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Erfolg! Wir haben dem Ostsee-Schweinswal bei einer UN-Konferenz zu besserem Schutz verholfen

Schweinswal im Netz © Alexei Birkun Jr.
Schweinswal im Netz © Alexei Birkun Jr.

Wir freuen uns sehr, berichten zu können, dass unsere Arbeit mit anderen Partnerorganisationen dazu beigetragen hat, den höchsten Schutzstatus für die vom Aussterben bedrohte Schweinswal-Population in der zentralen Ostsee zu sichern.

Der Gewöhnliche Schweinswal ist in der zentralen Ostsee vom Aussterben bedroht. Die Population umfasst nur noch wenige hundert Individuen. Bislang fehlten jedoch effektive Maßnahmen, um die Erholung dieser besonderen Populationen zu ermöglichen. Bei der Tagung der UN Convention of Migratory Species (CMS COP14, 12.-17. Februar 2024) wurde der Ostsee-Schweinswal jetzt in den Anhang I aufgenommen: Dadurch erhält der kleine Wal die Einstufung als vom Aussterben bedroht und Notfallmaßnahmen können ergriffen werden, um die Populationen zu retten.

Whale and Dolphin Conservation, Humane Society International, Coalition Clean Baltic und ORCA leisteten einen entscheidenden Beitrag zu dem Beschluss. Im letzten Jahr reichten wir einen gemeinsamen Bericht bei der CMS ein, der konzertierte Notfallmaßnahmen zum Schutz der Schweinswal-Populationen in der Ostsee sowie zur Renaturierung ihrer Lebensräume forderte. Daraufhin beantragten die CMS-Mitgliedsstaaten der EU, den Ostsee-Schweinswal in den Anhang I des Übereinkommens aufzunehmen und ihm damit den höchsten Schutzstatus zuzusprechen und die konzertierten Maßnahmen zu ermöglichen. CMS hat der Listung in Anhang I jetzt zugestimmt. Dabei sollen Hindernisse für ihre saisonale Wanderung vermieden, beseitigt oder entschärft und andere Faktoren, die ihr Überleben gefährden könnten, kontrolliert werden. Zu den Hauptbedrohungen des Ostsee-Schweinswals gehören insbesondere Beifang, Unterwasserlärm und Umweltverschmutzung.  

"Die Aufnahme des Ostsee-Schweinswal in den Anhang I des CMS-Abkommens ist ein echter Meilenstein, in den jahrelange, harte Arbeit von Seiten der NGOs geflossen ist. Dieses positive Ergebnis zeigt den Wert und die dringend benötigte Kapazität, die die Zivilgesellschaft in Vereinbarungen und Prozesse auf UN-Ebene einbringen kann", sagt Tamara Narganes Homfeldt, Meeresbiologin bei WDC. 

"Wir freuen uns sehr, dass die kritische Lage dieser einzigartigen Population anerkannt wurde; und fordern die Ostsee-Anrainerstaaten nachdrücklich auf, jetzt umgehend Notfallmaßnahmen zu ergreifen, um das Überleben der einzigen, in der Ostsee heimischen Walart zu sichern", sagt Ida Carlén, ehemals bei der Coalition Clean Baltic tätig, jetzt Senior Policy Officer bei der Swedish Society for Nature Conservation.  

Die Gruppe von NGOs verfügt über langjährige Erfahrung und arbeitet seit Jahrzehnten an der Entwicklung des Meeresschutzes und der Meerespolitik, indem sie Regierungen und die EU berät und durch Kampagnen und Petitionen auf die Problematik aufmerksam macht. Die Aufnahme in den Anhang I des CMS-Übereinkommens ist ein weiterer Schritt nach vorn bei der Umsetzung wirksamer Erhaltungsmaßnahmen zum Schutz dieser Populationen. 

Der Schweinswal ist eine der kleinsten Arten innerhalb der großen Familie der Wale (Wale, Delfine und Schweinswale). Zu den größten Bedrohungen für den Schweinswal in der Ostsee gehören Beifang, Unterwasserlärm und Verschmutzung. In der Vergangenheit haben wir eine Kampagne für den Schweinswal in der Ostsee durchgeführt, um ein ganzjähriges Verbot von Stellnetzen in Meeresschutzgebieten zu erreichen. Eine Petition mit mehr als 100.000 Unterschriften wurde im September 2021 an die Bundesregierung übergeben. Darüber hinaus haben wir einen offenen Brief an die Bundesregierung initiiert, der von mehr als 100 Walexpert:innen aus aller Welt unterzeichnet wurde und in dem effektive Maßnahmen zum Schutz des Schweinswals in der Ostsee gefordert werden. Unsere Aufklärungsarbeit dauert bis heute an.

© CSIP-ZSL
© CSIP-ZSL

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Über Bianca König

Bianca König leitet bei WDC Deutschland das Team Kommunikation. Sie ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, das Magazin WAL & MEER sowie den Jahresbericht und plant Kampagnen mit. Sie ist verantwortlich für die Kommunikationsplanung rund um Konferenzen und Konventionen für WDC international. Als Ehrenamtliche unterstützt sie regelmäßig die Forschungsarbeiten der Orca-Forschungsstation OrcaLab an der kanadischen Westküste, wo die Paten-Orcas von WDC beheimatet sind.

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