen auf den Meeresboden. 

Susannah Calderan, Projektleiterin von WDC sagt: "Die schottische Küstenfischerei spielt eine wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Rolle in den ländlichen Küstengebieten Schottlands. Wenn die Gefahr für Wale und andere Meereslebewesen durch die flächendeckende Verwendung von Sinkleinen wie dieser gebannt bzw. verringert werden kann, wäre das ein großer Fortschritt für das Fischereimanagement UND den Tierschutz.  Wir müssen daher nun zum nächsten Schritt übergehen, mit weiteren Fischer:innen in Kontakt treten und mit der schottischen Regierung über die umfassende Einführung von Sinkleinen beraten." 

Erfolgreiche Zusammenarbeit

"Die versenkbare Grundleine ist eine einfache, relativ kostengünstige Option, um das Risiko für Meeresbewohner, sich darin zu verheddern, erheblich zu verringern. Der partnerschaftliche Ansatz mit den schottischen Fischer:innen und der Scottish Creel Fishermen's Federation (SCFF) hat gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit bei der Lösung komplexer Umwelt- und Managementfragen ist", erklärt Calderan. 

Bally Philp vom SCFF, der an diesem Testlauf beteiligt war, sagt: "Dieser Versuch hat gezeigt, dass sowohl Fischer:innen als auch Meeresbewohner von der neuen Technik profitieren können – deshalb arbeiten wir alle gemeinsam an dieser Lösung." 

Sie machen solche Projekte erst möglich!

Auch in Deutschland arbeiten wir hart daran, das Risiko für Schweinswale, in Fischernetzen zu sterben, zu verringern. Ihre Spende hilft uns dabei.

Folgen Sie WDC auf Social Media!

Mehr Nachrichten

Lesen Sie weitere News und Blogs aus der Welt der Wale und Delfine.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Hinterlassen Sie einen Kommentar