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Gemeine Delfine © Charlie Phillips
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Stoppen wir jetzt die Grundschleppnetzfischerei!

Gemeinsam mit Patagonia fordern wir einen sofortigen Stopp der Grundschleppnetzfischerei in Meeresschutzgebieten und küstennahen Zonen....

Atempause für Delfine im Golf von Biskaya

Hunderttausende Wale und Delfine sterben jährlich in Fischernetzen als so genannter „Beifang“. Mehr als 9.000 Gemeine Delfine erleiden dieses grausame Schicksal jedes Jahr im Golf von Biskaya. Nach jahrelanger Kampagnenarbeit gibt es endlich einen Hoffnungsschimmer, denn die französische Regierung hat endlich etwas unternommen und die kommerzielle Fischerei temporär nahezu vollständig verboten. Warum dieses Verbot zwar ein richtiger Schritt ist, aber noch viel mehr getan werden muss, erläutert Bianca Cisternino von WDC in ihrem Blog. 

Stellen Sie sich Folgendes vor: eine Gruppe von Delfinen, die sich anmutig durch die Wellen schlängelt - ein Anblick, der die Schönheit des Meeres im Golf von Biskaya charakterisiert. Doch unter der Wasseroberfläche wartet eine gefährliche Herausforderung: Die Delfine müssen sich auf der Suche nach Nahrung durch ein tückisches Labyrinth von Fischernetzen bewegen. Die Gefahr, sich in einem Fischernetz zu verfangen, sich beim Befreiungsversuch zu verletzen oder gar dabei zu sterben, ist allgegenwärtig. Weltweit ist das versehentliche Verfangen in Fischereigerät die größte Gefahr für Wale und Delfine. 

Delfine sind Säugetiere und atmen Luft wie wir. Wenn sie sich also unter Wasser in einem Netz verfangen, ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, die Wasseroberfläche rechtzeitig zu erreichen. Bei ihrem verzweifelten Versuch, sich zu befreien und nicht zu ersticken, ziehen sich manche Delfine Muskelfaserrisse zu, verlieren Zähne oder Flossen. Je mehr diese Delfine kämpfen, desto stärker verheddern sie sich. Denjenigen, die das Glück haben, zu entkommen, bleiben oft schmerzhafte Verletzungen zurück.

Gestrandeter Delfin
Gestrandeter Delfin © CSIP, ZSL & MCGA

Kurzes Aufatmen 

Die immens wichtige und lang ersehnte Entscheidung der französischen Regierung, beinah alle kommerziellen Fischereiaktivitäten sämtlicher Nationen vom 22.Januar bis 20.Februar 2024 im Golf von Biskaya zu verbieten, ist ein Erfolg, nach unglaublichen 30 Jahren unzureichender Maßnahmen der französischen Regierung, keine Frage. Der Weg dorthin war lang und steinig und WDC kämpfte jahrelang an vorderster Front. 

Diese einmonatige Schließung der Fischerei in der Region fällt strategisch in die Hauptfischereisaison und verschafft den Delfinen eine dringend benötigte kurze Atempause. Aber es ist eben nur genau das: ein kurze Pause. 

Ein Zeitfenster für Aufklärungsarbeit 

Die Schließung ist auch eine Gelegenheit, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Fischer:innen, Gemeinden und andere Interessengruppen können gemeinsam etwas über nachhaltige Fischereipraktiken lernen. Zusammen ist es ihnen möglich, eine Zukunft zu schaffen, in der Delfine und Fischerei harmonisch koexistieren können. Insbesondere Fischer:innen haben jetzt die Möglichkeit, sich mit Delfin-freundlichen Fangmethoden zu befassen, neue Technologien kennenzulernen und sich über saisonale Beschränkungen des Fischfangs auszutauschen. 

Langfristiges Engagement ist nötig

Doch trotzdem ist das einmonatige Fangverbot nur ein erster Schritt. Es bedarf einer jährlich wiederkehrenden Einschränkung der Fischerei und das jeweils über einen längeren Zeitraum hinweg. Nur so können sich die Delfine und mit ihnen das gesamte Ökosystem erholen!

Delfingruppe
Eine Gruppe von Gemeinen Delfinen © Christopher Swann

Was Sie tun können

Sie können Ihren Teil beitragen, indem Sie die richtigen Entscheidungen treffen. Wir haben mit führenden Supermärkten zusammengearbeitet, um die Herkunft von Fisch und anderen Meerestiere zu überprüfen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, keinen Fisch mehr zu essen, senden Sie ein deutliches Signal an die Fischerei und den Einzelhandel. Sollten Sie nicht gänzlich auf Fisch verzichten wollen, achten Sie bitte auf dessen Herkunft und die Fangmethoden. Um die Auswirkungen auf das marine Ökosystem zu verringern, sollten Sie sich für Fisch entscheiden, der mit Angeln oder Langleinen gefangen wurde. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Meere gesund bleiben und zu einem sicheren Zuhause für Wale und Delfine werden.

Wussten Sie ...?

dass auch Schweinswale in Nord- und Ostsee durch Beifang bedroht sind?

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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