Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • Beifang
  • CBD
  • CITES
  • CMS
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • High Seas Treaty
  • IWC
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Projekte
  • UNFCCC
  • Walbeobachtung
  • Walfang
Gestrandete Grindwale

77 Grindwale stranden auf den Orkney Inseln

Grindwale an einem Strand auf Sanday, Orkney Inseln © Emma Steel/WDC Von den 77 Grindwalen...

Seltener Schnabelwal gestrandet

Der seltene Bahamonde-Schnabelwal ist vermutlich eng mit dem Layard-Schnabelwal verwandt, der auf diesem Foto zu...
Menschen am Strand beobachten Delfine

Neues von unserem Forschungsprojekt in Patagonien

Dank finanzieller Unterstützung von WDC konnten Forscher Miguel Iñíguez und das Team der Organisation Fundación...
WDC-Expertin untersucht lebend gestrandeten Delfin

WDC unterstützt Rettungsaktion von Delfinen in den USA

Eine WDC-Expertin überprüft die Vitalfunktionen eines 2023 lebend gestrandeten Delfins. © WDC; WDC ist durch...

Neuer Bericht zeigt: Wale in Island leiden weiter

Walfang auf Island
Dieser Wal starb erst nach zwei Harpunenschüssen und musste leiden. © Hard To Port / Boris Niehaus

In Island ist der neue Bericht der isländischen Lebensmittel- und Veterinärbehörde MAST über die Finnwal-Jagd 2023 an die Öffentlichkeit durchgesickert. Aus dem Bericht geht hervor, dass eine beträchtliche Anzahl von Walen weiterhin einen langen und qualvollen Tod erleidet.  

Der eigens durch die isländische Regierung beauftragte Bericht soll zur Entscheidungsfindung beitragen, ob der Walfang in Island weitergehen soll. Die Lizenz des letzten isländischen Walfang-Unternehmens Hvalur hf. ist zum Ende 2023 ausgelaufen. Geschäftsführer Kristján Loftsson hatte einen neuen Lizenzantrag gestellt und wartet seither auf die Genehmigung.  

Letztes Jahr wurde die Jagd auf Finnwale eingestellt, nachdem der MAST-Bericht zahlreiche Tierschutzverstöße bei der Jagd im Jahr 2022 belegte. Aus dem diesjährigen Bericht geht hervor, dass sich die Situation für die bejagten Finnwale in 2023, trotz der Einführung neuer Vorschriften, nicht verbessert hat: 

71 Prozent der Wale starben umgehend nach dem Beschuss mit Granatharpunen. Die durchschnittliche Zeit bis zum Eintreten des Todes der Wale, die nicht sofort starben, lag bei 14 Minuten. 

In der Saison 2022 wurden auf 24 Prozent der Wale zwei oder mehr Harpunen abgefeuert. In der Saison 2023 musste auf 21 Prozent der Wale zweimal geschossen werden. Die Situation hat sich somit nicht wesentlich verbessert mehr als ein Fünftel der Wale brauchte nach dem zweiten Schuss bis zu elf Minuten, um zu sterben. Die längste Zeitspanne zwischen dem ersten Schuss bis zum Tod betrug 35 Minuten. 

"Der Bericht zeigt deutlich, dass viele der getöteten Wale in der Jagdsaison 2023 noch immer einen langen und qualvollen Tod erleiden mussten. Trotz der Einführung neuer Vorschriften", sagt Luke McMillan, Koordinator des Bereichs Walfang in Island bei WDC. 

"Die Ergebnisse des neuen Berichts verdeutlichen die anhaltenden Probleme und Verletzungen geltender Tierschutzvorgaben bei dieser grausamen Jagd. Die erhöhten Anforderungen an die Ausrüstung und die strengeren Einsatz-Protokolle haben keine ausreichenden Verbesserungen gebracht. Sie beweisen, im Gegenteil, einmal mehr, dass Wale auf See nicht auf humane Art und Weise getötet werden können", folgert McMillan. 

WDC im Einsatz gegen den Walfang in Island

Anfang des Jahres hat WDC einen umfassenden Bericht an die isländische Regierung geschickt, in dem wir sie auffordern, den Walfang einzustellen. Darin werden Argumente für die Verweigerung von Walfanglizenzen aufgeführt, die von ethischen Bedenken und fehlenden wirtschaftlichen Vorteilen bis hin zur Nichteinhaltung internationaler Verpflichtungen reichen. 

Im vergangenen Jahr haben wir uns eindringlich für das Ende des grausamen Walfangs in Island eingesetzt und die Behörden auf Verstöße gegen die Tierschutzgesetze aufmerksam gemacht. Unsere Arbeit hat dazu beigetragen, viele Wale zu retten, indem die Jagdsaison, die normalerweise im Juni beginnt, verkürzt wurde. Leider wurden dennoch 23 Finnwale getötet. 

Mit Ihrer Hilfe können wir weiterhin gemeinsam mit Isländer:innen vor Ort die sinnlosen und brutalen Hintergründe der Jagd aufdecken und uns für ihr endgültiges Ende einsetzen.

Helfen Sie uns mit einer Spende
Walfangschiff mit zwei getöteten Walen. © Hard To Port

Folgen Sie WDC auf Social Media!

Mehr Nachrichten

Lesen Sie weitere News und Blogs aus der Welt der Wale und Delfine.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir setzen uns weltweit in verschiedenen Projekten für Wale und Delfine ein.

Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

Hinterlassen Sie einen Kommentar