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Forscherteam „unterhält“ sich mit einem Buckelwal

Buckelwal springt aus dem Wasser
Ein Buckelwal springt aus dem Wasser. © Christopher Swann/OCS8026

Der Frage, wie man sich auf die Kommunikation mit außerirdischem, intelligentem Leben, vorbereiten kann, stellte sich ein Forscherteam des gemeinnützigen SETI-Instituts in den USA. Eine mögliche Antwort gab buchstäblich ein Wal.

Und nicht irgendein Wal, sondern Buckelwal-Weibchen „Twain“ aus Alaska stand für die Wissenschaftler:innen von SETI (= Search for Extraterrestrial Intelligence) Modell für eine nicht-menschliche Intelligenz. Gemeinsam mit Fred Sharpe von der Alaska Whale Foundation, haben die Wissenschaftler:innen mit „Twain“ über einen Unterwasser-Lautsprecher kommuniziert. 

Dazu sendeten sie Kontaktsignale in bestimmten Abständen aus, auf die Twain immer auf dieselbe Art und Weise sowohl physisch als auch akustisch reagierte: Sie näherte sich dem Boot, zeigte aufmerksames Verhalten und entfernte sich wieder. Das Team notierte diese Beobachtungen über einen Zeitraum von 20 Minuten und wertete sie in einer Vorstudie aus.

Damit sei ein bis dato einzigartiger „Unterhaltungsversuch“ mit einem Wal unternommen worden, so die Forscher:innen. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, sich auf die Kommunikation mit intelligentem, außerirdischem Leben vorzubereiten.  

Walgesang als Form von Kultur 

Die Gesänge der Buckelwale sind ein hochinteressantes und faszinierendes Beispiel für soziales Lernen und die Weitergabe von kulturellen Eigenheiten, also auch Intelligenz: Lieder werden von einem Individuum zum nächsten weitergegeben. Forscher:innen haben untersucht, wie die Wale diese Gesänge erlernen und verändern. Dazu analysierten sie Liedersequenzen aus über 9.300 Strophen, gesungen von Buckelwalen im Südpazifik. Das Ergebnis: Der Gesang der Buckelwale entwickelt sich stetig weiter und verändert sich im Laufe der Zeit. Dazu ist konstantes Erlernen und Neulernen Voraussetzung.  

Die Gesänge sind aus einem Repertoire sich ständig wiederholender Strophen aufgebaut, die in Kombination ein Lied von durchschnittlich zehn Minuten Dauer ergeben. Interessant ist, dass alle Wale in einer Population dieselben Lieder mit der gleichen Versabfolge singen. Um einen Gesang zu erlernen, hören die Wale einander zu und geben Vers für Vers wieder, was sie von anderen Tieren hören – ähnlich wie der Mensch beim Spracherwerb. 

„In einem Punkt ähneln sich der Weltraum und der Ozean: Wir wissen immer noch viel zu wenig über sie. Die Weltmeere bedecken über 70% unseres Planeten. Dennoch stehen wir in vielen Bereichen noch am Anfang, das geheimnisvolle Leben darin zu entschlüsseln. Dass Wale intelligent, mitfühlend sind und sogar eigene Kulturen pflegen ist hingegen schon lange bekannt. Es ist dringend notwendig, dass wir sie als das anerkennen, was sie sind: Lebewesen mit Rechten und unsere Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel!“, sagt Tamara Narganes Homfeldt, Meeresbiologin bei WDC.

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Über Laura Zahn

Laura Zahn arbeitet bei WDC Deutschland im Bereich Kommunikation. Sie ist zuständig für die Erstellung von News und Blogs sowie unsere Newsletter. Außerdem arbeitet Laura bei der Entwicklung und Koordination von Kampagnen mit.

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