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Wichtige Lebensräume für Meeressäuger im Nordost-Atlantik und der Ostsee anerkannt

Delfin springt aus dem Wasser
Gemeiner Delfin © ORCA 2023

In diesem Monat wurden 33 neue wichtige Lebensräume für Meeressäuger ("IMMAS" = Important Marine Mammal Areas) im Nordost-Atlantik und in der Ostsee anerkannt. Die Expert:innen der IUCN-Arbeitsgruppe fordern die Regierungen auf, die IMMAs bei der maritimen Raumplanung, der Einrichtung von Meeresschutzgebieten und der Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen zu nutzen. 

Die Identifizierung der neuen IMMAs ist das Endergebnis eines einjährigen Prozesses, zu dem auch ein intensiver einwöchiger wissenschaftlicher Workshop der "IUCN Marine Mammal Protected Areas Task Force" im vergangenen Mai gehörte. Dabei wurden Daten zu potenziellen IMMAs ausgewertet, präsentiert und begutachtet und 33 Gebiete zu wichtigen Lebensräumen für Meeressäuger erklärt. Gleichzeitig wurde eine Reihe von Vorschlägen aus früheren regionalen Workshops neu bewertet, von denen sechs weitere Gebiete als IMMAs identifiziert wurden. Sie sind der Grundstein für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten für Wale und Delfine in diesen Regionen. Die insgesamt 39 neuen IMMAs wurden in den Online-Atlas aufgenommen. Neun zusätzliche Gebiete erhielten den Status eines "Interessensgebiets" ("Area of Interest" oder "AoI"). In solchen Gebieten ist noch weitere Forschungsarbeit notwendig, bevor sie als IMMAs identifiziert werden können. 

Schutzgebiete als Strategie gegen den Klimawandel

"Der Schutz des Lebensraums von Walen, Delfinen und anderen Meeressäugern ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir dem Rückgang der biologischen Vielfalt, dem Klimawandel und der allgemeinen Verschlechterung des Zustands unserer Meere weltweit etwas entgegensetzen wollen", sagt Erich Hoyt, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei WDC und Co-Vorsitzender der IUCN-Arbeitsgruppe für Marine Mammal Protected Areas. 

"Die Regierungen müssen jetzt Maßnahmen ergreifen, um diese Gebiete zu schützen und auf soliden Umweltverträglichkeitsprüfungen für jegliche Eingriffe des Menschen innerhalb dieser Schutzzonen bestehen; dies gilt vor allem für die Öl-, Gas- und Windkraftindustrie sowie die Fischerei", fordert Hoyt.  

Zwei Rundkopfdelfine an der Wasseroberfläche
Rundkopfdelfine vor West Kerry, Irland © Nick Massett/IWDG

Die Region Nordost-Atlantik und Ostsee (NEATLO) nimmt fast ein Viertel des Atlantiks ein. Die artenreiche Region bietet Lebensraum für wandernde Buckelwale, Blauwale und Finnwale. Rund um die Kanarischen Inseln, die Azoren und im Golf von Biskaya leben Cuvier-Schnabelwale und andere tieftauchende Schnabelwalarten. Neben den weit verbreiteten Zwergwalen, Schweinswalen, Gemeinen Delfinen, Rundkopfdelfinen, Großen Tümmlern und Seehunden gibt es in der Region endemische Arten wie den vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswal und die gefährdeten Saimaa- und Ladoga-Ringelrobben. In der Region leben zudem mehrere Populationen von Schwertwalen, darunter die stark gefährdete Teilpopulation in der Straße von Gibraltar mit nur 39 Individuen, die sich von Rotem Thunfisch ernähren.

Schnabelwal atmet an der Wasseroberfläche aus
Cuvier-Schnabelwal © ORCA 2023

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Bislang wurden 75 Prozent der Weltmeere auf wichtige Gebiete für Meeressäuger untersucht, wovon 13 Prozent bereits als IMMAs ausgewiesen wurden. Von diesen wichtigen Gebieten befinden sich 58 Prozent innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszonen ("AWZ" = bis 370 Kilometer von der Küste entfernt) und 42 Prozent in internationalen Gewässern auf hoher See (jenseits der AWZ). Weltweit gibt es derzeit 280 IMMAs und 185 AoI. 

Der einwöchige IMMA-Workshop, der im Mai 2023 in Hamburg stattfand, wurde durch einen Zuschuss der Water Revolution Foundation unterstützt und vom IMMA-Sekretariat der IUCN Marine Mammal Protected – Arbeitsgruppe organisiert und durchgeführt. 

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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