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Erfolg: Frankreich erlässt saisonales Fischerei-Verbot an der Atlantikküste

Delfingruppe
Eine Gruppe von Gemeinen Delfinen © Christopher Swann

Die französische Regierung hat zum Schutz von Delfinen nahezu jegliche kommerzielle Fischereiaktivität entlang der französischen Atlantikküste untersagt. Das Fischereiverbot gilt vom 22. Januar bis 20. Februar.

Tausende Delfine vor der französischen Atlantikküste können buchstäblich aufatmen: Seit dem 22. Januar 2024 gilt ein beinah vollständiges Verbot, kommerziell Fischerei in der Bucht von Biskaya zu betreiben. Von Finistère in der Bretagne bis zur spanischen Grenze soll diese Maßnahme den Tod von Tausenden Delfinen verhindern. Jährlich sterben in dieser Region sonst bis zu 9.000 Individuen, darunter vor allem Gemeine Delfine, durch die Fischerei.  

Wir fordern Regierungen auf zu handeln

Das saisonale Fischfang-Verbot wurde vom obersten französischen Verwaltungsgericht für diesen Winter verhängt. Gemeinsam mit anderen Organisationen hatte WDC in der Vergangenheit verstärkt auf das Massensterben von Delfinen in dieser Region aufmerksam gemacht und Regierungen aufgefordert, ein Verbot zu erlassen, um das jährliche Leid Tausender Delfine zu beenden.  

Dabei beriefen sich die Organisationen auf die Empfehlungen des Internationalen Rats für Meeresforschung, den Golf von Biskaya für kommerzielle Fischerei zu schließen.  

Das Verbot gilt für alle französischen und ausländischen Fischerboote, die länger als acht Meter sind. Fischereiverbände kritisieren das Verbot scharf und beklagen, dass ihnen daraus Millionen-Verluste entstünden. Die französische Regierung gab jedoch zusätzlich bekannt, dass sie die Fischer:innen der etwa 450 betroffenen Boote entschädigen würde. Umweltminister Christophe Béchu stellte staatliche Hilfen von bis zu 85% des üblichen Umsatzes in Aussicht. 

“Wir mussten sehr lange auf diese positiven Ergebnisse warten. Auch wenn das Verbot kürzer gilt und später kommt als erhofft, ist es ein wegweisender Schritt in die richtige Richtung”, sagt Tamara Narganes Homfeldt, Meeresbiologin bei WDC. 

Gestrandeter Schweinswal (C) Jan Haelters
Gestrandeter Schweinswal (C) Jan Haelters

Hunderte tote Schweinswale vor deutschen Küsten 

Auch vor Deutschlands Küsten sterben jedes Jahr mehrere Hundert Schweinswale (die einzige in deutschen Meeren heimische Walart), weil sie sich als so genannter „Beifang“ in Stellnetzen und anderen Fischereigeräten verfangen. Europaweit sind es mehrere Tausend Individuen. Der Tod durch Ersticken in einem Netz ist qualvoll und bedeutet unsägliches Leid, auch für die Artgenossen eines getöteten Schweinswals. 

“Deutschland muss dringend seine Hausaufgaben in Sachen Schweinswal-Schutz machen. Zwar hat die Bundesregierung 2022 Stellnetze offiziell aus einigen deutschen Meeresschutzgebieten verbannt, doch die Maßnahmen greifen viel zu kurz. Um einen effektiven Schutz der Schweinswale und ihres Lebensraums zu erreichen, muss der Einsatz von Stell- und Grundschleppnetzen in Schweinswalschutzgebieten komplett verboten werden. Weiterhin gilt das Stellnetzverbot auch nur saisonal von November bis Februar. Einen nachhaltigen Effekt für die Erholung der bedrohten Meeressäuger können wir nur mit der Eliminierung von Beifang und dem Schutz vor anderen menschgemachten Bedrohungen erreichen", so Narganes Homfeldt weiter. 

Mehr zur Situation des Schweinswals in Nord- und Ostsee lesen Sie hier.

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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